verfaßt von Johann, 22.02.2026, 11:13:55
(editiert von Johann, 22.02.2026, 11:28:26)
> Ich recherchiere lieber selber und nach meinen eigenen Punkten.
Daran hindert Dich ja auch niemand. Bedenke jedoch, dass Du Dich bei selbstständiger Recherche ebenfalls auf allgemein vorhandene (=statistische) Daten verlässt. Nichts anderes machen neuronale Netze. Nur deutlich schneller. Dabei kann momentan die Illusion von Intelligenz entstehen, ist es aber (noch) nicht.
Beispiele:
- Du möchtest wissen, wieviele Menschen auf der Welt Leben, da gehst Du auch nicht hin und zählst jeden Einzelnen.
- Du bist mglw. Landwirt oder Seefahrer und auf Wetterprognosen angewiesen: Die nötigen Daten ermittelst Du doch auch nicht selber.
- Du möchtest Geld in mglw. erfolgversprechende Aktien/Unternehmen investieren. Machst Du auch nicht autark, indem Du jahr(zehnte)lange Aktienkurse selbst ermittelst.
- Du möchtest Dich an einer Menge n positiver oder negativer Erfahrungswerte bei einem Produkt oder einer Dienstleistung orientieren. Liest Du hunderte und tausende derer tatsächlich selber? Jedes mal?
- Du möchtest politische Entscheidungen bzgl. der Rentenrendite bewerten. Holst Du von jedem Rentenempfänger der letzten 50-100 Jahre persönlich die Daten ein?
Was will ich damit sagen? Du verlässt Dich auf bekannte, statistische Daten und erzeugst daraus komprimierte Ergebnisse. Nichts anderes machen aktuelle neuronale Netze. Halt wahnsinnig schnell.
Von der Marketingbezeichnung "künstliche Intelligenz" solltest Du Dich, zumindest momentan, weder erschrecken, irritieren oder beeindrucken lassen.
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Doch wird ein Zaubertrick dir nicht geschenkt. Er kostet mehr Zeit, als sich mancher denkt.
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