verfaßt von RoyMurphy, Tübingen, 04.05.2026, 18:13:44
(editiert von RoyMurphy, 04.05.2026, 18:19:04)
> Ein weiteres Problem der 12-Uhr-Regel, mit der ich vorhin konfrontiert
> wurde:
>
> Um 10 vor 12 tankte ich und wollte mit Karte bezahlen. Das Kartenterminal
> versuchte, eine Verbindung herzustellen, erfolglos. Fünf, sechs Mal
> hintereinander versuchten wir es, ging einfach nicht. Ich musste meinen
> Schwiegersohn anrufen und ihn bitten, mir 100 Euro Bares zu bringen.
Es ist und bleibt Abzocke, denn für die Kalkulatoren (wenn`s überhaupt noch welche gibt) ist doch der Einmalstress pro Tag leicht zu ertragen und wird gehandhabt wie gesetzliche Auflagen, die ebenfalls ohne Rücksicht auf die finanziellen Möglichkeiten der Bürger verhängt werden, z.B. die Anwohner-Parkgebühr, die man nur durch eine eigene Garage vermeiden kann.
Während der Wartezeit beobachtete ich 2 Frauen, die 3 Minuten vor 12 eilends tankten. Erst als der Tank voll war, bemerkten sie den geänderten Literpreis und diskutierten vermutlich den Beschiss.
Vergangenen Samstag wären wir beinahe ebenfalls in die Bargeldfalle geraten, wenn wir erst kurz vor 12:00 Uhr zur 1 km entfernten ESSO Stammtanke gefahren wären. So gegen 20 Min. vor 12:00 Uhr herrschte noch reges Treiben bzw. Tanken an den Zapfsäulen. 10 Minuten vor 12:00 Uhr gelangte mein Sohn zur Kartenzahlung (E10 pro Liter noch 2,059 €), was gefühlsmäßig ja in Ordnung war. Beim Kunden nach ihm war's ca. 5 Minuten vor 12, der Kartenautomat funktionierte vorzüglich, berechnete aber bereits den erhöhten Literpreis 2,159 €. Die betreiben wahrlich noch "Sanduhren" zur Synchronisation der Kassenzeiten, anders kann ich mir so eine Hinterlist nicht erklären.
> Ich hätte ja selbst zur Bank fahren können, aber der junge Angestellte, wohl
> unerfahren und völlig überfordert mit der Situation, hatte Angst, mich
> fahren zu lassen, weil das gegen die Anweisungen seines Chefs verstößt.
> Etwas später beim Aldi funktionierte Kartenzahlung wieder. Aber der
> Kassierer dort meinte, das wäre inzwischen fast normal, dass kurz vor 12
> keine Kartenzahlung mehr geht. Also auch Aldi (und vermutlich alle anderen)
> sind davon betroffen. Natürlich, wenn innerhalb einer Viertelstunde
> deutschlandweit eine Million Autofahrer tankt und 80% davon mit Karte
> bezahlen, dann kackt das System halt ab. Muss man wissen und sich mit Barem
> bevorraten.
Der Chef hätte doch die übliche und ziemlich sichere Pfandhinterlegung des Personalausweises oder des Fahrzeug- oder Führerscheins oder des Parteibuchs
empfehlen können.
So verhielt sich mal der Kundenberater bei CarGlass, als ich bei Regen mit zertrümmerter Frontscheibe (Steinschlag auf der Autobahn) vorfuhr: Gegen Vorlage und Abgabe des Personalausweises wurde der Auftrag angenommen, ich durfte nach Hause fahren, um Geld zu holen und die Reparatur durchführen zu lassen. Mit Kartenzahlung wäre die Reparatur zügiger vonstatten gegangen.
Bargeld darf keinesfalls abgeschafft werden, denn wie sollen z.B. Trinkgelder an Dienstleister gezahlt werden, wenn's übers Kartenlesegerät wegen Geizes (Mehrpreis für die Option - z.B. in vielen Gaststätten bereits die Norm) oder Habsucht des Chefs (will keinen erhöhten Verwaltungsaufwand oder das Trinkgeld in die eigene Kasse spülen) nicht geht?
--
Vernetzte Treffgrüße ausTübingen
Reinhard
![[image]](https://jochen-koeppel.com/work/roy-bild.jpg)
Historisches Stadtwappen.
Das amtliche Wappen für
den Schriftverkehr kann man
in der Pfeife rauchen, es erspart
halt die Kosten für den Farbdruck.
------------------------------------------------------------------------
Notiz:
Ich verwende auf dieser Website allein aus Gründen
des Leseflusses das generische Maskulinum (oder "-ende")
und lege Wert darauf, dass alle Inhalte genderunabhängig
zu verstehen sind.
gesamter Thread: