verfaßt von Johann, 14.02.2026, 09:15:39
(editiert von Johann, 14.02.2026, 09:24:20)
> Ich dachte bis heute das jeder Mensch der einen Plan fast zuerst
> verschiedene Alternativen durch geht.
>
> Und warum das ganze nicht auch rückwärts.
>
> ich z.B. bin sehr, wirklich sehr, sehr impulsiv. Und wenn ich dadurch mal
> wieder Bockmist verzapft habe. Kann ich durchaus etwas daraus lernen, wenn
> ich rückblickend schaue, welche andere Alternative ich hätte nehmen
> sollen, um eben keinen Bockmist zu verzapfen, so bin ich beim nächsten
> Mal in einer ähnlichen Situation vorbereitet es besser zu machen.
Ganz genau. Unbewusst hast Du gerade den zentralen Aspekt von Leben, Bewusstsein und Intelligenz genannt. Es wird nämlich oft etwas übersehen: Jedes(!) Lebewesen operiert nicht nur mit seinen kognitiven oder vererbten Mechanismen sondern, vor allem höher entwickeltes Leben lernt und entscheidet durch eine Kombination aus Wahrnehmung, bereits erlerntem und der unmittelbar darauf folgenden inneren Gefühlslage.
Beispiel: Warum packst Du keine heisse Grillkohle mit der bloßen Hand an? Weil Du irgendwann in Deinem Leben so etwas ähnliches mal tatest, daraufhin damals ein starkes, schlechtes Gefühl in Dir mit abgespeichert wurde und Du bei einer späteren, ähnlichen Situation blitzschnell intern dieses Folge-Gefühl/Empfindung von damals wieder aus dem Speicher buddelst und solche Faxen besser lässt. Das geht in Milli- bis Mikrosekunden, voll automatisch. Und solche Mechanismen können auch gestört sein. Es gibt Menschen, bei denen ist das u. U. krankhaft verändert.
Es gibt welche, die erschrecken sich vor ihrem eigenen Spiegelbild, ohne das jetzt witzig zu meinen, das ist hochinteressant. Deren innere zwei Persönlichkeiten, die offenbar in jedem menschlichen Bewusstsein existieren, erkennen sich nicht.
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Doch wird ein Zaubertrick dir nicht geschenkt. Er kostet mehr Zeit, als sich mancher denkt.
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