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#456579

Hackertomm

10.09.2022, 19:53:59

Erdbeben in der Region Mülhausen/F. (nt.netz-treff)

Ich dachte zuerst, das waren zwei stärkere Stumböen, die so gegen 18Uhr das Haus erschütterten und die ich im DG spürte.
Aber falsch gedacht, es war ein Waschechtes, bestätigtes Erdbeben!
Siehe Link
Link

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#456580

RoyMurphy

Tübingen,
11.09.2022, 11:49:00
(editiert von RoyMurphy, 11.09.2022, 12:00:19)

@ Hackertomm

Erdbeben in der Region Mülhausen/F. (ed)

> Ich dachte zuerst, das waren zwei stärkere Sturmböen, die so gegen 18Uhr
> das Haus erschütterten und die ich im DG spürte.
> Aber falsch gedacht, es war ein waschechtes, bestätigtes Erdbeben!
> Siehe Link
> Link

Das wird im Zusammenspiel mit dem Klimawandel noch öfter vorkommen, in immer kürzeren Abständen und verteilt über die ganze Erde, insbesondere im Bereich von Verwerfungen, die bei uns in Baden-Württemberg ja auftreten wie die Sprünge in einer antiken griechischen Amphore:
- Epizentrum des aktuellen Bebens: südlicher Teil der Oberrheinischen Tiefebene (Oberrheingraben)
- Filder (Filderstadt), wo jetzt die "Resonanz" zu spüren war
- Bebenhäuser Zone (Tübingen, Reutlingen) - bei uns war nichts zu hören und hat auch nix vibriert, vom Bruder (RT) bestätigt.
- Hohenzollerngraben (Hechingen, Balingen, Albstadt) - in unserer Gegend am meisten gefährdet, da sich hier Verwerfungen überschneiden.

Eine (von mehreren) Internetquelle zum Thema "Tektonik und Klima":

.Klima kann sogar die Tektonik beeinflussen
=> Verstärkter Monsun ließ eine Nahtstelle der Erdkruste absinken (und sorgte für die gegenwärtigen Überschwemmungskatastrophen in Asien).

Informationen zum Fildergraben:

Der Filderraum
=> Südlich von Stuttgart erstreckt sich die Filderebene, eine rund 16 km lange Ebene, die durch den Schurwald (Esslingen am Neckar, Plochingen; Waiblingen, Schorndorf) im Nordosten und den Schönbuch (Böblingen, Herrenberg, Tübingen) im Südwesten begrenzt wird.

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 :-) Grüße aus Tübingen

Reinhard


"Nur wer weggeht, kann auch wieder kommen."
(Sebastian Pufpaff)

Das Gegenteil der Heiligen sind nicht die Sünder, sondern die Scheinheiligen.
(Glenn Close)

#456581

Hackertomm

11.09.2022, 12:44:16

@ RoyMurphy

Erdbeben in der Region Mülhausen/F.

Das ich das Beben gespürt habe, liegt vielleicht auch an der Bauweise des Doppelhauses.
Das hat nämlich eine gemeinsame Bodenplatte, wo dann beide Haushälften darauf gebaut wurden.
Dadurch hört man viel, was von der Nachbardoppelhälfte rüberkommt.
Heutzutage baut man da anders, dann sind das zwei separate Bodenplatten und die Trennwand zwischen den Haushälften ist dicker.
So hat es ein Freund in seiner Doppelhaushälfte, die in etwa den selben Schnitt hat, wie unsere.
Sein Nachbar hat da schon mit schwerem Gerät, wie einem Bohrhammer gearbeitet und in seiner Hälfte hat man absolut nichts mitbekommen!

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#456582

RoyMurphy

Tübingen,
11.09.2022, 13:04:41
(editiert von RoyMurphy, 11.09.2022, 13:08:45)

@ Hackertomm

Erdbeben in der Region Mülhausen/F. (ed)

> Das ich das Beben gespürt habe, liegt vielleicht auch an der Bauweise des
> Doppelhauses.
> Das hat nämlich eine gemeinsame Bodenplatte, wo dann beide Haushälften
> darauf gebaut wurden.
> Dadurch hört man viel, was von der Nachbardoppelhälfte rüberkommt.
> Heutzutage baut man da anders, dann sind das zwei separate Bodenplatten und
> die Trennwand zwischen den Haushälften ist dicker.
> So hat es ein Freund in seiner Doppelhaushälfte, die in etwa den selben
> Schnitt hat, wie unsere.
> Sein Nachbar hat da schon mit schwerem Gerät, wie einem Bohrhammer
> gearbeitet und in seiner Hälfte hat man absolut nichts mitbekommen!

Früher wurden Reihen-/Doppelhäuser in der Regel zur Platzersparnis oder zur Baukostenersparnis durch eine gemeinsame Bodenplatte und eine einfache Trennwand gebaut.
Später wurden sowohl getrennte Bodenplatten als auch eigene Trennwände für jedes Hausteil (mit Schalldämmung dazwischen) erstellt - bei unserer Wohnanlage ist das so, auch bei den Geschoßdecken. Was sich dennoch "wie nebenan" anhört, sind Bohr-und Bohrhammer- sowie Schleif- und Fräs-Arbeiten.
Die dadurch erzeugte Stille veranlasste sogar Eigentümer älterer Häuser, die Trennwände aufwändig durchsägen zu lassen und den entstandenen Spalt gegen Geräusche zu dämmen.

Aktuell sieht's hinsichtlich Lärm- und Schalldämmung so aus:

Neue Schallschutznorm − Auswirkungen auf die Planungs- und Baupraxis

Zur Zeit spricht man ja bei uns eher von der Wiederkehr der privaten Hausbunker gegen radioaktive Bedrohung als von erdbebensicherer Bauweise von Gebäuden. Wenn's also mal wieder wackelt und scheppert, merkt man es trotz Schalldämmung.

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Reinhard


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#456589

sansnom

11.09.2022, 18:11:59

@ Hackertomm

Erdbeben in der Region Mülhausen/F.

Wenn es rechtlich getrennte Flurstücke sind, muss man die Häuser
trennen (Bodenplatte, Wände, etc)
Steht das Doppelhaus (oder die Reihenhäuser) auf einem Flurstück,
dann muss man auch heutzutage nichts trennen.
Dann wird eine Bodenplatte gemacht und die Haustrennwand kann
theoretisch eine einschalige 24-er Wand sein, wobei die Wand eine
hohe Dichte haben muss (schützt gegen "Luftschall").
Die hohe Dichte ist allerdings schlecht gegen "Körperschall".
Letztlich sind Eigentumswohnungen im Mehrfamwhs ja auch
mit durchgehenden Decken und nur durch einschalige Wände
getrennt.

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