Ansicht:   

#478493

Timbatuku

28.03.2026, 08:59:40

Ehegattensplitting (ot.politik)

Im Moment nimmt die Debatte über die Abschaffung des Ehegattensplittings wieder Fahrt auf. Wie es aussieht, ist nur noch die CSU dagegen. Ich hoffe, sie bleibt stark. Aber am Ende, so meine Befürchtung, ziehen die das durch. Dann bin ich mal gespannt, wer von den beiden bei der Bundestagswahl 2029 die größeren Verluste hinnehmen muss, Union oder SPD. Naja, bei den Sozen geht ja nicht mehr viel in Richtung unten.

#478497

sansnom

28.03.2026, 09:09:46

@ Timbatuku

Ehegattensplitting

Wenn dem so ist, dass selbst die CDU dafür wäre (?), dann
kannst du sehen, wie verzweifelt die sein müssen, irgendwoher
ans Geld zu kommen.
Die CSU aus dem "schönen Bayernland" ist ohnehin
lediglich an Bayern interessiert, der Rest san "Breiss'n",
also vollkommen wurscht !
Deine Freude hinsichtlich 2029 kann ich so ganz nicht
nachvollziehen .
Jede(r) kann sich ausmalen, was dann passiert..................
dann sind wir richtig am A**** !
Da winkt schon eine gewisse Person aus der Schweiz !

#478499

Timbatuku

28.03.2026, 09:39:09

@ sansnom

Ehegattensplitting

> Wenn dem so ist, dass selbst die CDU dafür wäre (?), dann
> kannst du sehen, wie verzweifelt die sein müssen, irgendwoher
> ans Geld zu kommen.

Stimmt. Die ebenfalls bereits diskutierte Mehrwertsteuererhöhung spricht dieselbe Sprache.

> Die CSU aus dem "schönen Bayernland" ist ohnehin
> lediglich an Bayern interessiert, der Rest san "Breiss'n",
> also vollkommen wurscht !

Auch dabei stimme ich dir zu. Aber wenn's sich mit meinen eigenen Interessen deckt, kann ich auch der Söder-Truppe mal applaudieren. Da schäme ich mich nicht.  :-D

> Deine Freude hinsichtlich 2029 kann ich so ganz nicht
> nachvollziehen .

Worauf basiert deine Annahme, ich würde mich über irgendwas "freuen"?

> Jede(r) kann sich ausmalen, was dann passiert..................
> dann sind wir richtig am A**** !
> Da winkt schon eine gewisse Person aus der Schweiz !

Da ist was dran! Aber wenn's so kommt, dann ist auch unser aktueller Bundeskanzler mit schuld, der einst versprach, die AfD halbieren zu können.

#478510

sansnom

28.03.2026, 13:15:04

@ Timbatuku

Ehegattensplitting

> Worauf basiert deine Annahme, ich würde mich über irgendwas "freuen"?

Habe ich reininterpretiert (dein letzter Satz über die "Sozen").
Aber letztlich stimmt es ja, leider........

#478498

Johann

28.03.2026, 09:28:20

@ Timbatuku

Ehegattensplitting

Weisst Du, was ich kurios finde? Die Wurzel des sog. Ehegattensplitting ist ja die 1934 vom NS-Regime eingeführte Zusammenveranlagung von Ehepaaren, um Frauen vom Arbeitsmarkt in die Rolle als Hausfrau zu drängen.
Zwar funktioniert das heute steuerrechtlich anders aber der ursprüngliche Ansatz besteht ja im Kern weiterhin.
Und wie ich diese Woche beim lateralen Betrachten von Bundestags-TV mitbekam, ist ausgerechnet Die Linke gegen die Abschaffung. O tempora o mores  :-D

--
Lass die Leute reden, die Hühner können's nicht.
(Alpöhi, Heidi 1952)

#478501

Timbatuku

28.03.2026, 09:57:40

@ Johann

Ehegattensplitting

> Die Wurzel des sog. Ehegattensplitting ist
> ja die 1934 vom NS-Regime eingeführte Zusammenveranlagung von Ehepaaren,
> um Frauen vom Arbeitsmarkt in die Rolle als Hausfrau zu drängen.

Es ist zwar "en vogue", die Nazis für alles mögliche verantwortlich zu machen, aber diese Aussage ist nicht so ganz zutreffend. Das Ehegattensplitting (die steuerliche Zusammenveranlagung von Ehepaaren) wurde schon 1891 mit dem preußischen Einkommensteuergesetz eingeführt. Da hieß es noch nicht so, war aber de facto dasselbe.

> Zwar funktioniert das heute steuerrechtlich anders aber der ursprüngliche
> Ansatz besteht ja im Kern weiterhin.

Mit "ursprünglichem Ansatz" meinst du, das Splitting hindert Frauen am Zutritt zum Arbeitsmarkt? Das wird ja von vielen Seiten immer wieder mal in die Diskussion geworfen, meiner Meinung nach hält das Argument aber einer Realitätsprüfung nicht stand. Richtig ist eher, dass durch die Abschaffung für manche der Verlust so hoch sein wird, dass die Frauen gezwungen werden, ganztags zu arbeiten. Arbeitszwang durch die Hintertür, so weit sind wir. Ich bin in dieser Sache eher liberal eingestellt. Jedes Paar und jede Familie sollte ihren Alltag so gestalten können, wie es ihnen gefällt. Ein Festhalten an der Zusammenveranlagung begründe ich damit, dass Eheleute rechtlich eine Erwerbs- und Wirtschaftsgemeinschaft darstellen. Ob beide Vollzeit arbeiten oder einer viel und der andere weniger oder gar nicht ist alles egal - sie wirtschaften zusammen und sollten deshalb auch zusammen besteuert werden. Unternehmen werden doch auch in Gänze besteuert und nicht jede Abteilung für sich.


> Und wie ich diese Woche beim lateralen Betrachten von Bundestags-TV
> mitbekam, ist ausgerechnet Die Linke gegen die Abschaffung. O tempora o
> mores  :-D

#478520

DUMIAU

29.03.2026, 14:07:46

@ Timbatuku

Ehegattensplitting

> Ein Festhalten an der Zusammenveranlagung begründe ich
> damit, dass Eheleute rechtlich eine Erwerbs- und Wirtschaftsgemeinschaft
> darstellen. Ob beide Vollzeit arbeiten oder einer viel und der andere
> weniger oder gar nicht ist alles egal - sie wirtschaften zusammen und
> sollten deshalb auch zusammen besteuert werden. Unternehmen werden doch
> auch in Gänze besteuert und nicht jede Abteilung für sich.

Spätestens wenn es darum geht Sozialleistungen zu beantragen werden die Behörden wieder darauf pochen das die Eheleute eine Erwerbs- und Wirtschaftsgemeinschaft darstellen. Oder kann dann ein Ehepartner bei Arbeitslosigkeit usw dann auch Bürgergeld oder andere Unterstützungsleistungen beantragen obwohl der Ehepartner ein hohes Nettoeinkommen hat? Wenn man bei Steuerzahlen keine Erwerbs- und Wirtschaftsgemeinschaft ist kann man das ja auch nichts ein wenn man unter gewissen Einkommensgrenzen liegt und deswegen gewisse Sozialleistungen beantragen könnte. Wenn Trennung der wirtschaftlichen Verhältnisse dann konsequent.  :devil:
Wie dem auch sei, die Zeichen mehren sich das die Politkasper in Berlin bis Oberkante Unterlippe in der braunen Masse stecken, aber auf die Idee unnütze Ausgaben zu streichen kommen sie nicht, denn davon profitieren sie ja selbst, direkt, indirekt oder einfach weil es ihren moralischen Kompass besänftigt

#478526

Timbatuku

29.03.2026, 15:32:33

@ DUMIAU

Ehegattensplitting

> Spätestens wenn es darum geht Sozialleistungen zu beantragen werden die
> Behörden wieder darauf pochen das die Eheleute eine Erwerbs- und
> Wirtschaftsgemeinschaft darstellen. Oder kann dann ein Ehepartner bei
> Arbeitslosigkeit usw dann auch Bürgergeld oder andere
> Unterstützungsleistungen beantragen obwohl der Ehepartner ein hohes
> Nettoeinkommen hat?

Guter Punkt!

> aber auf die Idee
> unnütze Ausgaben zu streichen kommen sie nicht,

Doch, darauf kommen sie. Nur gibt es noch keine Einigkeit darüber, was unnütz ist und was nicht. Nicht mal wir beide würden uns in dem Punkt einigen - da bin ich sicher. Wie sollen dann 630 Abgeordnete einig sein?

#478535

DUMIAU

29.03.2026, 19:03:05

@ Timbatuku

Ehegattensplitting

> > aber auf die Idee
> > unnütze Ausgaben zu streichen kommen sie nicht,
>
> Doch, darauf kommen sie. Nur gibt es noch keine Einigkeit darüber, was
> unnütz ist und was nicht. Nicht mal wir beide würden uns in dem Punkt
> einigen - da bin ich sicher. Wie sollen dann 630 Abgeordnete einig sein?

Vor allem wenn sie selbst von diesen Ausgaben profitieren, siehe Klingbeil dessen Frau ja anscheinend ein anständiges Gehalt bei der staatlich finanzierten NGO kassiert bei der sie Chefin ist

#478500

tacky zur Homepage von tacky

28.03.2026, 09:44:34
(editiert von tacky, 28.03.2026, 09:45:00)

@ Timbatuku

Ehegattensplitting (ed)

Na, endlich!
Das Ehegatttensplitting dient nur dazu Frauen in Abhängigkeit zu halten.
Ist klar, dass die meist besser verdienenden Männer diese Machtposition nicht aufgeben wollen.

Objektiv betrachtet fällt mir kein Argument dafür ein, aber so viele Argumente dagegen:
- Erwerbsarbeit von Frauen oder die Ausweitung der Arbeitszeit und die Gleichstellung wird behindert
- Teilzeitfalle: viele Mütter verbleiben in Teilzeit
- Frauen zahlen weniger in die eigene Renten- und Sozialversicherung -> Altersarmut
- größere Abhängigkeit im Krisenfall (z. B. Scheidung)

Viele Grüße
T@cky

#478502

Timbatuku

28.03.2026, 10:08:45

@ tacky

Ehegattensplitting

> Objektiv betrachtet fällt mir kein Argument dafür ein, aber so viele
> Argumente dagegen:
> - Erwerbsarbeit von Frauen oder die Ausweitung der Arbeitszeit und die
> Gleichstellung wird behindert
Inwiefern? Keiner einzige Frau wird verboten, eine Arbeit aufzunehmen.

> - Teilzeitfalle: viele Mütter verbleiben in Teilzeit
Das ist ihre eigene, freie Entscheidung. In Fällen, wo die familiären Umstände es nötig machen, dass ein Elternteil halbtags daheim ist (Kinderbetreuung), kann man auch jetzt schon für sich ein Modell finden, indem man sich diese Aufgabe teilt. Wie auch immer, durch die Abschaffung des Ehegattensplitting ändert sich da ja nichts. Die familiären Umstände bleiben dieselben. Nur ist deutlich weniger Netteoeinkommen verfügbar. Tolle Familienförderung!

> - Frauen zahlen weniger in die eigene Renten- und Sozialversicherung ->
> Altersarmut
> - größere Abhängigkeit im Krisenfall (z. B. Scheidung)

Du hast noch keine Scheidung durchmachen müssen. Sonst wüsstest du, dass bei einer Scheidung die während der Ehe aufgebauten Rentenanwartschaften hälftig geteilt werden (Versorgungsausgleich!). Wenn die Frau nach der Scheidung nicht selbst für sich aufkommen kann, bekommt sie Ehegattenunterhalt zugesprochen. Ich möchte meinen, während der Ehe war sie da stärker abhänging als nach der Scheidung.

Aber an all den Punkten, die du aufzählst, ändert die Abschaffung des Ehegattensplittings nichts! Die Frauen werden zur längeren Arbeit in schlecht bezahlten Jobs gezwungen, auf dass die Unternehmen und deren Besitzer noch besser prosperieren.

#478528

MaPa

29.03.2026, 16:21:30

@ Timbatuku

Ehegattensplitting

>
> > - Teilzeitfalle: viele Mütter verbleiben in Teilzeit
> Das ist ihre eigene, freie Entscheidung.
Du beliebst zu scherzen wie mir mir scheint

--
“Am Ende werden wir uns nicht an die Worte unserer Feinde erinnern, sondern an das Schweigen unserer Freunde.““
-Martin Luther King-

Die Rechtschreibfehler in meinen Beiträgen sind meine persönliche geistige Schöpfung und unterliegen der urheberechtlichen Kreativität  ;-)

#478538

Timbatuku

29.03.2026, 20:17:06

@ MaPa

Ehegattensplitting

> >
> > > - Teilzeitfalle: viele Mütter verbleiben in Teilzeit
> > Das ist ihre eigene, freie Entscheidung.
> Du beliebst zu scherzen wie mir mir scheint

Natürlich kann man das nicht verallgemeinern. Ebenso wenig kann man unterstellen, dass alle Frauen/Mütter am liebsten Vollzeit arbeiten wollen. Die Wünsche und Ansprüche sind doch sicher sehr individuell und da sollte es auch genauso individuelle Lösungen geben.

Eine Kollegin meiner Frau hat sich von einer halben Stelle auf eine Viertelstelle runterstufen lassen. Die wollte die letzten Jahre vor Renteneintritt einfach nicht mehr machen. Die hätte sich eher kündigen lassen als auf eine Ganztagsstelle zu wechseln. Das meine ich mit individuellen Wünschen und Ansprüchen. Zum Scherzen ist das Thema eigentlich nicht geeignet.

#478539

Hey_Joe zur Homepage von Hey_Joe

71229 Leonberg,
29.03.2026, 20:34:30

@ Timbatuku

Don´t feed the troll

> > >
> > > > - Teilzeitfalle: viele Mütter verbleiben in Teilzeit
> > > Das ist ihre eigene, freie Entscheidung.
> > Du beliebst zu scherzen wie mir mir scheint
>
> Natürlich kann man das nicht verallgemeinern. Ebenso wenig kann man
> unterstellen, dass alle Frauen/Mütter am liebsten Vollzeit arbeiten
> wollen. Die Wünsche und Ansprüche sind doch sicher sehr individuell und
> da sollte es auch genauso individuelle Lösungen geben.
>
> Eine Kollegin meiner Frau hat sich von einer halben Stelle auf eine
> Viertelstelle runterstufen lassen. Die wollte die letzten Jahre vor
> Renteneintritt einfach nicht mehr machen. Die hätte sich eher kündigen
> lassen als auf eine Ganztagsstelle zu wechseln. Das meine ich mit
> individuellen Wünschen und Ansprüchen. Zum Scherzen ist das Thema
> eigentlich nicht geeignet.

--
[image]

#478574

MaPa

30.03.2026, 19:54:54

@ Hey_Joe

Don´t feed the troll empfinde ich nicht so (kT)

[ kein Text ]

--
“Am Ende werden wir uns nicht an die Worte unserer Feinde erinnern, sondern an das Schweigen unserer Freunde.““
-Martin Luther King-

Die Rechtschreibfehler in meinen Beiträgen sind meine persönliche geistige Schöpfung und unterliegen der urheberechtlichen Kreativität  ;-)

#478542

MaPa

29.03.2026, 20:43:14

@ Timbatuku

Ehegattensplitting

> > >
> > > > - Teilzeitfalle: viele Mütter verbleiben in Teilzeit
> > > Das ist ihre eigene, freie Entscheidung.
> > Du beliebst zu scherzen wie mir mir scheint
>
> Natürlich kann man das nicht verallgemeinern. Ebenso wenig kann man
> unterstellen, dass alle Frauen/Mütter am liebsten Vollzeit arbeiten
> wollen. Die Wünsche und Ansprüche sind doch sicher sehr individuell und
> da sollte es auch genauso individuelle Lösungen geben.
>
> Eine Kollegin meiner Frau hat sich von einer halben Stelle auf eine
> Viertelstelle runterstufen lassen. Die wollte die letzten Jahre vor
> Renteneintritt einfach nicht mehr machen. Die hätte sich eher kündigen
> lassen als auf eine Ganztagsstelle zu wechseln. Das meine ich mit
> individuellen Wünschen und Ansprüchen. Zum Scherzen ist das Thema
> eigentlich nicht geeignet.

Es ging mir nicht um die Individualität, sondern um deine Äußerung der Freiwilligkeit.
freiwillig wie , so vermutest du, das bei der Dame mit der viertelstellung, ist das in den meisten Fällen nämlich nicht.

Den Frauen bleibt oftmals nichts anderes übrig als dem Mann mit dem höheren Einkommen das Feld zu überlassen, und sich im Gegenzug um Kind, Haus und Hof zu kümmern, wenn man im Ganzen nicht finanziell absinken möchte.
und die Dame mit der viertel Stelle hat es eventuell auch nicht ohne Grund und ganz freiwillig gemacht, sondern vielleicht weil sie körperlich nicht mehr so gut kann, oder der Partner ist krank geworden und sie möchte mehr Zeit mit ihm verbringen, oder die Enkelkinder benötigen eine Betreuung weil die Tochter/Sohn aus finanziellen Gründen eine Ganztagsstelle annehmen muss. oder oder oder

es gibt so derart viele Aspekte die eine Frau/ Ehepaar berücksichtigen muss/müssen, da kann man kaum von Freiwilligkeit sprechen.

--
“Am Ende werden wir uns nicht an die Worte unserer Feinde erinnern, sondern an das Schweigen unserer Freunde.““
-Martin Luther King-

Die Rechtschreibfehler in meinen Beiträgen sind meine persönliche geistige Schöpfung und unterliegen der urheberechtlichen Kreativität  ;-)

#478544

Timbatuku

29.03.2026, 21:02:10

@ MaPa

Ehegattensplitting

> Es ging mir nicht um die Individualität, sondern um deine Äußerung der
> Freiwilligkeit.
> freiwillig wie , so vermutest du, das bei der Dame mit der viertelstellung,
> ist das in den meisten Fällen nämlich nicht.
>
> Den Frauen bleibt oftmals nichts anderes übrig als dem Mann mit dem
> höheren Einkommen das Feld zu überlassen, und sich im Gegenzug um Kind,
> Haus und Hof zu kümmern, wenn man im Ganzen nicht finanziell absinken
> möchte.

Ja, das weiß ich. Ich stimme dir insoweit zu, dass es nicht immer freiwillig ist. In welcher Verteilung es freiwillig/unfreiwillig ist, sei dahingestellt. Es spielt nämlich eigentlich bei dem Thema hier kaum eine Rolle. Denn wenn die familiären Umstände so sind, dass einer der Partner mindestens halbtags daheim bleibt oder wenn es keine adäquate Ganztagsstelle gibt ... auch bei denen, die unfreiwillig weniger arbeiten, ändert sich durch den Steuertarif genau gar nix. Die Sachzwänge bleiben wie sie sind. Nur dass anschließend zu allem Überfluss auch noch weniger Geld in der Haushaltskasse ist.

Du schreibst es ja selbst:
> es gibt so derart viele Aspekte die eine Frau/ Ehepaar berücksichtigen
> muss/müssen, da kann man kaum von Freiwilligkeit sprechen.
All diese "derart viele Aspekte" verschwinden ja nicht durch eine Änderung des Steuerrechts, nicht wahr?

> und die Dame mit der viertel Stelle hat es eventuell auch nicht ohne Grund
> und ganz freiwillig gemacht,
Doch. Hat sie. Sie war nicht nur eine Kollegin meiner Frau, sondern auch ihre Freundin. Wir wussten über ihre Motivation ganz gut Bescheid. Die hatte keine Lust mehr, mehr zu arbeiten. Ist ja auch in Ordnung. Wenn man finanziell so gut aufgestellt ist, dass eine Viertelstelle reicht, warum soll man dann länger arbeiten? Egal, dieser Einzelfall muss hier nicht im Vordergrund stehen.

#478546

Hey_Joe zur Homepage von Hey_Joe

71229 Leonberg,
29.03.2026, 21:33:02

@ Timbatuku

Ehegattensplitting

Für welche Partei schreibst du hier?

--
[image]

#478547

MaPa

29.03.2026, 21:35:29

@ Timbatuku

Ehegattensplitting

> > Es ging mir nicht um die Individualität, sondern um deine Äußerung
> der
> > Freiwilligkeit.
> > freiwillig wie , so vermutest du, das bei der Dame mit der
> viertelstellung,
> > ist das in den meisten Fällen nämlich nicht.
> >
> > Den Frauen bleibt oftmals nichts anderes übrig als dem Mann mit dem
> > höheren Einkommen das Feld zu überlassen, und sich im Gegenzug um
> Kind,
> > Haus und Hof zu kümmern, wenn man im Ganzen nicht finanziell absinken
> > möchte.
>
> Ja, das weiß ich. Ich stimme dir insoweit zu, dass es nicht immer
> freiwillig ist. In welcher Verteilung es freiwillig/unfreiwillig ist, sei
> dahingestellt. Es spielt nämlich eigentlich bei dem Thema hier kaum eine
> Rolle.
Warum hast du es dann angebracht, in deinem von mir als Scherz benannten Beitrag
> Denn wenn die familiären Umstände so sind, dass einer der Partner
> mindestens halbtags daheim bleibt oder wenn es keine adäquate
> Ganztagsstelle gibt ... auch bei denen, die unfreiwillig weniger arbeiten,
> ändert sich durch den Steuertarif genau gar nix. Die Sachzwänge bleiben
> wie sie sind. Nur dass anschließend zu allem Überfluss auch noch weniger
> Geld in der Haushaltskasse ist.
>
> Du schreibst es ja selbst:
> > es gibt so derart viele Aspekte die eine Frau/ Ehepaar berücksichtigen
> > muss/müssen, da kann man kaum von Freiwilligkeit sprechen.
> All diese "derart viele Aspekte" verschwinden ja nicht durch eine Änderung
> des Steuerrechts, nicht wahr?
nein, natürlich nicht, deswegen, und ich wiederhole mich, warum redest du dann bei der Diskussion von einer Freiwilligkeit, wenn es das Thema nicht trifft?
>
> > und die Dame mit der viertel Stelle hat es eventuell auch nicht ohne
> Grund
> > und ganz freiwillig gemacht,
> Doch. Hat sie. Sie war nicht nur eine Kollegin meiner Frau, sondern auch
> ihre Freundin. Wir wussten über ihre Motivation ganz gut Bescheid. Die
> hatte keine Lust mehr, mehr zu arbeiten. Ist ja auch in Ordnung. Wenn man
> finanziell so gut aufgestellt ist, dass eine Viertelstelle reicht, warum
> soll man dann länger arbeiten? Egal, dieser Einzelfall muss hier nicht im
> Vordergrund stehen.

sehe ich auch so.

--
“Am Ende werden wir uns nicht an die Worte unserer Feinde erinnern, sondern an das Schweigen unserer Freunde.““
-Martin Luther King-

Die Rechtschreibfehler in meinen Beiträgen sind meine persönliche geistige Schöpfung und unterliegen der urheberechtlichen Kreativität  ;-)

#478558

Timbatuku

30.03.2026, 10:21:44

@ MaPa

Ehegattensplitting

> nein, natürlich nicht, deswegen, und ich wiederhole mich, warum redest du
> dann bei der Diskussion von einer Freiwilligkeit, wenn es das Thema nicht
> trifft?

Weil es diese Freiwilligkeit eben auch gibt. Nicht nur, nicht ausschließlich, das gebe ich zu, aber eben auch. Egal in welchem Verhältnis freiwillg zu unfreiwillig. Dann ist es falsch, so zu tun und zu diskutieren, als wären alle gezwungen, weniger zu arbeiten.

#478507

Hey_Joe zur Homepage von Hey_Joe

71229 Leonberg,
28.03.2026, 10:24:30

@ Timbatuku

Don´t feed the troll

bitte!

--
[image]

#478509

tacky zur Homepage von tacky

28.03.2026, 11:06:29

@ Hey_Joe

Ja, Du hast Recht, da helfen ja wie man sieht keine Argumente ;-)! (kT)

[ kein Text ]

#478517

Hey_Joe zur Homepage von Hey_Joe

71229 Leonberg,
28.03.2026, 18:50:03

@ tacky

Ja, Du hast Recht, da helfen ja wie man sieht keine Argumente ;-)!

da regen sich im Moment ziemlich viele hier auf...aber der Typ will das nicht wahrhaben.

--
[image]

#478511

fuchsi zur Homepage von fuchsi

Niederösterreich,
28.03.2026, 13:41:54

@ Timbatuku

Ehegattensplitting

Was bitte ist Ehegattensplitting?

--
mein privates Hobby. www.ffzell.at

#478514

Pahoo

bei Ingelheim,
28.03.2026, 16:04:54
(editiert von Pahoo, 28.03.2026, 16:05:55)

@ fuchsi

Ehegattensplitting (ed)

> Was bitte ist Ehegattensplitting?

So etwa ...  :joker:

[image]

--
Wenn du etwas so machst, wie du es seit zehn Jahren gemacht hast, dann sind die Chancen groß, dass du es falsch machst. (Charles Kettering)

#478515

fuchsi zur Homepage von fuchsi

Niederösterreich,
28.03.2026, 16:15:19

@ Pahoo

Ehegattensplitting

> So etwa ...  :joker:
>
> [image]

Und die CSU ist gegen die Abschaffung?

--
mein privates Hobby. www.ffzell.at

#478516

df_doris

Frankreich,
28.03.2026, 18:30:53

@ fuchsi

Ehegattensplitting

> Was bitte ist Ehegattensplitting?

Danke, dass du fragst, wollte ich nämlich auch.

Wer nicht in D Steuern zahlt sondern z.B. in Österreich, wie du oder in Frankreich wie ich, kann nicht so recht nachvollziehen, welch heilige Kuh des deutschen Steuerrechts da zur Debatte steht und warum die angedachte Abschaffung zu solch einem kollektiven Aufschrei führt.

#478519

Timbatuku

29.03.2026, 12:25:32

@ fuchsi

Ehegattensplitting

> Was bitte ist Ehegattensplitting?

Das ist eine Form der steuerlichen Veranlagung. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet es, dass das Einkommen beider Ehepartner zusammengelegt wird, egal wie viel jeder verdient oder ob einer überhaupt nicht arbeitet. Die Summe wird dann durch zwei geteilt, also jeder Ehepartner hat dann - steuerlich betrachtet - exakt dasselbe Einkommen. Davon wird dann die Steuer berechnet. Gegenüber der getrennten Veranlagung ist das in der Regel günstiger, vor allem, wenn das Einkommen der beiden Ehepartner sehr ungleich ist. Das kommt daher, weil durch das Splittingverfahren die in der Steuertabelle eingearbeitete Progression abgemildert wird. Steuerfachleute haben schon ausgerechnet, dass das im Extremfall (einer mit Einkommen zum Spitzensteuersatz und der andere nicht arbeitend) bis zu 600 Euro pro Monat teurer wird. Das betrifft nur sehr wenige, wie gesagt, aber teurer wird es für alle, die ein unterschiedlich hohes Einkommen haben und bisher vom Ehegattensplitting profitierten.

Ansicht:   
Auf unserer Web-Seite werden Cookies eingesetzt, um diverse Funktionalitäten zu gewährleisten. Hier erfährst du alles zum Datenschutz