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#449836 Zurück in die Zukunft: Renault 4 (und 5) als E-Modell? (verkehr.kfz)

verfaßt von RoyMurphy, Tübingen, 18.11.2021, 13:47:24

> > > Das wird doch eine Bereicherung der künftigen 130km/h-Schleichwege (=
> > > Autostraßen in Deutschland).
> >
> > Sorry, aber diese Aussage kann ich nicht nachvollziehen.
>
> Ich auch nicht, denn 130Km/h reicht eigentlich.
> Oft, vor allem in Ballungsgebieten, wie hier im Großraum Stuttgart, kommt
> man nicht mal auf 130Km/h, weil da der verkehr zu dicht ist!
> Schuld daran ist das hohe Verkehrsaufkommen und die Baustellen, vor allem
> der Neubaustrecke Stuttgart Ulm und dem Filderbahnhof.
> Selbst wenn ich Richtung Karlsruhe fahre, gibt es keine feie Fahrt.
> In Pforzheim ist die große A8 Baustelle.
> Zudem gilt meist eh max 120 an den Strecken, nur auf ein paar Teilstrecken
> kann man unbegrenzt fahren.

In meiner Behauptung steckt auch eine Portion Satire bis Zynismus. Niki Lauda meinte doch einmal auf die Frage nach er Abgas- und Feinstaubbelastung durch Kfz: "Je schneller ich fahre desto früher bin ich vorbei!"
Ich will's mal so formulieren: "Je schöner das Auto desto besser wirkt's beim langsamen Defilieren!"

Statistisch kann tatsächlich zu den Hauptverkehrszeiten kaum noch eine Autostraße mit den möglichen Höchstgeschwindigkeiten befahren werden. Um den Schilderwald zu lichten, würde ich 130km/h zustimmen, wenn die Zwischenstufe 120km/h abgeschafft würde. Denn das ständige Starren auf den Tacho - z.B. ohne GPS-Warnung - statt Konzentration auf das Verkehrsgeschehen reduziert die Gefahr schwerer Unfälle nicht. Besonders dann nicht, wenn der virtuelle Bußgeld- und Flenspunktekatalog mitfährt und bedingungslosen Gehorsam fordert.
Man sagt, andere europäische Staaten machten uns die Lösung des Schnellfahrendenproblems durch generelle Tempolimits auf unterschiedlichen Straßentypen vor. Dabei wird nicht bedacht, dass viele Industriearbeitsplätze vom Erfolg leistungsfähiger und hochqualitativer Kfz-Produktion abhängen und die Lobby gerade mal der Drosselung von Boliden auf 250 km/h zugestimmt hat, die auch keine Harmonisierung des Verkehrsflusses bringt.
Man muss nur mal den Wettbewerb in der Fahrradindustrie betrachten: Auch hier gibt's bereits Leistungsklassen vom fußuellen Kettenantrieb bis zum Hochleistungs-Elektrobike, die dann brav auf ungeeigneten Radwegen in immer mehr Unfälle verwickelt sind. Ursachen sind meist nicht zu schnelles Fahren, sondern mangelhafte Beherrschung der Balance und der Steuerung. Heulen würdenjedoch viele, wenn Fahrräder auf (z.B.) 30 km/h geschwindigkeitsbeschränkt würden.

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 :-) Grüße aus Tübingen

Reinhard


"Begriffssparen durch Genderei: Töchter sind überflüssig, denn man schreibt und spricht jetzt 'Söhn:innen"!  :-)
(Anonymer Sprachforscher)

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(Willy Astor)

 

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