verfaßt von Timbatuku, 29.05.2026, 15:49:08
> De facto schützt sie aber die Buchhändler. Wann auch immer sie
> eingeführt worden sein mag.
Das ist de facto immer noch Quatsch. Die Preisbindung "schützt" genauso die Online-Händler, die ja wegen der Preisbindung ebenfalls mehr verdienen als wenn sie mit Kampfpreisen um die Kunden buhlen müssten. Das müssen sie aber nicht mal, weil viele Leute schon aus reiner Bequemlichkeit ihre Lektüre im Netz ordern, statt den beschwerlichen Weg in die Stadt auf sich zu nehmen.
Die Preisbindung für Bücher von anno 1888 hatte dabei schon die Aufgabe, zu schützen. Aber nicht den Buchhändler, sondern das Kulturgut "Buch". Sie hat die Aufgabe, die kulturelle Vielfalt zu erhalten. Der feste Preis garantiert, dass Verlage auch risikoreiche Nischenprodukte, Fachliteratur und neue Autoren finanzieren können, weil Bestseller die Kosten querfinanzieren.
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