verfaßt von Pixel64
, Leonberg, 31.05.2026, 12:53:39
> Sieht man sich die Aktien beider Fonds an, findet man genau Semiconductors;
> Hardware und Software als sie beherrschenden Branchen. Diese min. 30%
> (aktuell) sind auch nicht anderes als Investition in eine Menge Themenfonds
> Semiconductors.
> Welches Minus entsteht dann wenn 100T€ "deiner" Fonds oder 10T€
> Semiconductors nach unten gehen?
> Natürlich stellt sich dann auch die Frage: Wer Themenfonds ala
> Semiconductors kauft, wie ist das Grundgerüst seines Portfolios?
> Baut man beim Kauf des Themenfonds jedesmal sein Portfolio um (reduziert
> als das Thema heraus)?
Da hast du schon einen Punkt.
Klar sind im MSCI World inzwischen jede Menge Tech-Werte drin. Nvidia, Microsoft, Apple, etc. machen da inzwischen schon einen ordentlichen Teil aus. Wenn es die Tech-Branche richtig zerlegt, dann wird auch ein MSCI World nicht einfach unbeeindruckt weitersteigen.
Trotzdem sehe ich schon noch einen Unterschied zwischen "viel Tech drin haben" und "fast nur Tech haben".
Wenn Halbleiter mal 30 oder 40% korrigieren, dann zieht das meinen World natürlich mit runter. Aber da sind halt auch noch Banken, Versicherungen, Lebensmittelkonzerne, Pharma, Industrie, usw. drin. Beim Semiconductor-ETF hängen dagegen fast alle Eier im selben Korb.
Deine zweite Frage finde ich aber schon spannend:
Wenn ich mir einen Themen-ETF kaufe, kaufe ich dann wirklich etwas Neues dazu oder erhöhe ich nur eine Position, die ich sowieso schon im Depot habe?
Ich selbst bespare einfach stumpf MSCI World und Emerging Markets im Verhältnis 70/30. Das ist für mich die Basis. Wenn ich jetzt noch einen Semiconductor-ETF dazunehmen würde, dann würde ich ganz bewusst sagen: "Ich glaube, dass Halbleiter in Zukunft besser laufen als der Gesamtmarkt." Das wäre dann für mich eine Wette auf ein bestimmtes Thema.
Daran ist ja nichts falsch. Man sollte sich nur bewusst sein, dass man damit eben nicht mehr nur breit gestreut investiert, sondern einzelne Branchen stärker gewichtet.
Und ganz ehrlich: Einer der Gründe, warum ich bei meinem langweiligen 70/30-Sparplan geblieben bin, ist schlicht Bequemlichkeit. Ich muss mir keine Gedanken machen, ob KI, Halbleiter, Wasserstoff, Biotech oder sonst was gerade der nächste heiße Scheiß ist. Ich kaufe einfach den Markt und lasse die Zeit für mich arbeiten.
Ob das am Ende die maximale Rendite bringt? Keine Ahnung - vermutlich eher nicht. Aber ich schlafe damit ziemlich entspannt und das läuft ja grad dafür auch alles so fast unbeobachtet nebenher (mit gewissen Checks ab und zu natürlich).
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