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#445802

peter312

14.05.2021, 23:23:50

Heizung leckt (ot.haushalt)

Moin zusammen,

folgendes Problem:

Habe ein Einfamilienhaus von 1973 jetzt aktuell geerbt und wohne auch dort.
Es hat jede Menge Renovierungsbedarf, Fenster, Dämmung, Sanitär und eben auch die Heizung. Daher muss finanziell gut geplant werden.

Verbaut ist eine Wolf-Anlage aus 1984 mit Ölkessel Typ NB 20/155 und Körting-Brenner.

Nun leckt es unter der Anlage raus. Monteur stellt ein Loch im Brauchwasserkessel fest, kann man auch sehen wenn man vorne das runde schwarze Teil (keine Ahnung wie das heißt) abschraubt - dann spritzt ein feiner Strahl raus.
Dreht man nun die Kaltwasserzufuhr ab, hört das sofort auf.

Heizkreislauf ist auf Sommer - Umwälzpumpe aus.

Schalte ich nun aber auf Winter, also mit Umwälzpumpe, kommt auch Wasser aus dem System obwohl der Kaltwasserhahn zu ist.

Ist da jetzt noch mehr kaputt? Oder kriegt man das irgendwie logisch zusammen?

Der Plan ist nämlich, dass übergangsweise ein neuer Brauchwasserkessel schlicht neben die Heizung gestellt und angeschlossen wird, damit wir erstmal wieder heißes Wasser haben.

Dann soll ein neues Heizsystem geplant werden - also kein Öl. Eventuell Pellet oder Wärmepumpe.
Das ist aber nicht mal eben in 4 Wochen zu stemmen, zumal auch Förderungen beantragt werden müssen - daher das Provisorium mit dem Brauchwasserkessel, das am liebsten bis nächsten Frühling durchhält.

So ist es mit der Heizungsfirma grob geplant. Umbau ist nächste Woche Dienstag. Nun mache ich mir aber Gedanken, ob das mit dem austretendem Wasser trotz geschlossenem Kaltwasserhahn noch so klappen kann.

Vielleicht weiß hier ja wer Rat - vielleicht @Huasdoc  :-)

--
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#445803

Hausdoc

Green Cottage,
14.05.2021, 23:33:41

@ peter312

Heizung leckt

Neuer Speicher geht ohne Probleme.

Aber: An Anlagen wo eine alte Ölheizung Dienst tut, kann man nicht auf Wärmepumpe umstellen. Dazu müssten die Heizflächen angepasst werden ( Austausch aller Heizkörper.

Eine Pelletheizung ist keine vollautomatische Heizung.

Bei aller Gier nach Fördermittel macht es absolut Sinn bei Öl zu bleiben ( sofern die Tankanlage gem AWSV noch betriebsicher ist) . Ansonsten Gas ( auch Flüssiggas mit Eigentumstank)

--
Gruß Hausdoc

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#445804

peter312

14.05.2021, 23:44:09

@ Hausdoc

Heizung leckt

> Neuer Speicher geht ohne Probleme.

Ja, sagt der Monteur ja auch - ich mache mir halt Sorgen, dass eventuell noch der Wärmetauscher ein Leck haben könnte - daher meine Frage.

> Aber: An Anlagen wo eine alte Ölheizung Dienst tut, kann man nicht auf
> Wärmepumpe umstellen. Dazu müssten die Heizflächen angepasst werden (
> Austausch aller Heizkörper.
>
> Eine Pelletheizung ist keine vollautomatische Heizung.

Ja, ist bekannt und wird mit einkalkuliert. Aber da will ich halt keinen Schnellschuss, sondern gut planen. Von daher echt blöd, dass die Heizung ausgerechnet jetzt zickt.  :-)

--
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#445808

Hausdoc

Green Cottage,
15.05.2021, 07:43:37
(editiert von Hausdoc, 15.05.2021, 07:44:28)

@ peter312

Heizung leckt (ed)

> Aber da will ich halt keinen
> Schnellschuss, sondern gut planen. Von daher echt blöd, dass die Heizung
> ausgerechnet jetzt zickt.  :-)

Dann solltest du in jedem Fall einen Solarspeicher verwenden ( auch wenn keine Solaranlage angeschlossen wird) . Bei Wärmepumpenbetieb werden dann beide Wärmetauscher in Reihe angeschlossen.

Oder eben für alle Fälle einen "Wärmepumpenspeicher" verwenden. Der hat einen entsprechend ausgelegten Wärmetauscher

--
Gruß Hausdoc

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#445994

peter312

22.05.2021, 22:31:50

@ Hausdoc

Heizung leckt

> Dann solltest du in jedem Fall einen Solarspeicher verwenden ( auch wenn
> keine Solaranlage angeschlossen wird) . Bei Wärmepumpenbetieb werden dann
> beide Wärmetauscher in Reihe angeschlossen.
>
> Oder eben für alle Fälle einen "Wärmepumpenspeicher" verwenden. Der hat
> einen entsprechend ausgelegten Wärmetauscher

Ja, war bisschen zu spät um das so zu machen. Der Heizungsbauer hat auf mein Drängen, da eben Wasser im Keller und keine warmes Wasser, einen "normalen" Speicher eingebaut. Den verticke ich dann bei Ebay, wenn das System geändert wird.

--
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#445985

neanderix

22.05.2021, 17:26:58

@ Hausdoc

Heizung leckt

> Eine Pelletheizung ist keine vollautomatische Heizung.

Das erklär doch bitte mal etwas näher.
Ich b in bisher davon ausgegangen, dass ich b ei einer modernen Pelletanlage außer der Beschickung des Bunkers mit pellets keine manuellen eingriffe habe.

--
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#445992

peter312

22.05.2021, 22:28:33

@ neanderix

Heizung leckt

> > Eine Pelletheizung ist keine vollautomatische Heizung.
>
> Das erklär doch bitte mal etwas näher.
> Ich b in bisher davon ausgegangen, dass ich b ei einer modernen
> Pelletanlage außer der Beschickung des Bunkers mit pellets keine manuellen
> eingriffe habe.

So habe ich das bisher auch verstanden. So fern ein geeigneter Bunker vorhanden ist, vorzugsweise gleich neben der Anlage, wird die Heizung mit einer Förderschnecke versorgt.
Da bietet sich dann eben oft der bisherige Heizölkeller an - bei mir eine Wand daneben.

--
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#446036

me3

Dohma,
23.05.2021, 20:07:22

@ peter312

Heizung leckt

@Hausdoc hat nur zum Teil Recht.
Ein Pelletkessel und auch eine Wärmepumpe sollen/ dürfen nicht takten. Das heißt, mal für 10 oder 15 Minuten an und dann wieder aus. Das ist Gift. Beide betreibt man deswegen sinnvollerweise mit einem Pufferspeicher zusammen. Damit werden beispielsweise die 1000l Inhalt aufgeheizt. Von diesem Pufferspeicher aus wird dann die Heizung über einen Mischerkreis betrieben. Damit erreicht man eine saubere witterungsgeführte Heizungsregelung. Und auf der anderen Seite erreicht man lange Betriebszeiten für WP und Pelletkessel. Sie laufen 1-2 Stunden am Stück und bleiben dann wieder lange aus. Solar oder Photovoltaik kann man zusätzlich anschließen. Letzteres kann man natürlich bei einer WP selber verbrauchen. Die EVU- Abschaltungen bei einem Wärmepumpentarif werden damit ebenfalls überbrückt. An den Pufferspeicher kann dann auch die Warmwasserbeitung über eine Frischwasserstation angeschlossen werden. Spart in Mehrfamilienhäusern mit zentraler WW- Bereitung unter Umständen die Legionellenkontrollen, wenn die Wassermengen in der WW- und Zirkulationsleitung eingehalten werden.

me3

#445993

Hausdoc

Green Cottage,
22.05.2021, 22:29:38

@ neanderix

Heizung leckt

> > Eine Pelletheizung ist keine vollautomatische Heizung.
>
> Das erklär doch bitte mal etwas näher.
> Ich b in bisher davon ausgegangen, dass ich b ei einer modernen
> Pelletanlage außer der Beschickung des Bunkers mit pellets keine manuellen
> eingriffe habe.
In der Theorie.
Anlagenausfälle wegen fehlerhafter Austragung / Pellettransport hab ich wöchentlich.
Dann verstauben Lichtschranken, Glutbettfühler bleiben hängen usw.

Ein Pelletkessel ist nichts für Senioren bzw Leute die handwerklich vollkommen talentfrei sind.

--
Gruß Hausdoc

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#445817

me3

Dohma,
15.05.2021, 19:39:25

@ peter312

Heizung leckt

Einen neuen Speicher daneben stellen, ist problemlos möglich. Stehende Speicher sind sowieso effizienter. Aber gleich auch die schwarzen Schläuche zwischen Kessel und Speicher mit wechseln, wenn die noch verbaut sind.
Wegen dem Umbau. Wie hast du aktuell die Heizkurve am Regler eingestellt? Oder hat dein Heizungsbauer deine Heizflächen im Rahmen des Umbaues mal nachgerechnet? Oftmals wurden damals die Heizflächen größer ausgelegt als notwendig. Da kannst du die Heizkurve niedriger einstellen. Es gibt auch Wärmepumpen, die höhere Vorlauftemperaturen erreichen, als 55°C. Dimplex zum Beispiel oder Mitsubishi.

me3

#445991

peter312

22.05.2021, 22:26:23

@ me3

Heizung leckt

> Einen neuen Speicher daneben stellen, ist problemlos möglich. Stehende
> Speicher sind sowieso effizienter.
Ist gemacht.

> Wegen dem Umbau. Wie hast du aktuell die Heizkurve am Regler eingestellt?
Das müsste ich mal genau prüfen - ist aber momentan eh bisschen verstellt alles und im Sommer eh ausgeschaltet.

> Oder hat dein Heizungsbauer deine Heizflächen im Rahmen des Umbaues mal
> nachgerechnet?
Noch nicht - die Planung ist in einer frühen Phase.

> Oftmals wurden damals die Heizflächen größer ausgelegt
Das ist wohl war.
Die 2 größten Räume hier haben gerade mal 20m² aber einen Radiator von 2,5m Länge.
In den kleineren Räumen sind mindestens 1,20m Radiatoren verbaut, in der 16m² Küche sogar 2 davon.

> Es gibt auch Wärmepumpen, die höhere Vorlauftemperaturen erreichen, als 55°C.
> Dimplex zum Beispiel oder Mitsubishi.
Da werd' ich mich beraten lassen - von unterschiedlichen Firmen.

--
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#446015

me3

Dohma,
23.05.2021, 13:43:30

@ peter312

Heizung leckt

Noch ein Tip. Ablösung von ÖL/ Gasheizwertheizung durch Umbau auf Wärmepumpe wird zur Zeit mit etwa 30 Prozent gefördert. Nicht nur die neue Anlage, sondern der gesamte Umbau. also auch, wenn du den Heizraum ändern musst. Mach dich dazu am besten vor den Angeboten schlau.

me3

#446016

Hausdoc

Green Cottage,
23.05.2021, 13:49:50

@ me3

Heizung leckt

> Noch ein Tip. Ablösung von ÖL/ Gasheizwertheizung durch Umbau auf
> Wärmepumpe wird zur Zeit mit etwa 30 Prozent gefördert. Nicht nur die
> neue Anlage, sondern der gesamte Umbau. also auch, wenn du den Heizraum
> ändern musst. Mach dich dazu am besten vor den Angeboten schlau.


Der Hinweis ist zwar richtig...... aber die Förderung gibts erst nach 1 Jahr, wenn ein bestimmter, vorgegebener COP eingehalten wird. Wir haben einige Anlagen, die diese Werte nicht eingehalten haben -> Keine Förderung-> Kunde stinkig-> trotz Nachbesserung/Überprüfung dur Hersteller keine Besserung.


Der Antrag muss vor Beginn der Maßnahmen erfolgen ( mit Nachweis)

--
Gruß Hausdoc

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#446021

me3

Dohma,
23.05.2021, 14:53:02

@ Hausdoc

Heizung leckt

Ich habe nichts zu den Förderbedingungen gesagt. Ich habe sogar geschrieben, dass er sich vorher schlau machen soll.
Das die Einhaltung des COP kontrolliert wird, finde ich sogar richtig. Es tummeln sich genug schwarze Schafe im Markt, die versprechen aber nicht halten. Allerdings kommt es auch auf die richtige Einstellung des Kompressors an. Und genau da versagen viele "Fachfirmen". Die stellen nämlich die WP in den Keller schalten an und dann war es das. Oder es werden gleich gravierende Fehler beim Errichten eingebaut. Zum Beispiel die Leitung zwischen Innen- und Außengerät ist falsch dimensioniert. Oder die Solebohrung versaut. Alles schon erlebt.
Der Kunde wundert sich dann, warum der Stromverbrauch so hoch ist.

me3

#446039

Hausdoc

Green Cottage,
23.05.2021, 20:25:26

@ me3

Heizung leckt

> Das die Einhaltung des COP kontrolliert wird, finde ich sogar richtig. Es
> tummeln sich genug schwarze Schafe im Markt, die versprechen aber nicht
> halten.

Es werden aber COP verlangt, die z.b. mit Luftwärmepumpen nicht einzuhalten sind. Man vertaut den geschönten Angaben der Hersteller

--
Gruß Hausdoc

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#446045

me3

Dohma,
23.05.2021, 22:09:06

@ Hausdoc

Heizung leckt

Das ist eine pauschale Aussage. Die musst du schon mit Werten hinterlegen.

me3

#445826

zack

16.05.2021, 11:11:25

@ peter312

Heizung leckt

> So ist es mit der Heizungsfirma grob geplant. Umbau ist nächste Woche
> Dienstag. Nun mache ich mir aber Gedanken, ob das mit dem austretendem
> Wasser trotz geschlossenem Kaltwasserhahn noch so klappen kann.

Klappen? Das Leck im System hat verkackt, wenn es beseitigt wird.

Wie nun die Leitungen und Pumpe/Pumpen sind, kann man aus der Ferne nicht sagen. Es hört sich so an, als würde mit der angeschalteten Pumpe Wasser aus dem System gepumpt. Das sollte man nicht ausschöpfen. Sollte ein Leck zwischen Brauchwasser und Heizungswasser sein, so hätte man das schon gemerkt. Und selbst wenn - es wäre im Heizungskeller und lokalisierbar und zu beseitigen.

Ich wäre da auch nicht zu eilig mit dem weg vom Öl. Heizleistung runternehmen kann man, wenn die Isolierung erfolgreich verbessert wurde. Baujahr 73 - da gibt es noch viel zu entdecken!  :-P

--
Der Kapitalismus kennt keine Kosten - nur Umsätze.


Man kann hinkommen, wo immer man will - egal wie lange es dauert.

#445951

me3

Dohma,
21.05.2021, 21:50:51

@ zack

Heizung leckt

Die alte Heizung lassen, geht nicht mehr. Das GEG als Nachfolger der Enev schreibt einen Kesseltausch nach 30 Jahren vor. Bei BJ 1973 sind das ein paar Jahre mehr. Kontrolliert wird das durch den Schornsteinfeger.

me3

#445990

peter312

22.05.2021, 22:19:34

@ me3

Heizung leckt

> Die alte Heizung lassen, geht nicht mehr. Das GEG als Nachfolger der Enev
> schreibt einen Kesseltausch nach 30 Jahren vor. Bei BJ 1973 sind das ein
> paar Jahre mehr. Kontrolliert wird das durch den Schornsteinfeger.
>
> me3

Nee, das Haus ist von 1973. Die Heizung "erst" von 1984. Der Schornsteinfeger hat dazu bisher nichts gesagt.

--
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#445989

peter312

22.05.2021, 22:17:45

@ zack

Heizung leckt

> Klappen? Das Leck im System hat verkackt, wenn es beseitigt wird.
Hat sich nun gezeigt, dass das Leck tatsächlich "nur" den Brauchwasser-Speicher betroffen hat. Nun ist ein Neuer daneben gestellt und angeschlossen und Wasser tritt nicht mehr aus. Ich hatte halt die Befürchtung, dass eventuell noch mehr schadhaft sein könnte, denn wie gesagt, bei laufender Umwälzpumpe trat weiter Wasser aus, obwohl der Kaltwasserhahn zu war. Aber wer weiß, die ganze Isolierung war ja vollgesogen, und vielleicht war das der Anlass.

> Ich wäre da auch nicht zu eilig mit dem weg vom Öl. Heizleistung
> runternehmen kann man, wenn die Isolierung erfolgreich verbessert wurde.
Naja, ich bin halt so'n Rot-Grün versiffter Alt-68er - da geht Öl als neues System gar nicht!  :-D  :-P
Aber ich weiß, ne neue Brennwertheizung rein plus Schornstein bisschen aufmotzen wär am einfachsten.

> Baujahr 73 - da gibt es noch viel zu entdecken!  :-P

Oh ja, jede Menge!  :-D

--
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#446017

me3

Dohma,
23.05.2021, 14:01:40

@ peter312

Heizung leckt

> Ich hatte halt die
> Befürchtung, dass eventuell noch mehr schadhaft sein könnte, denn wie
> gesagt, bei laufender Umwälzpumpe trat weiter Wasser aus, obwohl der
> Kaltwasserhahn zu war. Aber wer weiß, die ganze Isolierung war ja
> vollgesogen, und vielleicht war das der Anlass.

Normalerweise ist dir Ursache von solchen Schäden eine mangelhafte Kontrolle der Opferanode. Wenn die verbraucht ist, wird der Behälter angegriffen und rostet durch. Entweder die Heizschlange oder die Gewinde vom Kalt- und Warmwasser.
Bei den liegenden Speichern von Wolf ist die Anode im Reinigungsflansch. Zur Kontrolle muss der Speicher zu 3/4 entleert werden. Das wird sehr oft vernachlässigt.
Wenn dein neuer Speicher eine Emaillierung als Korrosionsschutz hat, muss auch bei dem nach spätestens 2 Jahren die Anode kontrolliert werden. Achte mal dadrauf, ob das gemacht wird.

> > Ich wäre da auch nicht zu eilig mit dem weg vom Öl. Heizleistung
> > runternehmen kann man, wenn die Isolierung erfolgreich verbessert wurde.
> Naja, ich bin halt so'n Rot-Grün versiffter Alt-68er - da geht Öl als
> neues System gar nicht!  :-D  :-P
> Aber ich weiß, ne neue Brennwertheizung rein plus Schornstein bisschen
> aufmotzen wär am einfachsten.

Genehmigung für eine neue Ölheizung gibt es nur noch, wo kein anderes Heizmedium möglich ist. Und im laufenden Betrieb kommt die jährlich steigende CO² Umlage dazu. Siehe hier. Es macht keinen Sinn, am Heizöl festzuhalten, wenn es andere Möglichkeiten gibt.
Die derzeit sinnvollste Heizung ist WP oder Holz in allen Varianten mit Pufferspeicher und idealerweise Photovoltaik oder Solarheizung.

me3

#446023

Hey_Joe zur Homepage von Hey_Joe

71229 Leonberg,
23.05.2021, 15:12:41

@ me3

Heizung leckt

> Genehmigung für eine neue Ölheizung gibt es nur noch, wo kein anderes
> Heizmedium möglich ist. Und im laufenden Betrieb kommt die jährlich
> steigende CO² Umlage dazu. Siehe
> hier. Es macht
> keinen Sinn, am Heizöl festzuhalten, wenn es andere Möglichkeiten gibt.
> Die derzeit sinnvollste Heizung ist WP oder Holz in allen Varianten mit
> Pufferspeicher und idealerweise Photovoltaik oder Solarheizung.
>
> me3

Wie sinnvoll ist es denn, eine Gasheizung in einem Mehrfamilienhaus durch eine Pelletheizung zu ersetzen?
Bei der Gasheizung muss die komplette Heizanlage ersetzt werden und bei dieser Gelegenheit wurde durch einen der Eigentümer angedacht, diese komplett durch Pellet zu ersetzen.

--
[image]

#446032

me3

Dohma,
23.05.2021, 19:40:06

@ Hey_Joe

Heizung leckt

Wie sinnvoll das ist, muss der/ die Hauseigentümer entscheiden, wenn Betriebskosten immer weiter steigen. Schau dir an, wie der Benzinpreis zum 1. Januar gestiegen ist. Die Bundesregierung hat nun mal die CO² Bepreisung eingeführt. Auf alle fossilen Brennstoffe.
Bei dem von dir genannten MFH muss da die gesamte Heizung gewechselt werden oder nur der Heizkessel und eventuell die WW- Bereitung? Selbst in diesem Fall muss man überlegen, ob man nur eine neue Gas- Brennwertheizung einbaut oder doch mehr investiert. Am besten spielt man das mit einem unabhängigen Energieberater oder der Heizungsfirma des Vertrauens durch.
Wir haben eine Eigentumswohnung in einem 4- Familienhaus. Das ist von 1997. Auch bei uns steht auf absehbare Zeit der Kesseltausch an. Ich stehe da noch etwas auf der Bremse, da der Kessel immer noch einwandfrei funktioniert. Profan eine Brennwertheizung einzubauen, wird auf lange Sicht gesehen teuer. Es wird wohl mindestens Solarheizung dazu kommen. Mir wäre es lieber, wir bauen auf eine Wärmepumpe um. Unsere Wohnung hätte ich schnell auf die niedrigen Vorlauftemperaturen umgebaut. Sind eh nur noch 3 Heizkörper. Das andere ist Fußbodenheizung.
Ich kenne durch meine Arbeit einen Energieberater recht gut. Mit dem will ich das im Vorfeld alles mal durch spielen.

me3

#446066

Hey_Joe zur Homepage von Hey_Joe

71229 Leonberg,
24.05.2021, 15:08:09

@ me3

Heizung leckt

> Wie sinnvoll das ist, muss der/ die Hauseigentümer entscheiden, wenn
> Betriebskosten immer weiter steigen. Schau dir an, wie der Benzinpreis zum
> 1. Januar gestiegen ist. Die Bundesregierung hat nun mal die CO²
> Bepreisung eingeführt. Auf alle fossilen Brennstoffe.

Das ist ein Argument.

> Bei dem von dir genannten MFH muss da die gesamte Heizung gewechselt werden
> oder nur der Heizkessel und eventuell die WW- Bereitung? Selbst in diesem
> Fall muss man überlegen, ob man nur eine neue Gas- Brennwertheizung
> einbaut oder doch mehr investiert.

Das sind 2 MFH mit je 12 WE. Alles jedoch Eigentumswohnungen.
Da muss die komplette Heizung ausgewechselt werden.

> Am besten spielt man das mit einem
> unabhängigen Energieberater oder der Heizungsfirma des Vertrauens durch.
> Wir haben eine Eigentumswohnung in einem 4- Familienhaus. Das ist von 1997.
> Auch bei uns steht auf absehbare Zeit der Kesseltausch an. Ich stehe da
> noch etwas auf der Bremse, da der Kessel immer noch einwandfrei
> funktioniert. Profan eine Brennwertheizung einzubauen, wird auf lange Sicht
> gesehen teuer. Es wird wohl mindestens Solarheizung dazu kommen. Mir wäre
> es lieber, wir bauen auf eine Wärmepumpe um. Unsere Wohnung hätte ich
> schnell auf die niedrigen Vorlauftemperaturen umgebaut. Sind eh nur noch 3
> Heizkörper. Das andere ist Fußbodenheizung.

Hier bei uns ist ein Gasanschluss für die jetzige Heizanlage vorhanden.
Kaum ein Eigentümer möchte jetzt auf Pellets umstellen. Wer soll das auch bedienen?


> Ich kenne durch meine Arbeit einen Energieberater recht gut. Mit dem will
> ich das im Vorfeld alles mal durch spielen.

Wir hatten hier auch mal eine Energieberaterin hier. (Vom Land BW)
Aber die wollte gleich einen günstigen Kredit für den Umbau mit verkaufen.

Ich hoffe, dass die Gemeinschaft sich für (weiterhin) Gas entscheidet.
>
> me3

Und danke für deine Einschätzung!

Gruß,
Jochen

--
[image]

#446068

me3

Dohma,
24.05.2021, 17:26:43

@ Hey_Joe

Heizung leckt

> Das sind 2 MFH mit je 12 WE. Alles jedoch Eigentumswohnungen.
> Da muss die komplette Heizung ausgewechselt werden.

Dann ist das vom Grunde her die selbe Situation wie bei uns, nur das wir ein 4- Familienhaus sind. Mit der Pelletheizung gebe ich dir Recht. Sowas würde auch bei uns nicht inFrage kommen. Sinnvoll wäre zum Beispiel eine bivalente Heizung aus Wärmepumpe und Brennwertkessel als Spitzenlastgerät. Eine Luftwärmepumpe funktioniert bis etwa 4°C Außentemperatur und 55°C Heizungvorlauf. Für alle höheren Temperaturen ist der Gaskessel. Für die Wärmepumpe kommt ein Pufferspeicher. Damit kann man einen Wärmepumpentarif nehmen und die EVU Abschaltungen überbrücken. Wobei es von Dimplex und Mitsubishi Geräte gibt, die bis 65°C bzw 75°C Vorlauf funktionieren. Da kann auf den Gaskessel verzichtet werden (Gasgrundgebühr entfällt).
Meist wird in den alten Bundesländern das warme Wasser über einen DLE bereitet. Damit braucht das nicht berücksichtigt werden.
Ich würde mich an Stelle der Eigentümer nach einem fähigen Energieberater umsehen. Der kann das Konzept erstellen und durchrechnen. Über mögliche Förderungen weiß der auch Bescheid.

me3

#446092

Hey_Joe zur Homepage von Hey_Joe

71229 Leonberg,
25.05.2021, 19:21:10

@ me3

Heizung leckt

> > Das sind 2 MFH mit je 12 WE. Alles jedoch Eigentumswohnungen.
> > Da muss die komplette Heizung ausgewechselt werden.
>
> Dann ist das vom Grunde her die selbe Situation wie bei uns, nur das wir
> ein 4- Familienhaus sind. Mit der Pelletheizung gebe ich dir Recht. Sowas
> würde auch bei uns nicht inFrage kommen. Sinnvoll wäre zum Beispiel eine
> bivalente Heizung aus Wärmepumpe und Brennwertkessel als
> Spitzenlastgerät. Eine Luftwärmepumpe funktioniert bis etwa 4°C
> Außentemperatur und 55°C Heizungvorlauf. Für alle höheren Temperaturen
> ist der Gaskessel. Für die Wärmepumpe kommt ein Pufferspeicher. Damit
> kann man einen Wärmepumpentarif nehmen und die EVU Abschaltungen
> überbrücken. Wobei es von Dimplex und Mitsubishi Geräte gibt, die bis
> 65°C bzw 75°C Vorlauf funktionieren. Da kann auf den Gaskessel verzichtet
> werden (Gasgrundgebühr entfällt).
> Meist wird in den alten Bundesländern das warme Wasser über einen DLE
> bereitet. Damit braucht das nicht berücksichtigt werden.
> Ich würde mich an Stelle der Eigentümer nach einem fähigen
> Energieberater umsehen. Der kann das Konzept erstellen und durchrechnen.
> Über mögliche Förderungen weiß der auch Bescheid.
>
> me3

Mir ist noch ein Hindernis eingefallen:
Hier ist ein Raum vorhanden, wo die alten Öltanks drin sind. Diese müssen ausgebaut werden, was bezahlbar ist.
Dann ist der relativ große Raum leer.
Und dort sollen die Pellets rein.
Hmh.
Wie ist das dann mit der Feuchtigkeit?
Wie ist das dann mit der Brandschutzverordnung?
So ein Raum müsste doch sicherlich sehr aufwändig präpariert werden?

Ich denke gerade: Kosten ohne Ende!

Gruß,
Jochen

--
[image]

#446093

me3

Dohma,
25.05.2021, 20:02:00

@ Hey_Joe

Heizung leckt

Brandschutz sehe ich eher weniger Probleme. Vorher war schließlich Heizöl gelagert. Da sehe ich auch aus Umweltgründen Heizöl erheblich gefährlicher.
Die Öltanks müssen so weit wie möglich leer geheizt werden. Alles was abgesaugt wird ist teurer Sondermüll. Die Tanks auch.
Bei Pellets muss man beachten, dass die nicht zu feucht lagern. Außerdem soll das Lager so berechnet sein, das nach spätestens 14 Monaten alles verbraucht ist. Die Pellets sind ohne chemische Mittel gepresst und fangen nach dieser Zeit an, zu zerfallen.

me3

#446094

Adi G.

26.05.2021, 08:47:51

@ me3

Heizung leckt

> > Das sind 2 MFH mit je 12 WE. Alles jedoch Eigentumswohnungen.
> > Da muss die komplette Heizung ausgewechselt werden.
>
> Dann ist das vom Grunde her die selbe Situation wie bei uns, nur das wir
> ein 4- Familienhaus sind. Mit der Pelletheizung gebe ich dir Recht. Sowas
> würde auch bei uns nicht inFrage kommen.

> Sinnvoll wäre zum Beispiel eine
> bivalente Heizung aus Wärmepumpe und Brennwertkessel als
> Spitzenlastgerät.
Klingt ja hochinteressant! Inwieweit wäre denn eine Brennwertkesselheizung
Vitoladens von Vießmann von 2008 da integrierbar? Könnte man da so eine
Luftwärmepumpe mit dranhängen? Die müsste man dann, denke ich,
mit einer Solaranlage koppeln, um ein rentables Arbeiten zu bewerkstelligen.
> Eine Luftwärmepumpe funktioniert bis etwa 4°C
> Außentemperatur und 55°C Heizungvorlauf. Für alle höheren Temperaturen
> ist der Gaskessel.
> oder in meinem Fall Brennwertkessel (Öl) Für die Wärmepumpe kommt ein Pufferspeicher. Damit
> kann man einen Wärmepumpentarif nehmen und die EVU Abschaltungen
> überbrücken. Wobei es von Dimplex und Mitsubishi Geräte gibt, die bis
> 65°C bzw 75°C Vorlauf funktionieren. Da kann auf den Gaskessel verzichtet
> werden (Gasgrundgebühr entfällt).
> Meist wird in den alten Bundesländern das warme Wasser über einen DLE
> bereitet. Damit braucht das nicht berücksichtigt werden.
> Ich würde mich an Stelle der Eigentümer nach einem fähigen
> Energieberater umsehen. Der kann das Konzept erstellen und durchrechnen.
> Über mögliche Förderungen weiß der auch Bescheid.
>
> me3

LG

Adi

--
CADDY der bessere VW-Bus!

"Gerade das Unvollkommene bedarf unserer besonderen Liebe" frei uminterpretiert nach Oscar Wilde

Ich war dabei, bei 3 historischen Netz-Treff Treffen, die
insgesamt vom Freitag, den 25.6.2010 bis Sonntag, den 27.6.2010
in Bad Emstal und vom Freitag, den 17.06.2011 bis zum Sonntag den 19.06.2011 in Altdorf b. Nürnberg und vom Freitag, den 15.06.2012 bis zum Sonntag, den 17.06.2012 in Eisenach, dauerten.

Reparieren, Elektroschrott vermeiden!
www.repaircafe-altdorf.de

ACHTUNG! Wer zu weit nach Rechts abkommt, landet im Straßengraben!

Auch der Kluge macht Fehler, nur der Dumme lernt daraus nicht.

Deine Apotheke um die Ecke: gut beraten und gut behütet!

#446109

me3

Dohma,
26.05.2021, 18:48:42

@ Adi G.

Heizung leckt

Hallo Adi

ich kann mich noch gut an deinen Umbau auf den neuen Kessel erinnern.  :smoke: @Hausdoc müsste doch deine Anlage kennen? Er kann dir da bestimmt genaueres sagen.
Grundsätzlich kann man eine Wärmepume mit einem Ölbrennwertkessel kombinieren. Du brauchst aber Platz zum Aufstellen. Zum Betrieb einer Wämepumpe brauchst du einen Pufferspeicher. Damit erreichst du lange Laufzeiten und kannst die EVU Abschaltzeiten überbrücken. Dein Ölkessel springt ab dem Moment ein, wo die Vorlauftemperaturen der Wärmepumpe nicht mehr ausreichen. Es sind einige Sachen für den Betrieb notwendig. Zum Beispiel muss auch der Schallpegel der Außenanlage beachtet werden. Das beste ist mit einem Energieberater darüber zu reden oder mit einem Heizungsbauer deines Vertrauens. Letzterer sollte auch unbedingt schon WP- Anlagen gebaut haben, damit er weiß, wovon er spricht.
Eine Solarheizung kann mit an den Puffer angeschlossen werden. Aus energetischer Sicht ist eine Photovoltaikanlage günstiger. Den erzeugten Strom kannst du für den Betrieb selber verwenden. Das ist aber alles auch nicht billig.

me3

#446110

Hausdoc

Green Cottage,
26.05.2021, 20:04:01

@ Adi G.

Heizung leckt

> Klingt ja hochinteressant! Inwieweit wäre denn eine
> Brennwertkesselheizung
> Vitoladens von Vießmann von 2008 da integrierbar? Könnte man da so eine
> Luftwärmepumpe mit dranhängen?

Kann man...... macht nur wirtschaftlich so gar keinen Sinn. Die Luftwärmepumpe würde nur in den Sommermonaten Warmwasser bereiten. Wieviel Öl brauchst du im Sommer? Was kostet eine Luftwärmepumpe ? Da müsste die Wärmepumpe schon 100 Jahre fehlerfrei durchlaufen - und dann sind die Kosten erst gedeckt ( und nichts eingespart)

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Gruß Hausdoc

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#446048

Hausdoc

Green Cottage,
23.05.2021, 22:49:57

@ Hey_Joe

Heizung leckt

> Wie sinnvoll ist es denn, eine Gasheizung in einem Mehrfamilienhaus durch
> eine Pelletheizung zu ersetzen?
Wirtschaftlich durch den Eigentümer sehr. 45% werden hier gefördert - für die Gesamtmaßnahme. Also auchz.b. für notwendige Brandschutzmaßnahmen ( wie weit dieses Thema ausgeweitet wird, wird nicht geprüft) . Oder Außenanlagen befestigen ( damit der Pellet LKW zum Silo/Bunker kommt)

In der Praxis bzw bezogen auf umlegbare Wartungskosten ist es für die Mieter wenig interessant

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Gruß Hausdoc

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#446025

peter312

23.05.2021, 15:28:07

@ me3

Heizung leckt

> Es macht> keinen Sinn, am Heizöl festzuhalten, wenn es andere Möglichkeiten gibt.
> Die derzeit sinnvollste Heizung ist WP oder Holz in allen Varianten mit
> Pufferspeicher und idealerweise Photovoltaik oder Solarheizung.

Genau so sehe ich das auch.  ;-)

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Situs vilate in isset ab ernit  :-P

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