verfaßt von Timbatuku, 28.02.2026, 12:40:27
> Das eine ergibt sich aus dem anderen. Findet ein Apotheker keinen
> Nachfolger, der ihm den Warenbestand abkauft, muss die ja zwangsläufig
> Apotheke schließen. Und das ist leider ein sich beschleunigender Trend.
Sorry, Adi, das ist eine überhaupt nicht schlüssige Aussage. Sie überzeugt mich kein bisschen.
Die fehlende Bereitschaft, den Warenbestand zu übernehmen, kann nicht der Grund sein, keinen Nachfolger zu finden. Denn auch bei einer Neugründung einer Apotheke braucht man einen Warenbestand. Der Grund ist wohl eher die fehlende Bereitschaft, überhaupt eine Selbstständigkeit einzugehen.
Was macht eigentlich der Apotheker, der keinen Nachfolger findet, mit seinem Warenbestand? Mülltonne? Die zahlt ihm doch auch nichts. Im Gegenteil, die kostet.
> Historischer Tiefstand: Zum Jahresende 2025 gab es bundesweit nur noch
> 16.601 Apotheken. Das ist der niedrigste Stand seit Ende der 1970er-Jahre.
Ja, und immer noch genug. Der Lobbyverband ABDA argumentiert ja gerne, dass wir im europäischen Vergleich schlecht dastehen. Dabei werden dann Tabellen gezeigt, wie viele Apotheken es auf 100.000 Einwohner je Land gibt. Die Zahl X Apotheken auf Y Einwohner ist doch uninteressant, denn eine Apotheke kann 500 oder 1000 oder 2000 Leute versorgen. Es ändert sich allenfalls die Schlange vorm Tresen. Viel entscheidender für die Versorgung ist doch, wie weit der Weg für den einzelnen Kunden zur Apotheke ist, also der Quotient Apotheke/Fläche. Da steht Deutschland ziemlich gut da, an siebter Stelle der EU-Länder. Solche Fakten interessieren die ABDA natürlich nicht, weil sich damit ja schlecht jammern lässt.
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