verfaßt von Timbatuku, 31.12.2025, 13:59:16
> Laut Medienberichten geht die Sparkasse von einer Schadenshöhe von ca. 30
> Millionen aus, geknackt wurden etwas über 3.000 Schließfächer, d.h.
> durchschnittliche Schadenssumme pro Fach knapp 10.000 €
Die Sparkasse weiß ja nicht, was in den Schließfächern war. Das ist das Geheimnis der Nutzer. Folglich ist die Schadenshöhe eine Schätzung. Da nach Angaben der Sparkasse jedes Schließfach bis maximal 10.300 Euro versichert ist, geht das Institut wohl davon aus, dass jeder Kunde die Höchstsumme für sich reklamiert. Möglicherweise war ja noch mehr drin. Oder weniger? Keine Ahnung.
> Die interviewten Kunden sagen, dass "ihr ganzes Erspartes" weg sei, die
> Finanzrücklagen fürs Alter, das Geld von der Oma, Tante, etc.
> Dass man Gold und andere Preziosen in einem Schließfach aufbewahrt,
> verstehe ich, aber welches Interesse hat man, größere Bargeldsummen in
> einem Schließfach zu deponieren.
"Ihr ganzes Erspartes" muss nicht zwingend Bargeld sein. Das könnten auch Edelmetalle, Diamanten oder sonst was sein. Aber selbst wenn es sich wirklich bei manchen Kunden um Bargeld handelte: Könnte ja Schwarzgeld sein oder Geld, das man aus irgendwelchen anderen Gründen nicht auf einem offiziellen Bankkonto parken möchte.
> Inflationsbedingt verliert es dort doch
> genau so viel an Wert wie auf jedem simplen Girokonto.
Ja, schon. Aber wie gesagt, es mag Gründe geben, die den inflationsbedingten Wertverlust kompensieren.
> (Und warum gibt es im Tresorraum einer Bank keine Bewegungsmelder, die
> Alarm schlagen, wenn sich außerhalb der Geschäftszeiten dort was bewegt?)
Gute Frage. Vielleicht hielt die Sparkasse einen solchen Einbruch für unmöglich. Jetzt wissen sie es besser.
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