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#473327 ist das überhaupt......... (ot.politik)

verfaßt von RoyMurphy, Tübingen, 25.02.2025, 23:42:43

> > Es liegt an der total
> > vemaledeiten Wahlrechtsänderung, die den Bundestag verschlanken sollte.
> Total vermaledeit - übertreib mal nicht so maßlos.

Wenn man heutzutage übertreibt, kratzt man gerade mal an der Oberfläche. Welche Kalküle dahinterstecken, kann man als reglementierter Bürger ja gar nicht mehr einschätzen - wenn es einem nicht politisch neutral erklärt wird.
>
> > Und so ist es bundesweit etlichen Wahlkreisen (23) ergangen,
>
> 23 von 299, das ist hinnehmbar.

Auf keine Fall! Der Tübinger Wahlkreis mit 200.000 Wahberechtigten existiert für den Bundestag einfach nicht mehr. Und ob sich ein benachbarter Wahlkreis um die Interessen Tübingens kümmern wird, steht in den Sternen bei den gewaligen Aufgaben, denen sich Merz und das Parlament im März oder nach Ostern wird stellen müssen.

Die Alternative wären wieder 23 Überhangmandate plus XX Ausgleichsmandate gewesen, also wieder rund 700.

> Leute mitsamt ihrer Entourage und deren Kosten. Um Tübingen kann sich doch
> auch mal jemand anderes kümmern, oder?

Pardon, das ist Blödsinn. Wer bitteschön soll das sein?
>
> > ... dass Spitzenkandidaten kein Direktmandat mehr erringen konnten.
>
> Wenn sie kein Direktmandat erringen konnten, dann waren sie wohl kaum
> Spitzenkandidaten. Wohl eher stumpfe Kandidaten.

Betrachte nochmals den Wahlzettel: In der linken Spalte stehen die Spitzenkandidaten der jeweiligen Partei. Früher erhielt die Kandidatur mit den meisten Stimmen ein Direktmandat.
Das waren laut Adam Riese und Nachfolgern 299 Abgeordnete. Ihnen den Weg ins Parlament einfach abzuschneiden mit. "Ätsch, zu wenige Stimmen im bundesweiten Wettbewerb!" ist nicht nur peinlich, sondern höchst diskriminierend.
Das Fraktionenverhältnis im Bundestag sollte durch die Zweitstimme eine gerechte Verteilung garantieren, was den Wust von Überhangmandaten verursachte.
Aber auf eine Zusammenlegung kleiner Wahlkreise in ähnlicher Umgebung (Kooperationsmöglichkeiten) wollten sich die Debattierenden ja nicht einlassen.
Vereinfacht dargestellt wären evtl. 250 Wahlkreise gut für 250 Direktmandate. Bei 500 Abgeordneten ständen 250 Stellen für weitere gut platzierte Mandatsträger zur Verfügung. Das hätte natürlich für die Entourage der Parteien bei den derzeit extremen Wahlergebnissen gravierende Folgen.
Aber einen heftigen Austausch von Parteisoldaten dürfte es mit dem aktuellen (Aus-) Wahlrecht auch geben.

--
Vernetzte Treffgrüße ausTübingen
Reinhard
[image]
Historisches Stadtwappen.
Das amtliche Wappen für
den Schriftverkehr kann man
in der Pfeife rauchen, es erspart
halt die Kosten für den Farbdruck.

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Notiz:
Ich verwende auf dieser Website allein aus Gründen
des Leseflusses das generische Maskulinum (oder "-ende")
und lege Wert darauf, dass alle Inhalte genderunabhängig
zu verstehen sind.

 

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