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#468320 E-Autos - in Amerika "unten durch"? (verkehr.kfz)

verfaßt von RoyMurphy, Tübingen, 02.07.2024, 12:30:25

> Rein Infrastrukturmässig stehen E-Autos bei den Amis´s auf verlorenem
> Posten.
> Auf dem freien Land mit den ziemlich großen Entfernungen, da hat ein
> E-Auto kaum eine Chance.
> Denn E-Ladesäulen gibt es kaum.

In Deutschland ist das Netz auch noch nicht flächendeckend und gerade mal für den aktuellen E-Autobestand ausreichend, entsprechende Reichweite über Land vorausgesetzt.
Im Umkreis unserer Wohnung gibt's in 300-1.000 m Entfernung auf freien oder zeitlich eingeschränkten bis gebührenpflichtigen Parkplätzen bis zu 5 Ladesäulen, spärlich belegt, aber mit bußgeldbewehrtem Parkverbot. Früher fand man immer noch einen Stellplatz, inzwischen bin ich jedoch auf Parkplatzsuche wie in einer Großstadt. OK, dieangegebenen Strecken können locker zu Fuß bewältigt werden, aber bei größeren Einkäufen oder Besorgungen/Terminen an verstreuten Stellen ist das Auto unerlässlich - v.a. jetzt bei der Auflage "Bewegung", aber nicht sportmäßig und nicht weiter als 3 km am Stück.

> Im Nahverkehr würde ein E-Auto gehen, nur hat man da ebenfalls das Problem
> mit dem Laden.
> Und natürlich auch mit der geringen Reichweite.

In der Grünenstadt Tübingen (OB Palmer ist nicht mehr "grün") wird vehement für das Lastenfahrrad als Individualnahverkehrsmittel geworben, obwohl zu den Stadtteilen und Richtung Alb teils erhebliche Steigungen zu bewältigen sind. Da kommt man am E-Antrieb nicht vorbei und belastet die Umwelt mehr als mit der Treppelei. Abseits der Fahrradstraßen muss man als Autler höllisch aufpassen, dass einem die herumbalancierenden Vehikel nicht in die Quere kommen.
Da eine Fahrradausbildung bei den meisten dieser Drahteselreiter fast nur in Klasse 4 (Grundschule) an einem Tag und günstigstenfalls von verantwortungsvollen Angehörigen und Lehrkräften in Verkehrserziehungsstunden durchgeführt wird, wundert einen das nicht. Denn der Mofakurs mit 15 dient ja auch eher dem Erwerb der Fahrberechtigung als dem technischen und verkehrsrechtlichen Know-how.

Die Kfz-Industrie und die mit ihr "verbandelte" Motorpresse (incl. Verkehrsclubs) haben jedoch die E-Kurzstrecke bereits werbewirksam aufgemöbelt: Es wird wieder enthusiastisch für den Zweitwagen (das "Stadtauto") geworben, damit die Familienkutsche oder der Luxusschlitten in der Garage/auf dem Stellplatz "ausruhen" können.

DIE LÜGEN IN DER WERBUNG FÜR ELEKTROAUTOS

Bereits veröffentlicht im Mai 2023!

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Vernetzte Treffgrüße aus Tübingen
Reinhard

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