Ansicht:   

#477803

cebe2004

18.02.2026, 19:55:02

"Wenn man 100 wird, kann man nicht mit Mitte 60 aufhören zu arbeiten" (ot.haushalt)

...sagt Herr Spahn.
Jetzt treibt die Diskussion aber Blüten. Jahrelang hat sich jede Bundesregierung davor gedrückt, das Rentensystem anzufassen. Ja nix vor der Wahl. Und irgendwie sind immer Wahlen.
Dass wir in D mit 67 in Rente gehen - und künftig vermutlich später - hat ja nichts mit Gesundheit im Alter zu tun sondern ist doch nichts als eine verdeckte Rentenkürzung. Ich glaube auch nicht wirklich dran, dass die Menschen immer älter werden. Die Krankheiten in den Industrieländern sind nur andere geworden. Schlagwort "Ernährung", "Übergewicht" etc. Dank moderner Medizin können einige Krankheiten geheilt werden. Damit steigt das "gefühlte" Durchschnittsalter. Aber doch nicht die Leistungsfähigkeit Ü67. In einem der reichste Länder der Welt müssen (viele) Rentner Sozialleistungen vom Staat beantragen. Obwohl sie (oft) ein Leben lang gearbeitet haben. Finde den Fehler! Und jetzt werden (vielleicht) auch noch die zur Kasse gebeten, die der dringenden Empfehlung gefolgt sind, privat vorzusorgen. Und sich vielleicht eine Wohnung gekauft haben um im Alter Mieteinnahmen zu haben oder ein paar Aktien oder ETFs. Da kann man ja jetzt noch was abfassen.  :gaga: Wahrscheinlich ist es eh das Beste, alle Kohle zu verleben und im Alter nix mehr zu haben. Dann hatte man a) ein schönes Leben und b) zahlt ja der Staat dann das Pflegeheim....

#477804

Karsten Meyer zur Homepage von Karsten Meyer

Konstanz am Bodensee,
19.02.2026, 05:39:13

@ cebe2004

"Wenn man 100 wird, kann man nicht mit Mitte 60 aufhören zu arbeiten"

Es fällt mir schwer, aber muss ich Jens Spahn recht geben. Erkundige dich einfach mal nach der Entwicklung der Rentenbezugsdauer!

Wenn ich nur nach diesem Wort google, wirft mir dessen KI folgendes aus:
Die durchschnittliche Rentenbezugsdauer in Deutschland ist in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen und lag 2023 bei etwa 20,5 Jahren, verglichen mit 16,8 Jahren im Jahr 2003
. Aufgrund höherer Lebenserwartung beziehen Frauen im Schnitt länger Rente (ca. 22,1 Jahre) als Männer (ca. 18,8 Jahre). Dieser Anstieg stellt eine Herausforderung für die Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung dar.

--
Ich bin sehr aktiv bei facebook, wo ich vor allem Fotos zeige und mich in Gruppen über alles mögliche, insbesondere meine Heimatstadt Konstanz austausche.

#477805

sansnom

19.02.2026, 08:24:32

@ Karsten Meyer

"Wenn man 100 wird, kann man nicht mit Mitte 60 aufhören zu arbeiten"

du hast noch was vergessen:
klick

#477809

Timbatuku

19.02.2026, 12:33:27

@ Karsten Meyer

"Wenn man 100 wird, kann man nicht mit Mitte 60 aufhören zu arbeiten"

> Es fällt mir schwer, aber muss ich Jens Spahn recht geben. Erkundige dich
> einfach mal nach der Entwicklung der Rentenbezugsdauer

Rentenbezugsdauer hin oder her, es ändern nichts daran, dass das Projekt eine drastische Rentenkürzung darstellt. Egal, mit welchen Argumenten man sie zu rechtfertigen versucht. Viele Menschen schaffen es heute schon nicht mehr, bis 67 ihren Job zu machen. Ist die Regelaltersgrenze erst bei 70 oder noch später, werden viele Menschen mit hohen Abschlägen in Frührente gehen. Das ist das Ziel! Spart pro Rentner bis zu ca. 15%. Besonders schlimm wird es für Menschen jenseits 50, falls sie ihren Job verlieren. Die sind für einen neuen Job schwer zu vermitteln und werden dann vom Jobcenter aus in die Frührente gedrängt, ob sie wollen oder nicht.

Interessant bei dem Thema ist ja auch, dass Alternativen zur Rentenkürzung gar nicht erst ins Gespräch gebracht werden. Alles außer Rentenkürzung ist tabu!

#477811

cebe2004

19.02.2026, 16:22:22

@ Karsten Meyer

"Wenn man 100 wird, kann man nicht mit Mitte 60 aufhören zu arbeiten"

Na ja, ich möchte dem Herrn S. ja nicht unterstellen, dass er lügt. Ich stelle nur das "immer älter" werden infrage. Umwelt, Ernährung, Zivilisationskrankheiten etc. werden imho dazu beitragen, dass das "immer älter"-werden endlich ist. Dem wirkt die Medizin entgegen. Viele Krankheiten, die früher mit 40 in die ewigen Jagdgründe geführt haben, sind heute heilbar. Diese Menschen werden natürlich älter. Trotzdem sind sie im Alter nicht leistungsfähiger. Wie wir alle nicht. Nur sind wir länger da. Und damit kommt die Rentenkasse nicht klar. Jedenfalls nicht die in Deutschland. In anderen Ländern offenbar schon. Also muss in D gekürzt werden.
Ist es nicht eine Schande, dass Menschen, die ein Leben lang gearbeitet haben, im Alter (oft) davon nicht mal mehr ihre Miete zahlen können und auf staatliche Sozialleistungen angwiesen sind?

#477813

Timbatuku

19.02.2026, 18:20:05

@ cebe2004

"Wenn man 100 wird, kann man nicht mit Mitte 60 aufhören zu arbeiten"

> Ich
> stelle nur das "immer älter" werden infrage. Umwelt, Ernährung,
> Zivilisationskrankheiten etc. werden imho dazu beitragen, dass das "immer
> älter"-werden endlich ist.

Definitiv! Auch ohne "Umwelt, Ernährung, Zivilisationskrankheiten etc." ist irgendwann Schluss. Gegen den ganz normalen biologischen Alterungsprozess wurde noch nichts erfunden und ich glaube, dass es da auch nichts gibt, das man finden könnte. Die Lebenserwartung liegt aktuell bei 78,5 Jahren für Männer und 83,2 Jahren für Frauen. Das ist seit etwas über 10 Jahren stabil. Vielleicht sind wir bereits am Zenit angekommen.

> Trotzdem sind sie im Alter nicht leistungsfähiger.

Das ist der Punkt! Und nur das! Einen von Arthrose geplagten Greis, der sich kaum mehr bewegen kann, kann kein Unternehmen gebrauchen.

#477819

vordprefect

wo karl ruht..,
20.02.2026, 13:20:44

@ Karsten Meyer

"Wenn man 100 wird, kann man nicht mit Mitte 60 aufhören zu arbeiten"

Hi Karsten

> Es fällt mir schwer, aber muss ich Jens Spahn recht geben. Erkundige dich
> einfach mal nach der Entwicklung der
> Rentenbezugsdauer!
>
> Wenn ich nur nach diesem Wort google, wirft mir dessen KI folgendes aus:
> [i]Die durchschnittliche Rentenbezugsdauer in Deutschland ist in den
> letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen und lag 2023 bei etwa 20,5 Jahren,
> verglichen mit 16,8 Jahren im Jahr 2003

Die Rentenbezugsdauer ist mir wurscht egal.
Ich werde sicher nicht bis 67 arbeiten und wenn ich Abzüge hinnehmen muß.
Seit ich arbeite, habe ich immer 40 Stunden (und mehr) gearbeitet, auch wenns keine körperliche Arbeit ist,
Mir langt es und Spahn (der das Gesundheitssystem an die Wand gefahren hat), Merz (der bei BlackRock genug Kohle gemacht hat) und Konsorten können beschließen was sie wollen.

Die Rentenversicherung ist eine Versicherung, die auch noch zwingend ist.
Bei jeder Versicherung erhalte ich einen äquivalenten Betrag als Leistung.
Leider wird dieser Betrag und die Leistungen immer weniger, obwohl die Beiträge steigen (s. a. Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung) und dann muß man manchmal noch darum betteln.

Ich hätte auch privat mehr vorsorgen können, statt gesetzlicher Rente, was mir wahrscheinlich eine höhere Rendite eingebracht hätte, aber dann ist die Solidargemeinschaft erst recht am Ende, wenn es weitere Alternativen gegeben hätte.

Stichwort: Solidargemeinschaft, davon sind aber die Beamten (wieviel davon sind im Bundestag?), Selbstständigen und anderes Klientel ausgenommen, wo ist da die Solidarität?

Spätestens wenn man sich die Alterspyramide in der Schule angeschaut hat, weiß jeder, was mit dem Rentensystem los ist.
"Die Rente ist sicher" von Blüm ist nur in der Hinsicht wahr, daß es (noch) eine gesetzliche Rente gibt - aber es spricht keiner davon, wie hoch und wie lange sie bezogen werden kann und keiner hat diese Rentenversicherung wirklich in Frage gestellt. Und jetzt wollen die gleichen Leute das große Rad drehen? Wers glaubt..

--
lg
volker

so long and thank you for the fish >~°>

Meine Fotos

#477831

Timbatuku

21.02.2026, 17:58:06

@ vordprefect

"Wenn man 100 wird, kann man nicht mit Mitte 60 aufhören zu arbeiten"

> Ich hätte auch privat mehr vorsorgen können, statt gesetzlicher Rente,
> was mir wahrscheinlich eine höhere Rendite eingebracht hätte, ...

Sicher? Mich brachte deine Aussage gerade ins Grübeln. Grund genug, Google danach zu fragen. Google meint, wer 45 Jahre exakt den Durchschnitt verdient hat, der hat 45 Entgeltpunkte gesammelt und erhält den Status des "Eckrentners". Ok, das hätte ich auch ohne Google gewusst. Weiter meint Google, dieser Eckrentner hätte nach aktuellen Berechnungen eine Bruttomonatsrente von 1835 Euro. Nehmen wir mal an, der Eckrentner lebt noch 20 Jahre. Dann hätte er von der Rentenversicherung 1835 x 12 x 20 = 440.400 Euro erhalten (jährliche Rentenanpassungen außer Acht gelassen, die kämen noch hinzu). Die gesamte eingezahlte Summe (Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil) beläuft sich - laut Google - auf über 300.000 Euro. Der Eckrentner hat selbst folglich nur gut 150.000 eingezahlt. 440 Tsd. zu 150 Tsd. halte ich persönlich schon für eine recht ordentliche Rendite. Allerdings habe ich auch keine große Ahnung, was bei privaten Altersvorsorgemodellen rausspringt, außer dass ich schon häufig gelesen habe, dass die Riesterrente fürn Popo ist. Ist es denn wirklich so, dass privat eine bessere Rendite als die hier angegebene erzielt werden kann?

#477806

sansnom

19.02.2026, 08:31:46

@ cebe2004

"Wenn man 100 wird, kann man nicht mit Mitte 60 aufhören zu arbeiten"

ist ja auch ein Wahnsinn, diese Flut von 100-jährigen.
Ob bei Aldi, Lidl, Netto und......und........und !
Überall kramen diese 100-jährigen Lifestyle-Rentner
in ihren abgewetzten Geldbörsen, um auf den Cent genau
ihre Einkäufe zu bezahlen.
Ach was, Einkäufe !
Ganze Wagenladungen voller Luxusgüter karren die
zu ihren Elektro-SUV's !

#477808

Timbatuku

19.02.2026, 12:24:10

@ cebe2004

"Wenn man 100 wird, kann man nicht mit Mitte 60 aufhören zu arbeiten"

> Dass wir in D mit 67 in Rente gehen - und künftig vermutlich später - hat
> ja nichts mit Gesundheit im Alter zu tun sondern ist doch nichts als eine
> verdeckte Rentenkürzung.

Nichts anderes!

> Ich glaube auch nicht wirklich dran, dass die Menschen immer älter werden.

Werden sie im Moment auch nicht. Laut dem Statistischen Bundesamt stagniert die Lebenserwartung seit gut 10 Jahren. Dank Covid war sie in den letzten Jahren sogar rückläufig. Das hindert die Politiker aber nicht daran, die Rentenkürzung durchzuboxen. Schaut man mal hin, welche Leute das sind, die in TV und Printmedien das Lied von der alternden Gesellschaft und der Notwendigkeit längerer Lebensarbeitszeit singen, das sind durch die Bank Figuren, die (auch für ihr Alter) finanziell so gut aufgestellt sind, dass sie sich keine Gedanken machen müssen. Das gilt insbesondere auch für Spahn. Der gemeine Pöbel geht denen am Arsch vorbei.

#477814

me3

19.02.2026, 19:18:59

@ cebe2004

"Wenn man 100 wird, kann man nicht mit Mitte 60 aufhören zu arbeiten"

Die sollen endlich mal aufhören, immer nur auf den zukünftigen Rentnern rumzuhacken.
Als ich meine Ausbildung begonnen habe, war ich 16 Jahre alt. Ausgelernt mit 18. Auf's Gymnasium, bei uns EOS gingen damals nur relativ wenige.
Und heute? Wie viele gehen auf's Gymnasium. Dann eventuell noch ein soziales Jahr dranhängen. Die meisten Ausbildungen dauern heute 3,5 Jahre. Mit Gymnasium sind das schon 5,5 Jahre, die das richtige Berufsleben später losgeht.
Ich kenne viele, die wollen irgendwann 1 Jahr pausieren, also das Leben geniesen. Das gab es in meiner Generation nicht.
Warum nicht ganz einfach sagen, nach 45 Jahren Arbeitsleben darf man in Rente gehen. Dann spielen die vorgenannten Sachen gar keine Rolle mehr. Beginnt das Berufsleben später, muss halt länger gearbeitet werden. Möchte man in jüngeren Jahren eine längere Zeit pausieren, kein Problem. Wer wie ich mittlerweile über 46 Jahre Berufsleben geschafft hat, darf dann auch eher den Ruhestand geniesen.
Das wäre in meinen Augen Gerechtigkeit.

me3

#477815

fuchsi zur Homepage von fuchsi

Niederösterreich,
20.02.2026, 07:56:17
(editiert von fuchsi, 20.02.2026, 07:57:07)

@ me3

"Wenn man 100 wird, kann man nicht mit Mitte 60 aufhören zu arbeiten" (ed)

Absolute Zustimmung

Ich habe mit 19 maturiert, danach 9 Monate Bundesheer. Seitdem durchgehend in Arbeit.
Wenn ich das Bundesheer zur Arbeit zähle, komme ich mit 65 somit auf knapp 46 Arbeitsjahre, und will verdient in Pension gehen.

--
mein privates Hobby. www.ffzell.at

#477818

me3

20.02.2026, 13:18:55

@ fuchsi

"Wenn man 100 wird, kann man nicht mit Mitte 60 aufhören zu arbeiten"

Seit 1,5 Jahren habe ich 45 Jahre Arbeitsleben hinter mir. Wenn unsere Regierung nicht noch an den aktuellen Gesetzen rumspielt, darf ich in 2 Jahren ohne Abzüge gehen. Das sind dann 48,5 Jahre. Sonst noch 2 Jahre später. Mich würde interessieren, ob das Berufsanfänger von heute noch schaffen.
Es wird aktuell auf der Rente mit 63 rumgehackt. Diese Id...en sollen mal schauen, wieviele Jahre Berufsleben diese Leute hinter sich haben.

me3

#477816

Kleinalrik2021

20.02.2026, 13:03:28

@ cebe2004

"Wenn man 100 wird, kann man nicht mit Mitte 60 aufhören zu arbeiten"

Hallo Herr Spahn,

mein Bruder ist mit 49 Jahren verstorben, ohne je auch nur einen Euro aus der Rentenkasse erhalten zu haben.
Nun hätte ich gerne seine Rentenbeiträge zurück. Ich nehm dabei nur den Arbeitnehmeranteil, die Arbeitgeberbeiträge kann die Rentenkasse behalten. So hat die RK auch was davon, denn das ist nicht wenig.
Das müssten dann so grob 100.000 sein.
Ich schick Ihnen noch meine Bankverbindung zu. Bitte überweisen.

--
[image]

#477822

Karsten Meyer zur Homepage von Karsten Meyer

Konstanz am Bodensee,
20.02.2026, 13:52:20

@ cebe2004

"Wenn man 100 wird, kann man nicht mit Mitte 60 aufhören zu arbeiten"

Ich find's ja schon etwas erstaunlich, wie viele der Antworten hier völlig ignorieren, dass wir durchschnittlich doppelt so lange Rente beziehen wie unsere Großeltern. Dass dieses Geld irgendwo her kommen muss, sollte doch wirklich jedem klar sein. Eigentlich wähnte ich mich bei Netz-Treff vor solch Populismus einigermaßen sicher, aber offenbar ändern sich auch hier die Zeiten. Schade eigentlich.

--
Ich bin sehr aktiv bei facebook, wo ich vor allem Fotos zeige und mich in Gruppen über alles mögliche, insbesondere meine Heimatstadt Konstanz austausche.

#477824

bender

Strasshof an der Nordbahn,
20.02.2026, 14:09:47

@ Karsten Meyer

"Wenn man 100 wird, kann man nicht mit Mitte 60 aufhören zu arbeiten"

> Ich find's ja schon etwas erstaunlich, wie viele der Antworten hier völlig
> ignorieren, dass wir durchschnittlich doppelt so lange Rente beziehen wie
> unsere Großeltern.
Und Du ignorierst halt, daß man seinen Job ab einem gewissen Alter einfach nicht mehr machen kann. Ja, man lebt vielleicht länger wegen des Fortschritts in der Medizin. Das ändert aber nichts daran, daß die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit im Alter einfach nachläßt.

--
Grüße aus Strasshof an der Nordbahn (ja, da wo die Natascha im Keller lebte)
bender

sudo apt-get install brain_2.0

#477825

sansnom

20.02.2026, 15:56:52
(editiert von sansnom, 20.02.2026, 16:02:13)

@ Karsten Meyer

"Wenn man 100 wird, kann man nicht mit Mitte 60 aufhören zu arbeiten" (ed)

> Ich find's ja schon etwas erstaunlich, wie viele der Antworten hier völlig
> ignorieren, dass wir durchschnittlich doppelt so lange Rente beziehen wie
> unsere Großeltern. Dass dieses Geld irgendwo her kommen muss, sollte doch
> wirklich jedem klar sein. Eigentlich wähnte ich mich bei Netz-Treff vor
> solch Populismus einigermaßen sicher, aber offenbar ändern sich auch hier
> die Zeiten. Schade eigentlich.

Ich finde es ziemlich vermessen, hier "Populismus" zu beklagen.
Einige haben lediglich darauf verwiesen, dass sie nach 45 Berufsjahren
der Meinung sind, ihre Rente verdientermassen in Anspruch nehmen
zu können.
Du bist doch vom Fach!
Wo sind denn die 67-jährigen Betonbauer, Maurer, Estrichleger, Verputzer, Elektriker, Dachdecker,
Spengler, Zimmerleute, Fliesenleger, Trockenbauer, Schreiner, Heizung-Sanitär-Fachleute.........???
Das könnte man auf andere, ähnliche Berufsgruppen noch beliebig ausdehnen.
Die Forderung länger zu arbeiten, kommt doch wohlfeil in den zahlreichen Gesprächsrunden und
Talk-Shows immer nur von den Leuten, die eine ganz andere Definition von "Arbeit" haben.
Nämlich ihre eigene !
Nicht missverstehen, das ist kein Plädoyer gegen "Gehirnarbeit" und das kann sehr anstrengend
sein, gar keine Frage, aber man kann es i.d.R im Sitzen tun, in einem warmen, trockenem Büro auf einem gemütlichen Sessel sitzend.
Ich gehe mal davon aus, dass alle hier, die nicht deiner Meinung zu sein scheinen, intelligent genug sind
zu erkennen, dass wir in dieser Gesellschaft generell ein Finanzierungsproblem haben !
Das betrifft ja fast alles.
Aus meiner Sicht sollte mal Herr Spahn und diverse andere aus seiner Richtung, die momentan denken,
man könne das ganze Problem hier in D auf Rentner, Bürgergeldempfänger, Teilzeitarbeitende etc.
abwälzen, darüber nachdenken, was eigentlich schief läuft!
Waren sie nicht angetreten, wieder alles "vom Kopf auf die Füsse" zu stellen.
Jetzt, wo sie merken, dass es wohl doch nicht ganz so einfach ist, sucht man sich die einfachsten
Gegner aus.
Nämlich diejenigen, die nicht einfach mal in die Schweiz, Dubai oder sonstwohin auswandern können.
Es gäbe genügend Lösungsansätze dieses System zu entlasten....................
Google doch mal in diese Richtung, bzw. die KI findet sicher auch das eine oder andere !

#477826

Hausdoc

Green Cottage,
20.02.2026, 19:32:23

@ sansnom

"Wenn man 100 wird, kann man nicht mit Mitte 60 aufhören zu arbeiten"

> Wo sind denn die 67-jährigen Betonbauer, Maurer, Estrichleger, Verputzer,
> Elektriker, Dachdecker,
> Spengler, Zimmerleute, Fliesenleger, Trockenbauer, Schreiner,
> Heizung-Sanitär-Fachleute.........???

Es gibt keine. Der eine Hälfte ist davor verstorben - die andere Hälfte Pflegefall.

In unserer Firma ( Gebäudetechnik) hat im gewerblichen Teil die letzten 45 Jahre nicht ein einziger Kollege das reguläre Rentenalter erreicht. Im kaufmännischen Bereich jedoch ALLE . Das hat mit Sozial nichts mehr zu tun. Ich empfinde es als ungerecht.

--
Gruß Hausdoc

Heizungsfragen?? - Hier klicken

#477828

me3

20.02.2026, 20:09:13

@ sansnom

"Wenn man 100 wird, kann man nicht mit Mitte 60 aufhören zu arbeiten"

 :ok:

dazu kommen noch die Begehrlichkeiten auf die angesparten Werte für die Altersvorsorge...

me3

#477829

me3

20.02.2026, 20:12:16

@ Karsten Meyer

"Wenn man 100 wird, kann man nicht mit Mitte 60 aufhören zu arbeiten"

Jo, mein bester Freund ist 6 Monate vor Renteneintritt gestorben. Ohne lange Erkrankung vorher.

me3

#477832

Timbatuku

21.02.2026, 18:16:19

@ Karsten Meyer

"Wenn man 100 wird, kann man nicht mit Mitte 60 aufhören zu arbeiten"

> Ich find's ja schon etwas erstaunlich, wie viele der Antworten hier völlig
> ignorieren, dass wir durchschnittlich doppelt so lange Rente beziehen wie
> unsere Großeltern.

Unsere Großeltern zahlten noch deutlich niedrigere Beiträge ein und das Rentenniveau war trotzdem deutlich höher als heute. Ich weiß nicht, ob man damals und heute so einfach vergleichen sollte.

> Dass dieses Geld irgendwo her kommen muss, sollte doch
> wirklich jedem klar sein. Eigentlich wähnte ich mich bei Netz-Treff vor
> solch Populismus einigermaßen sicher, aber offenbar ändern sich auch hier
> die Zeiten. Schade eigentlich.

Wieso glaubst du denn, dass den Nutzern dieses Forums nicht klar ist, dass das Geld irgendwo her kommen muss? Ich denke schon, dass das jedem klar ist. Nur gibt es unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie das Problem zu lösen wäre. Rentenkürzung durch Erhöhung der Regelaltersgrenze ist nicht die beste und schon gar nicht die einzige Möglichkeit.

#477823

vordprefect

wo karl ruht..,
20.02.2026, 13:56:42

@ cebe2004

"Wenn man 100 wird, kann man nicht mit Mitte 60 aufhören zu arbeiten"

Hi > ...sagt Herr Spahn.

> Jetzt treibt die Diskussion aber Blüten. Jahrelang hat sich jede
> Bundesregierung davor gedrückt, das Rentensystem anzufassen. Ja nix vor
> der Wahl. Und irgendwie sind immer Wahlen.
> Dass wir in D mit 67 in Rente gehen - und künftig vermutlich später - hat
> ja nichts mit Gesundheit im Alter zu tun sondern ist doch nichts als eine
> verdeckte Rentenkürzung.
"
Etwas sarkastisch:
Tja Hr. Spahn machte zuerst die Gesundheitspolitik und jetzt in Rente.
Alles möglichst privatwirtschaftlich und nur Grundleistungen (auf dem Sterbebett).
Mit 80 kriegst Du dann den Spruch: "Nein, in ihem Alter lohnt sich eine Operation nicht mehr"

Jetzt kannst Du es Dir aussuchen:
Länger arbeiten, um Deine Gesundheit finanzieren zu können und einer kürzeren Rentenbezugsdauer,
- oder kürzer treten und mit gesundheitlichen Gebrechen leben und einem erhöhten Risiko einer verkürzten Rentenbezugsdauer  :devil:.

--
lg
volker

so long and thank you for the fish >~°>

Meine Fotos

#477833

Timbatuku

21.02.2026, 18:21:29

@ vordprefect

"Wenn man 100 wird, kann man nicht mit Mitte 60 aufhören zu arbeiten"

> Etwas sarkastisch:
> Tja Hr. Spahn machte zuerst die Gesundheitspolitik und jetzt in Rente.
> Alles möglichst privatwirtschaftlich und nur Grundleistungen (auf dem
> Sterbebett).
> Mit 80 kriegst Du dann den Spruch: "Nein, in ihem Alter lohnt sich eine
> Operation nicht mehr"
>
> Jetzt kannst Du es Dir aussuchen:
> Länger arbeiten, um Deine Gesundheit finanzieren zu können und einer
> kürzeren Rentenbezugsdauer,
> - oder kürzer treten und mit gesundheitlichen Gebrechen leben und einem
> erhöhten Risiko einer verkürzten Rentenbezugsdauer  :devil:.

Apropos Sterbebett ... eben jener Herr Spahn ist bekanntermaßen strikt gegen jede Form der Sterbehilfe. Er scheint eine teuflische Freude daran zu haben, die Menschen möglichst lange zu quälen. Darum hat er zuerst die Krankenversicherung geschrottet, nun noch die Rente, und dann genießt er sein Werk. Es muss einen nicht wundern, dass er 2024 zu einem Parteitag der Republikaner in die USA flog. Da passt er hin.

Ansicht:   
Auf unserer Web-Seite werden Cookies eingesetzt, um diverse Funktionalitäten zu gewährleisten. Hier erfährst du alles zum Datenschutz