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#478648 Spritpreise, interessant was ich gerade gefunden habe. (ot.haushalt)

verfaßt von zack, 09.04.2026, 15:25:43

> Hmm, also nach den Regeln von Angebot und Nachfrage, müßten bei
> Verknappung des Angebots die Preise aber sinken.

Umgekehrt. Die Kapazitäten der Raffinerien werden wegen des "Verbrenner-Aus´" mittelfristig abgebaut werden. Damit wird das Angebot knapper und der Preis stabilisiert.

Du meinst, vermutlich, der Sprit würde billiger, wenn wir weniger tanken?

Der Preis bestimmt sich aus dem Jahresumsatzziel und der verkauften Menge.

Und aus dem maximal machbaren Umsatz. 2006 suchte Shell noch im Hamburger Abendblatt einen Preisanalysten (das Wort habe ich mir gemerkt!). Dollar, Rohölpreise - alles unwichtig. Die Preisgestaltung orientiert sich daran, wie sie den meisten Profit generiert.

KI kann das gut trainiert heute sicher besser.

> Sie sinken aber auch, wenn
> möglicht alle bei der billigsten Tanke tanken. Die Tagestiefstpreise sind
> ja nun leider durch das "Reicheexperiment" Geschichte.  :-|

Ja, das war wenigstens das Gefühl, der maximalen Wertschöpfung zu entgehen.

Aber eigentlich ist es doch klar, dass Preiserhöhungen lukrativer sind, als Preissenkungen. Und zur einfacheren Preisanalyse hat das Gesetz nun allen Anbietern das 12:00 Fixum geschenkt. Also zieht man da die Schraube kräftig an und guckt, was weniger verbraucht wird und ob man besser senken muss.

Das Gesetz ging auch auffällig schnell (es ist eine Bundesregierung?) durch und der Widerstand der Mineralölkonzerne hielt sich nach meinem Eindruck auffällig in Grenzen.

Wobei ich wenig Nachrichten lesen. Und auf das blöde Gejammer mit den Arbeitsplätzen und den Standortnachteilen verzichte ich gern. Ja gibt es und in anderen EU-Ländern auch einen Preisdeckel. Während die aktuelle Regelung ein Zwang für alle ist, ggf. um 12 Uhr zu erhöhen und nicht unbdedingt zu senken.

> Das ginge ganz schnell, wäre allumfassender und würde die Gesamttankmenge
> in Deutschland nach unten drücken, was mbE wiederum die Preise drücken
> würde.

Es wird eher nicht passieren, denke ich. Das, was ich innerorts durch Fahrweise an Sprit sparen kann, ist eher Sportsgeist und rechnet sich kaum. Einkaufen were ich darüber nachdenken. Es musste bei Schnee auch zu Fuß gehen. (Das Garagentor war pünktlich dazu kaputt gegangen.)

> Letztlich eine auch Kraftprobe zwischen Konsument, der durch Tempolimit,
> Umschichtung von Fahrten auf andere Verkehrsmittel und Verringerung der
> Ausfahrten, so bezeichne ich jetzt mal nicht unbedingt nötige Fahrten, und
> der Mineralölindustrie, die nach der Burladinger Analyse kräftig
> absahnt.

Widerstand Zitrone gegen Saftpresse?!  :clap:

Tempolimit kann jeder selber machen. Wer nicht will oder finanziell muss, wird auch weiter kräftig aufs Gas gehen. Es ist ja nicht nur die maximale Geschwindigkeit. Es macht halt einfach mal Spaß, voll drauf zu treten, da bin ich nicht frei von. Meine Automatik schaltet dann auch mal 4 Gänge (oder 5?) runter. Auf dem Rückweg vom Schwimmen gilt aber für mich Tempo 100. Das lohnt denn doch.

Umplanen sollte ich noch mehr machen. Heute war es einfach. Schönes Wetter, zwei Sachen repariert - Einkauf daher erst morgen. Dann eben morgen keine Karotte zum Frühstück. Mittlerweile ist es echt meist das Bio-Gemüse, das den Einkauf bei mir auslöst. Eier mache ich mehr Vorrat in „L“, wenn es verfügbar ist. Sind ja so gesehen auch Tagespreise über die Menge. Sinnvolle (!) Vorräte sparen auch Einkaufsfahrten.

--
Der Kapitalismus kennt keine Kosten - nur Umsätze.


Man kann hinkommen, wo immer man will - egal wie lange es dauert.

 

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