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#438914

RoyMurphy

Tübingen,
06.05.2020, 15:14:50
(editiert von RoyMurphy, 06.05.2020, 15:15:53)

Hätte Obama-Care Leben gerettet? (ed) (ot.politik)

Na, Mr. President, wäre: "Health Care first!" nicht besser gewesen als der viel kritisierte Wahlspruch von den primären USA?

Studie aus New York: Nahezu alle Krankenhauspatienten mit COVID-19 litten an einer Vorerkrankung - Ergänzung: ... welche mit einer ordentlichen Krankenversicherung zumindest in einen weniger hohen Risikobereich hätten therapiert werden können.
Denn wie sollte sich das einfache Volk eine Behandlung leisten können, wenn ein Hotelbett günstiger ist als ein Krankenhausaufenthalt?

--
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 :-) Grüße aus Tübingen

Reinhard


Möge die Corona-Maskerade bald enden:
Das Gesicht verrät die Stimmung des Herzens.
Dante Alighieri
Quelle: zitate.de

#438923

zack

06.05.2020, 20:21:46

@ RoyMurphy

Hätte Obama-Care Leben gerettet?

> Na, Mr. President, wäre: "Health Care first!" nicht besser gewesen als der
> viel kritisierte Wahlspruch von den primären USA?
>
Ich will jetzt nicht sagen, dass mir die Toten und Kranken dort egal wären, das ist auch nicht so.

Aber die Frage erreichte mich nicht wirklich. Was in oder für die USA besser wäre - warum soll ich mir dazu eine Meinung bilden?

Mit religiösen Worten hieße das, entweder Gott korrigieren zu wollen (die Amis haben ihn gewählt und stehen weitgehend dazu) oder den Teufel korrigieren zu wollen (Sicht des überwiegenden Restes der Welt). Das ist auch unreligiös betrachtet so.

Ich erinnere mich auch, dass Jörg Blech in einem seiner Bücher zum Thema Gesundheit eine Studie in den USA anführte, die ergab, dass im Vergleich billigst Krankenversicherte gesünder waren als Luxusversicherte und Unversicherte. Das muss man erst mal sacken lassen. Und - wo ist dann die Nase, an die man fassen müsste? Genau, zwischen den Augen.

Wobei mir klar ist, dass unser teures Gesundheitssystem in der aktuellen Lage vieles aufgefangen hat und auch angemessen und flexibel reagiert hat. Dass es ohne Krankheiten und deren Behandlung nicht klar kommt, klingt an dieser Stelle zynisch, ist aber trotzdem meine Meinung. Ein gesunder Patient ist eine ökomomische Katastrophe.

--
Der Kapitalismus kennt keine Kosten - nur Umsätze.


Man kann hinkommen, wo immer man will - egal wie lange es dauert.

#438924

RoyMurphy

Tübingen,
06.05.2020, 20:25:23

@ zack

Hätte Obama-Care Leben gerettet?

> Wobei mir klar ist, dass unser teures Gesundheitssystem in der aktuellen
> Lage vieles aufgefangen hat und auch angemessen und flexibel reagiert hat.
> Dass es ohne Krankheiten und deren Behandlung nicht klar kommt, klingt an
> dieser Stelle zynisch, ist aber trotzdem meine Meinung. Ein gesunder
> Patient ist eine ökomomische Katastrophe.

Ganz recht! Denn wie heißt die Devise: "Vom Arzt allein wird man nicht krank - die Natur muss mithelfen!"
Doch irgendwie haben das die Chinesen "etwas übertrieben".

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#438926

zack

06.05.2020, 20:38:12
(editiert von zack, 06.05.2020, 20:38:59)

@ RoyMurphy

Hätte Obama-Care Leben gerettet? (ed)

> Ganz recht! Denn wie heißt die Devise: "Vom Arzt allein wird man nicht
> krank - die Natur muss mithelfen!"
> Doch irgendwie haben das die Chinesen "etwas übertrieben".

An dieser Stelle verstecke ich doch mal einen bösen Kommentar zu Boris Johnson.

Ich las die Tage, dass sich seine Ärzte auf die Meldung seines Todes vorbereitet hatten.

Böser Kommentar: Das haben sie nicht gut genug gemacht!  :teufel:

Bezug: https://www.sat1.de/news/politik/aerzte-bereiteten-sich-auf-den-tod-von-boris-johnson-vor-108796

Ich hätte mich nicht gefreut. Aber haben Ärzte in dieser Krisenzeit nichts anderes zu tun?!  :hau:

--
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#438927

RoyMurphy

Tübingen,
06.05.2020, 20:45:06

@ zack

Hätte Obama-Care Leben gerettet?

> An dieser Stelle verstecke ich doch mal einen bösen Kommentar zu Boris
> Johnson.
>
> Ich las die Tage, dass sich seine Ärzte auf die Meldung seines Todes
> vorbereitet hatten.
>
> Böser Kommentar: Das haben sie nicht gut genug gemacht!  :teufel:
>
> Bezug:
> https://www.sat1.de/news/politik/aerzte-bereiteten-sich-auf-den-tod-von-boris-johnson-vor-108796
>
> Ich hätte mich nicht gefreut. Aber haben Ärzte in dieser Krisenzeit
> nichts anderes zu tun?!  :hau:

Die 154 verstorbenen Mediziner hätten mit entsprechender Schutzkleidung das britische Desaster zumindest mildern können, aber man hat sie ja in Unterschätzung der Breitbandgefährlichkeit des Covid-2-Erregers verrecken lassen. Dass sie wegen Vorerkrankungen sowieso gestorben wären, darf man wohl entschieden zurückweisen.

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#438928

Howie

06.05.2020, 20:45:58

@ zack

Hätte Obama-Care Leben gerettet?

> > Ganz recht! Denn wie heißt die Devise: "Vom Arzt allein wird man nicht
> > krank - die Natur muss mithelfen!"
> > Doch irgendwie haben das die Chinesen "etwas übertrieben".
>
> An dieser Stelle verstecke ich doch mal einen bösen Kommentar zu Boris
> Johnson.
>
> Ich las die Tage, dass sich seine Ärzte auf die Meldung seines Todes
> vorbereitet hatten.
>
> Böser Kommentar: Das haben sie nicht gut genug gemacht!  :teufel:

Er hatte auf Grund seiner Position - das Vermögen lasse ich jetzt mal außen vor - das Glück gute Ärzte und eine Extra-Behandlung zu haben. Der Vater eines guten Freundes (Engländer) meines Sohnes ist wg. Covid 19 gestorben. Mehr möchte ich dazu nicht sagen...

--
Viele Grüße
Howie

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#438968

Hackertomm

08.05.2020, 17:45:16

@ RoyMurphy

Hätte Obama-Care Leben gerettet?

> Na, Mr. President, wäre: "Health Care first!" nicht besser gewesen als der
> viel kritisierte Wahlspruch von den primären USA?
>
> Studie
> aus New York: Nahezu alle Krankenhauspatienten mit COVID-19 litten
> an einer Vorerkrankung - Ergänzung: ... welche mit einer ordentlichen
> Krankenversicherung zumindest in einen weniger hohen Risikobereich hätten
> therapiert werden können.
> Denn wie sollte sich das einfache Volk eine Behandlung leisten können,
> wenn ein Hotelbett günstiger ist als ein Krankenhausaufenthalt?

Tja, da würde ich sagen im Zuge des Kapitalismus ist da jeder selber seines Glückes Schmied.
Denn Amerika ist alles, nur kein Sozialstaat, da muss jeder selber schauen, wo er bleibt.
Aber das ist typisch Ami, das sie mal an eine Vorsorge alá Private Krankenversicherung oder an größere Rücklagen denken, das haben da die wenigsten verinnerlicht.
Da lebt man volles Risiko und auf Pump und wenn die Blase platzt, sei es die Immobilienblase vor ein paar Jahren oder jetzt Corona.
Zu den jetzigen Zeiten sitzt man da schnell Arbeitslos auf der Straße, wenn es den Firmen schlecht geht.
Und ohne Job sind dann meist die eher spärlichen Reserven schnell verbraucht und als nächstes ist man die Wohnung los.
Da wäre wenigstens bei Obama Care etwas ins Sachen Krankenversicherung rumgekommen.
Aber ob das nun Leben rettet(e) oder nicht, dazu kenne ich das System zu wenig um mir da eine Meinung zu bilden!

--
[image]

#438969

RoyMurphy

Tübingen,
08.05.2020, 22:29:36

@ Hackertomm

Hätte Obama-Care Leben gerettet?

> > Denn wie sollte sich das einfache Volk eine Behandlung leisten können,
> > wenn ein Hotelbett günstiger ist als ein Krankenhausaufenthalt?
>
> Tja, da würde ich sagen im Zuge des Kapitalismus ist da jeder selber
> seines Glückes Schmied.
> Denn Amerika ist alles, nur kein Sozialstaat, da muss jeder selber schauen,
> wo er bleibt.
> Aber das ist typisch Ami, das sie mal an eine Vorsorge alá Private
> Krankenversicherung oder an größere Rücklagen denken, das haben da die
> wenigsten verinnerlicht.
> Da lebt man volles Risiko und auf Pump und wenn die Blase platzt, sei es
> die Immobilienblase vor ein paar Jahren oder jetzt Corona.

Die Amerikaner habe eben noch nie vom Prinzip "auf Gegenseitigkeit" gehört oder es nicht verstanden, dass Versicherungsbeiträge der Gesunden bzw. gesund Gebliebenen dazu dienen, die hohen Kosten ärztlicher oder klinischer Behandlung aufzufangen bzw. abzufedern.
Sogar Angehörige des amerikanischen Mittelstandes verzichten auf Untersuchungen oder Therapien, weil sie sich die Ausgaben dafür einfach nicht leisten können. Sogar in einem Film mit Bud Spencer und Terence Hill wurde das Thema Armut und Krankenfürsorge mal aufgegriffen.

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Dante Alighieri
Quelle: zitate.de

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