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#479834

Pahoo

bei Ingelheim,
19.06.2026, 17:43:04

Tchibo Preisgestaltung (ot.haushalt)

Eduscho Lungo Kräftig - 20 Kapseln -> 3,49€ -> €/kg 36,35

Eduscho Lungo Kräftig - 100 Kapseln -> 19,99€ -> €/kg 41,65

Soll hier der Verbraucher verar***t werden (kauf viele, wird's günstiger) oder ist es in Deutschland mit der Rechenkompetenz wirklich schon so schlimm?

--
Wenn du etwas so machst, wie du es seit zehn Jahren gemacht hast, dann sind die Chancen groß, dass du es falsch machst. (Charles Kettering)

#479839

Manfred H

19.06.2026, 18:07:42

@ Pahoo

Tchibo Preisgestaltung

Du stellst es aber auch nicht so ganz richtig dar.
Das sind ja die "Angebotspreise" (gut der 30Tage-Durchschnitt ist auch nicht anders).
Beim "reellen" Preis ist der 100 Pack günstiger.

Nimmt man halt fünf 20er. Aber klar man muss es merken.
Nach den Versandkosten habe ich jetzt nicht geschaut.

#479877

Pahoo

bei Ingelheim,
20.06.2026, 09:11:57

@ Manfred H

Tchibo Preisgestaltung

> Du stellst es aber auch nicht so ganz richtig dar.
> Das sind ja die "Angebotspreise" (gut der 30Tage-Durchschnitt ist auch
> nicht anders).
> Beim "reellen" Preis ist der 100 Pack günstiger.
>
> Nimmt man halt fünf 20er. Aber klar man muss es merken.
> Nach den Versandkosten habe ich jetzt nicht geschaut.

Ich weiß nicht, ob das "Angebotspreise" sind. Von durchgestrichenen Preisen daneben lasse ich mich nicht täuschen.

Mit 5 Einzelpackungen ist man jedenfalls etwa 13% günstiger.

--
Wenn du etwas so machst, wie du es seit zehn Jahren gemacht hast, dann sind die Chancen groß, dass du es falsch machst. (Charles Kettering)

#479882

cebe2004

20.06.2026, 10:52:57

@ Pahoo

ach ja, die Preisgestaltung

Verarscht und abgezogen werden wir doch überall. Da sind Bataillone von Werbestrategen mit beschäftigt. Da hast du als Verbraucher kaum eine Chance. Man müsste ständig das (gaaanz) klein gedruckte Lesen. Wer macht das, wer kann das?
Wir können davon ausgehen, dass in einem Supermarkt (oder auch bei Tchibo eben) nichts zufällig ist. Nicht die Musik, nicht die Platzierung. Kein Aufsteller steht zufällig da, wo er steht. Und Milka hat z.B. die neuen Gewichtsangaben so platziert, dass sie vom Karton der Verkaufsverpackung eben gerade so mal überdeckt wird. Wie gesagt, nichts ist Zufall.
Habe gestern bei Kaufland gesehen, dass in so einer "fix-für Salat" Tüte jetzt nur noch 8 anstatt früher 10g drin sind. Den Preis voher und nachher weiss ich nicht, aber lass mich mal raten.... Dass ind Centbeträge, aber trotdem 20% Unterschied! Ich werde immer stutzig, wenn sich die Verpackung leicht ändert. In dem Falle war sie dunkler als sonst und ich hatte den Vorgänger zufällig noch im Schrank.
Ich glaube, es war Frankreich. Da werden die Produkte, bei denen sich entweder der Preis oder der Inhalt geändert hat, farblich am Preisschild markiert. Warum kann Deutschland das nicht auch? Der Handel wird es von sich aus nicht tun.

#479885

Timbatuku

20.06.2026, 12:54:00

@ cebe2004

ach ja, die Preisgestaltung

> Man müsste ständig das (gaaanz) klein gedruckte Lesen. Wer macht
> das, wer kann das?

Falls du es überhaupt zu lesen bekommst!!! Vor einigen Jahren las ich ein Buch zum Thema Marktwirtschaft. Vieles davon habe ich wohl inzwischen vergessen, aber ein Satz blieb mir in Erinnerung: Diese oft zitierte "unsichtbare Hand des Marktes" (Adam Smith), die angeblich alles regelt, ohne dass sich eine höhere Instanz einmischen muss, diese Theorie funktioniert in der Praxis nur, wenn alle Marktteilnehmer über dieselben Informationen verfügen. Das ist eigentlich nie der Fall. Wir als Verbraucher sind selbstverständlich Marktteilnehmer, verfügen aber nur über einen Bruchteil der Informationen, welche die andere Seite hat. Wir haben auch so gut wie keine Möglichkeit, diese Informationslücke zu schließen. Insofern: Na klar werden wir verarscht. Es kann gar nicht anders sein.

> Warum kann Deutschland das nicht auch? Der Handel wird es von
> sich aus nicht tun.

Verbraucherschutz ist ein vollmundiges Versprechen, um Wähler zu gewinnen. Tatsächlich geschieht nicht viel auf dem Gebiet. Und wenn mal etwas unter dem Label "Verbraucherschutz" in die Welt gesetzt wird, dann ist es bei näherer Betrachtung viel mehr ein Instrument, um Steuern zu generieren (Stichwort: Zuckersteuer).

#479890

Manfred H

20.06.2026, 14:42:16

@ Timbatuku

ach ja, die Preisgestaltung

> Verbraucherschutz ist ein vollmundiges Versprechen, um Wähler zu gewinnen.
> Tatsächlich geschieht nicht viel auf dem Gebiet. Und wenn mal etwas unter
> dem Label "Verbraucherschutz" in die Welt gesetzt wird, dann ist es bei
> näherer Betrachtung viel mehr ein Instrument, um Steuern zu generieren
> (Stichwort: Zuckersteuer).

Genau, und wenn dann mal eine Strafe ausgesprochen wird, bekommt das nicht der Kunde als Entschädigung.
Der hat aber den Schaden bzw. bezahlt.

#479959

DUMIAU

21.06.2026, 14:17:48

@ cebe2004

ach ja, die Preisgestaltung

> Verarscht und abgezogen werden wir doch überall. Da sind Bataillone von
> Werbestrategen mit beschäftigt. Da hast du als Verbraucher kaum eine
> Chance. Man müsste ständig das (gaaanz) klein gedruckte Lesen. Wer macht
> das, wer kann das?
> Wir können davon ausgehen, dass in einem Supermarkt (oder auch bei Tchibo
> eben) nichts zufällig ist. Nicht die Musik, nicht die Platzierung. Kein
> Aufsteller steht zufällig da, wo er steht.

Die Hersteller zahlen sogar dafür das diese Aufsteller exakt dort stehen wo sie ihre Marketingleute stehen sehen wollen.
Und zb die 9,90€ Aktionsangebote für Bier usw verschiedener Großbrauereien sind über Jahre mit den Supermarktketten ausgehandelt, die könnten dir schon heute die Termine geben wann welches Bier zu diesem Preis als Angebot im Laden steht.
Was diese hochbezahlten Marketingleute dabei nicht bedacht hatten war das Kunden a) nicht blöd sind und so zum Angebot einkaufen das in Idealfall das Bier alle ist wenn das nächste 9,90 Angebot ansteht, ist dann halt eine andere Marke. Aber bei den Großbrauereien ist der Unterschied eh gering. Und b) hatten sie nicht bedacht das Getränkemärkte diese Marken aus dem Sortiment schmeissen weil sie kaum noch einer zum regulären Preis kauft. Bei uns in der Gegend findest du Franziskaner fast nur noch in Supermärkten, die Getränkehändler hatten sie nach der Sonderangebotsorgie, von der sie ausgeschlossen waren, schlicht ausgelistet. Ob diese Aktionen dann am Ende nicht das Gegenteil dessen bewirken als das was beabsichtigt war?

#479924

zack

21.06.2026, 08:43:53

@ Pahoo

Tchibo Preisgestaltung

> Soll hier der Verbraucher verar***t werden (kauf viele, wird's günstiger)
> oder ist es in Deutschland mit der Rechenkompetenz wirklich schon so
> schlimm?

Da der Preis doch einigermaßen lesbar am Angebot steht, stellt sich mir hier auch die Frage der Lesekompetenz. Ist doch transparenter als früher. Da es ein Lebensmittel ist, muss m.W.n. auch der Kilopreis (oder Gramm etc.) dabeistehen.

Und das Ganze war doch schon immer so. Die Hölle, als ich noch Markenwaschmittel kaufte. Wieiviel Kilo? Welche Dosierung? Furvchtbar. Mein Marke heutzutage heißt da "Denk mit" von DM. Keine Duftstoffe und Wäsche sauber - da ist mir der Preis fast zweitrangig.

Letzens war es auch beim LIDL klar ersichtlich. Die "einfachen" Käse waren für 150g und 400g im Angebot. Wegen des ausgezeichneten Kilopreises musste ich dann 3x150g mitnehmen. Passt mir als Singel auch besser mit der kleineren Verpackung. Wer lesen kann ...!!!

Und, ach ja, früher: Die Dose Eintopf 800ml Erbsen oder Linsen für 89ct. Da war es umgekehrt und krass billiger. Hälfte wegschmeissen wäre immer noch billiger gewesen ...

--
Der Kapitalismus kennt keine Kosten - nur Umsätze.


Man kann hinkommen, wo immer man will - egal wie lange es dauert.

#479925

Timbatuku

21.06.2026, 09:22:10

@ zack

Tchibo Preisgestaltung

> Da der Preis doch einigermaßen lesbar am Angebot steht,

Mit Betonung auf "einigermaßen". Tatsächlich steht der zugehörige Kilopreis, eigentlich zur Erleichterung des Vergleichs gedacht, so winzig klein am Regal, dass der Anbieter mit Recht darauf hoffen kann, dass die Mehrheit der Kunden es nicht wahrnimmt. Gerade so groß, dass der Rechtsvorschrift genügt wird. Dann kann man jede Kritik mit "selbst schuld" oder dem Hinweis auf fehlende Lesekompetenz zurückweisen.

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