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#477244

zack

30.12.2025, 11:44:59

Und wieder ist ein Zuckeraustauschstoff negativ aufgefallen! (ot.haushalt)

Hallo liebe Foris,

Kurz: "Erythrit gilt als gesunde Alternative zu Zucker und steckt in vielen Produkten. Doch Forschungsergebnisse zeigen: Der Süßstoff kann die Blut-Hirn-Schranke schädigen und das Schlaganfallrisiko steigern."

Schlimmer noch nach der dort zitierten Studie: "Die Ergebnisse waren alarmierend: Der Zuckerersatz löste eine Kettenreaktion von Zellschäden aus, die das Gehirn anfälliger für Blutgerinnsel macht – eine Hauptursache für Schlaganfälle. Erythritol verursachte oxidativen Stress, überflutete die Zellen mit aggressiven freien Radikalen und schwächte gleichzeitig die körpereigenen Abwehrmechanismen."

Quelle: https://www.gmx.net/magazine/gesundheit/zuckerersatz-vorsicht-geniessen-41578224

Im Archiv: https://archive.ph/yN2EA

Die Studie: https://www.sciencealert.com/erythritol-sweetener-blood-brain-barrier-study

Auch ohne wissenschaftlichen Hintergrund mag man verstehen, dass das nicht gesund sein kann.

Zur Verspottung des Verbrauchers noch: "Sowohl die europäische Lebensmittelbehörde als auch die US-amerikanische FDA haben Erythritol als unbedenklich eingestuft. Die neuen Forschungsergebnisse stellen diese Bewertung jedoch grundlegend infrage und werfen einen Schatten auf die „sicheren“ Zuckerersatzstoffe."

Und: "Experten raten zu bewusstem Konsum."

Ist klar. Potentiell gesundheitsschädlich, also möglichst nicht essen.

Zucker habe ich ziemlich reduziert mit der Nebenwirkung, dass mir eine Gulaschsuppe aus der Dose zu süß ist. Warum tut man das auch da dran? Das schmeckt doch nicht besser davon? Bei einer zu säuerlichen Tomatensoße vielleicht ein wenig (!). Aber sonst? Nein danke. Das Bio-Produkt aus Tomaten ist oft auch nicht zu sauer oder sonstwas.

Was ich als Experte (Dr. rer. nat.) rate: Bitte die Warnhinweise (ihre Namen!) auf die Inhaltsstoffe beachten. Kurzfassung für den Verbraucher ist der Warnhinweis "zuckerfrei" auf Produkten, wo tatsächlich welcher reingehört. Dann sind die Kekse eher nicht gesund.

--
Der Kapitalismus kennt keine Kosten - nur Umsätze.


Man kann hinkommen, wo immer man will - egal wie lange es dauert.

#477245

cebe2004

30.12.2025, 13:08:28

@ zack

Und wieder ist ein Zuckeraustauschstoff negativ aufgefallen!

Ich komme eh nicht damit klar, warum man sich von Produkten ernähren muss, die eher was vom Chemiebaukasten haben als von natürlichen Lebensmitteln.
Wenn wir Besuch unserer Nachfolgegeneration haben, wird erstmal im nahen Supermarkt oder Kiosk das eingekauft, was ich aus Überzeugung nicht kaufe: Energydrinks, Cola, Chips....
Dann bekomme ich einen Vortrag, dass das ja "Zero"-Produkte sind und deshalb kalorienarm oder -frei und man die ja deshalb problemlos konsumieren könne.... Ich habs aufgegeben, da zu argumentieren. Sie wissen es ja eh alles und alles besser.

#477247

Hausdoc

Green Cottage,
30.12.2025, 22:04:46

@ cebe2004

Und wieder ist ein Zuckeraustauschstoff negativ aufgefallen!

> Ich komme eh nicht damit klar, warum man sich von Produkten ernähren muss,
> die eher was vom Chemiebaukasten haben als von natürlichen Lebensmitteln.


Meine Rede.

Was spricht gegen natürliche Lebensmittel wie Zucker.......oder Salz....... oder Alkohol.
Die Dosis macht das Gift.


Leider schaffen sich manche Produkte selbst ab. Pepsi hab ich früher gern getrunken. Nur gibts das nicht mehr ohne Süßstoffe -> verbannt. Ich kann den Geschmack von Süßstoffen ( auch in kleinen Mengen) nicht ertragen.

In Müllermilch ( Erdbeer...Schoko) ist schon lange keine Milch mehr enthalten!
In Apostels Zaziki ist kein einziges Gramm Joghurt mehr enthalten.

Nur noch Molkereiabfälle die man früher weggeschüttet oder an Schweine verfüttert hat. Und vielerlei Hilfsmittel damit das Zeug so aussieht als ob.

Ich hab auch ein Problem mit Salami die mit Reifekulturen ( zur Beschleunigung der Reife, damit ist Salami nach 3 Tagen schon reif - und nicht erst nach min 4 Wochen) zusammengepanscht wurde. Sie schmeckt mir nicht und ich vertrage sie auch nicht mehr.
Hausgemachte Salami oder Würste die wochenlang gereift sind ist das anders. Vom Geschmack und auch von der Textur.

--
Gruß Hausdoc

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#477386

zack

13.01.2026, 10:04:29

@ Hausdoc

Und wieder ist ein Zuckeraustauschstoff negativ aufgefallen!

> Leider schaffen sich manche Produkte selbst ab.

Schön wäre es. Es bleiben meist die teuren Marktführer. Die mir oft schlechter schmecken als die "noname" Produkte, deren Inhaltsstoffe hochwertiger sind.

> Nur noch Molkereiabfälle die man früher weggeschüttet oder an Schweine
> verfüttert hat. Und vielerlei Hilfsmittel damit das Zeug so aussieht als
> ob.

Früher war das von Müller wenigstens noch ein Molkedrink (wie hieß das noch?) - was ja an sich gesund ist. Molke gibt es heute nur noch selten und dann pur - ich komme damit aber nicht klar.

--
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#477261

Johann

01.01.2026, 12:51:14
(editiert von Johann, 01.01.2026, 12:58:05)

@ cebe2004

Und wieder ist ein Zuckeraustauschstoff negativ aufgefallen! (ed)

> Ich komme eh nicht damit klar, warum man sich von Produkten ernähren muss,
> die eher was vom Chemiebaukasten haben als von natürlichen Lebensmitteln.

Alles, aber ausnahmslos Alles im biologischen Kontext, ist "Chemiebaukasten". Erythritol wird vom Körper selbst in geringen Mengen im Glucosestoffwechsel synthetisiert.
Dazu dann allerdings noch unter Umständen erhöhte Mengen (durch Zahnschutz-Kaugummis, Soft-Drinks o.Ä.) zuzuführen, ist, wie so oft, kontraproduktiv. Selbst NaCl (Kochsalz) wirkt ab einer inkorporierten Menge von 250g lethal.

Nahrung ist alles, aber nicht einfach  ;-)

--
Doch wird ein Zaubertrick dir nicht geschenkt. Er kostet mehr Zeit, als sich mancher denkt.

#477385

zack

13.01.2026, 09:57:15

@ Johann

Und wieder ist ein Zuckeraustauschstoff negativ aufgefallen!

> Alles, aber ausnahmslos Alles im biologischen Kontext, ist
> "Chemiebaukasten".

Nunja, wenn man das so bezeichnet ...

Ich habe ja mit der "Maschine" das erste Mal Brot gebacken.

Mehl, Wasser, Hefe, Salz und ggf. ein wenig Zucker - das soll funktionieren?

Es hat und ließ mir die Frage über, wozu man den "Rest" im Handel braucht.

--
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#477396

Johann

13.01.2026, 16:19:54
(editiert von Johann, 13.01.2026, 16:25:49)

@ zack

Und wieder ist ein Zuckeraustauschstoff negativ aufgefallen! (ed)

> Nunja, wenn man das so bezeichnet ...
>
> Ich habe ja mit der "Maschine" das erste Mal Brot gebacken.
>
> Mehl, Wasser, Hefe, Salz und ggf. ein wenig Zucker - das soll
> funktionieren?
>
> Es hat und ließ mir die Frage über, wozu man den "Rest" im Handel
> braucht.

Wat? Verstehe ich nicht. Was für Reste braucht man im Handel? Die industriell üblichen shelf-stabilizer und sonstigen Produktoptimierer oder was meinst Du?
Du bist doch Dr. rer. nat. der Chemie. Dir ist doch klar, dass so wohl die standard Zutaten als auch eventuelle Zusatzstoffe für industriell gefertigte Produkte ausnahmslos alle zum Bereich Chemie gehören oder nicht?
Meinst Du eventuell "nicht natürlich erzeugte Materialien", was der Volksmund als "unnatürliche Chemie" deklariert? So was wie Plutonium oder Darmstadtium?
Also ich als Laienphysiker kenne nur natürliche Chemie. Welche andere auch sonst? Würde ich unnatürliche Chemie betreiben können, wäre mir mehr als ein Nobelpreis sicher.  :-D

--
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#477400

zack

13.01.2026, 17:22:05

@ Johann

Und wieder ist ein Zuckeraustauschstoff negativ aufgefallen!

> Wat? Verstehe ich nicht. Was für Reste braucht man im Handel? Die
> industriell üblichen shelf-stabilizer und sonstigen Produktoptimierer
> oder was meinst Du?

Mit "Rest" meinte ich das, was nicht zwingend z.B. ein Brot ausmacht. Reste aus Industrie und Verarbeitung eben oder gezielt Billiges.

--
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#477401

Johann

13.01.2026, 17:49:19

@ zack

Und wieder ist ein Zuckeraustauschstoff negativ aufgefallen!

> Mit "Rest" meinte ich das, was nicht zwingend z.B. ein Brot ausmacht. Reste
> aus Industrie und Verarbeitung eben oder gezielt Billiges.

Aha. Dann kauf doch Brot, wo so was nicht drin ist? Abgepackt aus dem Discounter ist das allerdings schwierig.
Tjoa, und "gezielt Billiges". Woran mag man das erkennen? Meine Frau buk täglich Brote, da kannte ich die Mehlqualitäten bis ins Detail. Tja, ansonsten ausser Salz, Wasser, ggf. Sauerteig und Hefe kommt da normal nix rein. Gibt's von diesen Zutaten Premium-Varianten? Je ne sais pas...

--
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#477414

baeuchlein

13.01.2026, 19:21:57
(editiert von baeuchlein, 13.01.2026, 19:22:12)

@ Johann

OT: Premium-Varianten (ed)

> ansonsten ausser Salz, Wasser, ggf. Sauerteig und Hefe kommt da normal nix
> rein. Gibt's von diesen Zutaten Premium-Varianten? Je ne sais pas...

Wenn du den Verkäufern von Himalaya-Salz & ähnlichen Dingen glaubst, gibt's da ganz sicher Premiumst-Varianten... :-D

#477415

Johann

13.01.2026, 19:27:52
(editiert von Johann, 13.01.2026, 19:30:06)

@ baeuchlein

OT: Premium-Varianten (ed)

> Wenn du den Verkäufern von Himalaya-Salz & ähnlichen Dingen glaubst,
> gibt's da ganz sicher Premiumst-Varianten... :-D

Ja klar... und 'n Ei vom Konsum. Himalaya Salz  :rotfl2:

Einerseits wollen die Leute keine Beimengungen, andererseits zahlen sie dann 10€ für standard NaCl das Pfund mit Beimengungen und Farbstoffen. Die Menschen sind bekloppt...

--
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#477413

baeuchlein

13.01.2026, 19:20:49

@ Johann

OT: Chemie

> Also ich als Laienphysiker kenne nur natürliche Chemie. Welche andere auch
> sonst? Würde ich unnatürliche Chemie betreiben können, wäre mir mehr
> als ein Nobelpreis sicher.  :-D

Wie wär's mit widernatürliche Chemie:devil: C-13-angereichertes Brot wär' doch geil!

#477416

Johann

13.01.2026, 19:33:12
(editiert von Johann, 13.01.2026, 19:34:45)

@ baeuchlein

OT: Chemie (ed)

> Wie wär's mit widernatürliche Chemie:devil: C-13-angereichertes
> Brot wär' doch geil!

Jo, oder komplett mit Isotopen backen. Wäre bestimmt eine interessante Variante. Vielleicht vermarktungsfähig, muss ich mal drüber sinnieren. Ich such ja immer noch ne Möglichkeit, wie man den Doofen das Geld aus der Tasche ziehen kann...  :-D

--
Doch wird ein Zaubertrick dir nicht geschenkt. Er kostet mehr Zeit, als sich mancher denkt.

#477422

baeuchlein

14.01.2026, 02:28:09

@ Johann

OT: Den Reibach machen mit Chemie & Co.

> komplett mit Isotopen backen. Wäre bestimmt eine interessante
> Variante. Vielleicht vermarktungsfähig, muss ich mal drüber sinnieren.

Eher nicht. Die entsprechenden Trennverfahren sind schon für C-13 enthaltende Stoffe so aufwendig, dass sowas recht viel kostet, soweit ich weiß. Ist allenfalls was für die Klientel, die unbedingt Schnitzel mit Goldstaub drüber fressen will.

> Ich such ja immer noch ne Möglichkeit, wie man den Doofen das Geld aus der
> Tasche ziehen kann...  :-D

Tja, dazu musst du was Billiges herstellen und teuer verkaufen. Vielleicht irgendwas mit "1,1% C-13" - das ist meines Wissens die natürliche Beimischung von C-13 in "gewöhnlichem" Kohlenstoff. Oder du verkaufst "strahlendes Brot", das etwas radioaktives C-14 enthält - auch das ist als (winzige) Beimischung in nicht allzu alten Materialien mit Kohlenstoff immer drin.

Oder wie wär's mit handgestreicheltem Himalaya-Salz? Nur echt mit der Prise Magnesiumchlorid (die ebenfalls in handelsüblichem NaCl immer drin ist, sonst wäre das nicht hygroskopisch, würde mit Wasser also nicht verklumpen). Und natürlich dann für den besonders zahlungskräftigen Kunden die Variante "Double Indian" - wurde zunächst von Indern (engl.: indian) und dann von Indianern (red indian) gestreichelt.

Ich verlange natürlich eine Beteiligung, wenn du diese meine bombastischen Ideen in kommerziell nutzbare Unternehmungen verwandelst. Sagen wir mal... 110% vom Gewinn? :grins:

#477434

Johann

14.01.2026, 17:37:45

@ baeuchlein

OT: Den Reibach machen mit Chemie & Co.

> Ich verlange natürlich eine Beteiligung, wenn du diese meine bombastischen
> Ideen in kommerziell nutzbare Unternehmungen verwandelst. Sagen wir mal...
> 110% vom Gewinn? :grins:

Ok, werde ich in dem Falle dann wohlwollend prüfen. Bei der Beteiligung scheint Dir jedoch ein Kommafehler unterlaufen zu sein  :-D

--
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#477435

baeuchlein

14.01.2026, 18:25:42

@ Johann

OT: Den Reibach machen mit Chemie & Co.

> > Ich verlange natürlich eine Beteiligung [...] Sagen wir
> > mal... 110% vom Gewinn? :grins:
>
> Ok, werde ich in dem Falle dann wohlwollend prüfen. Bei der Beteiligung
> scheint Dir jedoch ein Kommafehler unterlaufen zu sein  :-D

Oh, stimmt. Ich meinte nicht 110,0%, sondern latürnich 1100,0%. :clap: Meine genialen Ideen haben schließlich auch ihren Preis - und ich trage ja auch ein Risiko: Wenn du meinen superprächtigen Plan in den Sand setzt, kriege ich ja gar nix! :crying:

#477384

zack

13.01.2026, 09:53:17

@ cebe2004

Und wieder ist ein Zuckeraustauschstoff negativ aufgefallen!

> Ich komme eh nicht damit klar, warum man sich von Produkten ernähren muss,
> die eher was vom Chemiebaukasten haben als von natürlichen Lebensmitteln.

Ich habe damit kein Problem. Was mir nicht schmeckt oder nicht bekommt, das kaufe ich halt nicht. Und wenn etwas deutlich mehr als 10 verschiedene Zutaten hat, werde ich schon vorsichtig. Ab 20 schmeckt es relativ sicher nicht.

> Dann bekomme ich einen Vortrag, dass das ja "Zero"-Produkte sind und
> deshalb kalorienarm oder -frei und man die ja deshalb problemlos
> konsumieren könne.... Ich habs aufgegeben, da zu argumentieren. Sie wissen
> es ja eh alles und alles besser.

Genau. Eine evidenzbasierte Betrachtung ist in Medizin (Pharmazie) und Ernährung eher nicht mehr mit dem Zeitgeist vereinbar. Das macht doch heute die App oder zunehmend die KI.

--
Der Kapitalismus kennt keine Kosten - nur Umsätze.


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#477246

Timbatuku

30.12.2025, 14:49:20

@ zack

Und wieder ist ein Zuckeraustauschstoff negativ aufgefallen!

> Hallo liebe Foris,
>
> Kurz: "Erythrit gilt als gesunde Alternative zu Zucker und
> steckt in vielen Produkten. Doch Forschungsergebnisse zeigen: Der
> Süßstoff kann die Blut-Hirn-Schranke schädigen und das
> Schlaganfallrisiko steigern."
>
> Schlimmer noch nach der dort zitierten Studie: "Die Ergebnisse waren
> alarmierend: Der Zuckerersatz löste eine Kettenreaktion von Zellschäden
> aus, die das Gehirn anfälliger für Blutgerinnsel macht – eine
> Hauptursache für Schlaganfälle. Erythritol verursachte oxidativen
> Stress, überflutete die Zellen mit aggressiven freien Radikalen und
> schwächte gleichzeitig die körpereigenen Abwehrmechanismen
."
>
> Quelle:
> https://www.gmx.net/magazine/gesundheit/zuckerersatz-vorsicht-geniessen-41578224
>
> Im Archiv: https://archive.ph/yN2EA
>
> Die Studie:
> https://www.sciencealert.com/erythritol-sweetener-blood-brain-barrier-study
>
> Auch ohne wissenschaftlichen Hintergrund mag man verstehen, dass das nicht
> gesund sein kann.
>
> Zur Verspottung des Verbrauchers noch: "Sowohl die europäische
> Lebensmittelbehörde als auch die US-amerikanische FDA haben Erythritol als
> unbedenklich eingestuft. Die neuen Forschungsergebnisse stellen diese
> Bewertung jedoch grundlegend infrage und werfen einen Schatten auf die
> „sicheren“ Zuckerersatzstoffe."
>
> Und: "Experten raten zu bewusstem Konsum."
>
> Ist klar. Potentiell gesundheitsschädlich, also möglichst nicht essen.
>
> Zucker habe ich ziemlich reduziert mit der Nebenwirkung, dass mir eine
> Gulaschsuppe aus der Dose zu süß ist. Warum tut man das auch da dran? Das
> schmeckt doch nicht besser davon? Bei einer zu säuerlichen Tomatensoße
> vielleicht ein wenig (!). Aber sonst? Nein danke. Das Bio-Produkt aus
> Tomaten ist oft auch nicht zu sauer oder sonstwas.
>
> Was ich als Experte (Dr. rer. nat.) rate: Bitte die Warnhinweise (ihre
> Namen!) auf die Inhaltsstoffe beachten. Kurzfassung für den Verbraucher
> ist der Warnhinweis "zuckerfrei" auf Produkten, wo tatsächlich welcher
> reingehört. Dann sind die Kekse eher nicht gesund.

In dem Zusammenhang und weil's eben auch sehr aktuell ist, muss unbedingt auf das Drängen einiger Politiker hingewiesen werden, eine Zuckersteuer in Deutschland einzuführen. Besonders hervorgetan haben sich da der schleswig-holsteinische MP Daniel Günther (CDU) und der Ex-Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). Völliger Quatsch in meinen Augen. Die ewünschte Lenkungswirkung wird nicht erreicht. Die Industrie wird weniger Zucker verwenden, um Kosten zu sparen, aber dafür Zuckerersatzstoffe in Massen einsetzen, um den gewohnten Geschmack wieder zu erreichen. Das kann schädlicher sein als der echte Zucker, wie man hier wieder sieht. Und privat würde nicht ein Gramm Zucker weniger verbraucht. Sieht man ja am Benzin: Egal wie teuer das Zeug ist, es wird kein km weniger gefahren.

#477383

zack

13.01.2026, 09:48:01

@ Timbatuku

Und wieder ist ein Zuckeraustauschstoff negativ aufgefallen!

> In dem Zusammenhang und weil's eben auch sehr aktuell ist, muss unbedingt
> auf das Drängen einiger Politiker hingewiesen werden, eine Zuckersteuer in
> Deutschland einzuführen.

Die Ergebnisse müsste man sich in Grossbritannien anschauen, das hatte man die Zuckersteuer eingeführt. Geht ja ohne EU mal eben so. Als Ergebnis durfte die Schnellimbisskette Subway dort ihr "Brot" nicht mehr als solches verkaufne und versteuern, sondern als Süßware mit Zucker.

> Das kann schädlicher sein als der echte Zucker, wie man hier
> wieder sieht.

Was ja für die Krankheitsindustrie sinnvoll ist.

> Und privat würde nicht ein Gramm Zucker weniger verbraucht.
> Sieht man ja am Benzin: Egal wie teuer das Zeug ist, es wird kein km
> weniger gefahren.

Mir ist das auch wurscht. Außer ein paar Mehreinahmen für den Staat würde eine Zuckersteuer wenig bringen. Wobei - wenn der Fruchtjoghurt dann mit weniger Zucker billiger herzustellen wäre und der Preis wegen der Zuckersteuer erhöht werden muss? Wer weiß.

Die Spritkosten sind ja eher der geringste Kostenanteil beim Verbrenner. Daher vermeide ich unnötige Fahrten. Und beim Zucker verzichte ich freiwillig.

"Normale" Betrachtungen erreichen mich oft nicht.

--
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#477317

DUMIAU

04.01.2026, 14:54:51

@ zack

Und wieder ist ein Zuckeraustauschstoff negativ aufgefallen!

> Hallo liebe Foris,
>
> Kurz: "Erythrit gilt als gesunde Alternative zu Zucker und
> steckt in vielen Produkten. Doch Forschungsergebnisse zeigen: Der
> Süßstoff kann die Blut-Hirn-Schranke schädigen und das
> Schlaganfallrisiko steigern."

Warum wohl steht oft eine ganze Litanei von Zuckerersatzstoffen bei den Zutaten? Einer alleine wäre zu gefährlich. Die Frage ist nur ob die Kombination mehrere dieser Chemikalien gesünder ist als eine Einzelne oder die Kombi noch mehr Nachteile hat als die Einzelnen.
Stevia wird ja zb als natürlicher Zuckerersatz bezeichnet. Einer der Forscher die damals diesen Stoff mitenwickelt hat bezeichnet das Zeug als chemisches künstliches Süßungsmittel da nach dem chemischen Prozess der Herstellung nichts mehr natürlich sei, das sei so Bio wie Biodiesel aus Rapsöl. Man könne den Saft der Stevia-Pflanze als Süßungsmittel verwenden, aber das würde keiner machen da es einen extremen Eigengeschmack habe, aber das Raffinieren würde dem Stoff die Natürlichkeit nehmen.
Sein Fazit war, sparsame Verwendung von Zucker sei gesünder als alle künstlichen Süßstoffe, egal wie sie heißen würden. Hartes Urteil für einen Wissenschaftler der selbst solche Mittel entwickelte

#477382

zack

13.01.2026, 09:38:09

@ DUMIAU

Und wieder ist ein Zuckeraustauschstoff negativ aufgefallen!

> Warum wohl steht oft eine ganze Litanei von Zuckerersatzstoffen bei den
> Zutaten? Einer alleine wäre zu gefährlich. Die Frage ist nur ob die
> Kombination mehrere dieser Chemikalien gesünder ist als eine Einzelne oder
> die Kombi noch mehr Nachteile hat als die Einzelnen.

Das klingt plausibel. Zumindest der Nachweis eines kausalen Zusammenhanges zu etwaigen Gesundheitsschäden wird durch einen Mix extrem erschwert.

Ich dachte, das wäre, um dem Geschmack von echtem Zucker näher zu kommen.

> Sein Fazit war, sparsame Verwendung von Zucker sei gesünder als alle
> künstlichen Süßstoffe, egal wie sie heißen würden. Hartes Urteil für
> einen Wissenschaftler der selbst solche Mittel entwickelte.

Nun, er ist eben als Fachmann dafür gereift. Davor wusste man darüber nichts.

Oder hat man es geplant? Solche Substanzen sollten womöglich krank machen und wie Zucker machen sie Hunger auf "mehr", das ist wirtschaftlich sinnvoll. Wobei: Irgendwas muss man ja verkaufem, um eine Grammzahl zu erreichen. Und Zucker ist billig. Darum versucht man ja, z.B. durch "Säureregulatoren" mehr Zucker in den Joghurt zu kriegen.

(Der Beitrag blieb liegen - wie der viele Schnee die letzten Tage.)

--
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#477394

DUMIAU

13.01.2026, 14:40:21

@ zack

Und wieder ist ein Zuckeraustauschstoff negativ aufgefallen!

> Das klingt plausibel. Zumindest der Nachweis eines kausalen Zusammenhanges
> zu etwaigen Gesundheitsschäden wird durch einen Mix extrem erschwert.
Wissen wohl nur die Hersteller

> Ich dachte, das wäre, um dem Geschmack von echtem Zucker näher zu
> kommen.
Sicher auch ein Grund, da manche Ersatzstoffe in höherer Dosis einen Eigengeschmack entwickeln


> Oder hat man es geplant? Solche Substanzen sollten womöglich
> krank machen und wie Zucker machen sie Hunger auf "mehr", das ist
> wirtschaftlich sinnvoll. Wobei: Irgendwas muss man ja verkaufem, um eine
> Grammzahl zu erreichen. Und Zucker ist billig. Darum versucht man ja, z.B.
> durch "Säureregulatoren" mehr Zucker in den Joghurt zu kriegen.

Ob es beabsichtigt ist das man davon Krank werden könnte? Ganz auszuschließen ist das nicht. In den USA wurde ja auch ein Wahn auf fettfreie Milch ausgelöst, weil das gesünder sein soll, obwohl man wusste, dass der Ersatzstoff dafür sorgt, dass der Schließmuskel nicht mehr richtig arbeiten kann. Vor einiger Zeit hat mir einer mal einen Link geschickt, in dem es um die Praktiken der FDA in den USA ging. Fazit war, dass die vermutlich die korrupteste Behörde der USA sei. So gut wie jeder, der Entscheidungsgewalt habe, würde "Spenden" aus der Lebensmittel- und Pharmaindustrie bekommen, Manager der Big Player würden regelmäßig zwischen Behörde und Industrie wechseln usw. Da stellt sich schon die Frage ob das Zeug vor Zulassung wirklich so gut geprüft wird wie behauptet.
Als Konsument bis du da weitgehend ausgeliefert

#477399

zack

13.01.2026, 17:19:47

@ DUMIAU

Und wieder ist ein Zuckeraustauschstoff negativ aufgefallen!

> Ob es beabsichtigt ist das man davon Krank werden könnte? Ganz
> auszuschließen ist das nicht.

Ja, leider ist das so. Rechnet sich sonst nicht unter dem Strich mit der Gesundheit.

> In den USA ...

Danke für die Info. Die USA sind ja nun gar kein Maßstab mehr, sondern nur eine potentielle Bedrohung.

Im Übrigen scheint es mehr Mode mit der Ernährung. Dies soll man essen, weil gesund, das nicht - und nach 10 Jahren dann das Gegenteil.

> Als Konsument bis du da weitgehend ausgeliefert.

Geht so. Immerhin kann ich jeweils einen 100% Boykott aussprechen und auch durchziehen.

Dass auch "Bio" mich da nur bedingt schützt, ist mir schon klar. Vieles davon schmeckt und bekommt mir aber besser als das Standardprodukt. Zufällig ist unsere Darmflora etwas genauso schwer wie unser Hirn. Und ein wichtiger Baustein des vegetativen Nervensystemes ...

--
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#477408

DUMIAU

13.01.2026, 18:37:44

@ zack

Und wieder ist ein Zuckeraustauschstoff negativ aufgefallen!

> > Ob es beabsichtigt ist das man davon Krank werden könnte? Ganz
> > auszuschließen ist das nicht.
>
> Ja, leider ist das so. Rechnet sich sonst nicht unter dem Strich mit der
> Gesundheit.
Ob das daran liegen könnte, dass dahinter dieselben Finanzkonzerne stecken? Wie mal einer trocken feststellte, wenn man bei irgendeiner Schweinerei der Spur des Geldes folgt, tauchen immer dieselben Namen auf und das nur eine Handvoll verschiedene

> > In den USA ...
>
> Danke für die Info. Die USA sind ja nun gar kein Maßstab mehr, sondern
> nur eine potentielle Bedrohung.
Mir reicht schon die EU und die Flaschen in Berlin

> Im Übrigen scheint es mehr Mode mit der Ernährung. Dies soll man essen,
> weil gesund, das nicht - und nach 10 Jahren dann das Gegenteil.
Meistens widersprechen sich diese "Experten" schon von Tag 1 an


> Dass auch "Bio" mich da nur bedingt schützt, ist mir schon klar. Vieles
> davon schmeckt und bekommt mir aber besser als das Standardprodukt.
> Zufällig ist unsere Darmflora etwas genauso schwer wie unser Hirn. Und ein
> wichtiger Baustein des vegetativen Nervensystemes ...

Zum Thema Bio, da passt wohl der Spruch eines Nachbarn, der meinte, dass alles, was er anbaut, garantiert Bio ist, aber bei allem, was er von anderen zukauft, muss er denen vertrauen. Oder der örtliche Hühnerbaron, seine Eier seien zwar nicht Bio, aber er wisse, womit sie gefüttert werden. Aber jetzt, mit dem Vertrag mit Südamerika, werden wieder viele neue Bioprodukte auf den Markt kommen. Wie mal ein dortiger Kontrolleur eines der deutschen Bioverbände anmerkte, er habe schon das unschlagbare Angebot bekommen, entweder zu bestätigen, dass alle Vorgaben eingehalten werden, oder er würde spurlos verschwinden. Wer kann einem solchen Angebot schon widerstehen.

#477425

Timbatuku

14.01.2026, 09:47:10

@ DUMIAU

Und wieder ist ein Zuckeraustauschstoff negativ aufgefallen!

> Meistens widersprechen sich diese "Experten" schon von Tag 1 an

Weil du Experten in Anführungszeichen gesetzt hast, gehe ich davon aus, dass du diese Möchtegern-Experten meinst. Da handelt es sich um Klugscheißerei. Das muss man nicht weiter thematisieren.

Unter "echten" Experten, also in der Wissenschaft, ist Widerspruch nichts Negatives. Ganz im Gegenteil. Widerspruch ist gut und wichtig. Ohne Widerspruch gäbe es keine Weiterentwicklung der Wissenschaft. Wenn ein Wissenschaftler etwas herausfindet und sämtliche Kollegen nicken nur zustimmend statt zu hinterfragen, dann hast du Stillstand. Das will doch niemand. Man muss nur lernen zu unterscheiden, ob ein Experte aus ehrlichem wissenschaftlichem Interesse widerspricht oder ob es ihm nur um Aufmerksamkeit geht, etwa um auch mal in einer Talkshow auftreten zu dürfen.

#477428

DUMIAU

14.01.2026, 12:51:12

@ Timbatuku

Und wieder ist ein Zuckeraustauschstoff negativ aufgefallen!

> > Meistens widersprechen sich diese "Experten" schon von Tag 1 an
>
> Weil du Experten in Anführungszeichen gesetzt hast, gehe ich davon aus,
> dass du diese Möchtegern-Experten meinst. Da handelt es sich um
> Klugscheißerei. Das muss man nicht weiter thematisieren.

Damit meinte ich diese selbsternannten Experten die immer wieder eine neue Sau durchs Dorf treiben, zb das Gluten die Darmzotten verklebt, das E-Nummern immer schädlich sind usw

> Unter "echten" Experten, also in der Wissenschaft, ist Widerspruch nichts
> Negatives. Ganz im Gegenteil. Widerspruch ist gut und wichtig. Ohne
> Widerspruch gäbe es keine Weiterentwicklung der Wissenschaft. Wenn ein
> Wissenschaftler etwas herausfindet und sämtliche Kollegen nicken nur
> zustimmend statt zu hinterfragen, dann hast du Stillstand. Das will doch
> niemand. Man muss nur lernen zu unterscheiden, ob ein Experte aus ehrlichem
> wissenschaftlichem Interesse widerspricht oder ob es ihm nur um
> Aufmerksamkeit geht, etwa um auch mal in einer Talkshow auftreten zu
> dürfen.

Siehe Corona, da zählte ja auch nur noch, was DIE WISSENSCHAFT sagte, andere Meinungen wurden abgebügelt. Wie schon 2020 ein Infektologe dazu meinte, man habe es nach Jahrzehnten geschafft von der eminenzbasierten Wissenschaft zu einer evidenzbasierten Wissenschaft zu kommen um dann von einem Tag auf den Anderen wieder zur eminenzbasierten Wissenschaft zurückzukehren

#477429

baeuchlein

14.01.2026, 13:28:25

@ DUMIAU

OT: Corona & Wissenschaft

> Siehe Corona, da zählte ja auch nur noch, was DIE WISSENSCHAFT sagte,
> andere Meinungen wurden abgebügelt. Wie schon 2020 ein Infektologe dazu
> meinte, man habe es nach Jahrzehnten geschafft von der eminenzbasierten
> Wissenschaft zu einer evidenzbasierten Wissenschaft zu kommen um dann von
> einem Tag auf den Anderen wieder zur eminenzbasierten Wissenschaft
> zurückzukehren

Das lag aber vor allem daran, dass es nur wenige Leute gab, die sich intensiv mit dem entsprechenden Gebiet auskannten. Es nutzt ja nix, wenn man bezüglich der Viren einen um Rat fragt, der 10 Jahre Erfahrung in der Behandlung von Fußjucken hat. Und was die Erzählungen der Nicht-Wissenschaft angeht: 'nen Taxifahrer frag' ich auch selten um medizinischen Rat, und ich weiß auch, warum.

Ja, das Vorgehen in der Corona-Zeit hat dann auch so manchen Fehler hervorgebracht, aber das ist in der Wissenschaft normal. Man hat auch mal geglaubt, die Sonne würde ihre Hitze entwickeln, weil sie langsam schrumpfte und somit quasi Reibungshitze entwickelt. Wurde dann später korrigiert. Und so läuft das auch mit Corona - so allmählich wissen wir da besser Bescheid, und zwar durch echte Experten & Forschung anstatt durch Schwurbelei à la Trump, so nach dem Motto: "Spritzen wir den Kranken doch Desinfektionsmittel, das hilft bestimmt." Zumal der Onkel Donald es zum Zeitpunkt dieser Schwafelei längst besser wusste, wie ein gewisser Bob Woodward 'rauskriegte.

Überhaupt - was "die Politik" teilweise aus den Empfehlungen "der Wissenschaft" machte, könnte auch ganze Bücher füllen - oder Untersuchungsausschüsse. Auch das war nicht immer hilfreich, hat aber wenig mit "der Wissenschaft" zu tun. Wenn man nicht auf die hört, kann man ihr auch schlecht die Schuld zuschieben.

#477430

DUMIAU

14.01.2026, 14:33:16

@ baeuchlein

OT: Corona & Wissenschaft

> Das lag aber vor allem daran, dass es nur wenige Leute gab, die sich
> intensiv mit dem entsprechenden Gebiet auskannten. Es nutzt ja nix, wenn
> man bezüglich der Viren einen um Rat fragt, der 10 Jahre Erfahrung in der
> Behandlung von Fußjucken hat.

Dafür sitzen dann im Beraterkreis Germanisten und Personen die man höflich ausgedrückt als Befangen bezeichnen könnte.

> Überhaupt - was "die Politik" teilweise aus den Empfehlungen "der
> Wissenschaft" machte, könnte auch ganze Bücher füllen - oder
> Untersuchungsausschüsse. Auch das war nicht immer hilfreich, hat aber
> wenig mit "der Wissenschaft" zu tun. Wenn man nicht auf die hört, kann man
> ihr auch schlecht die Schuld zuschieben.
In Deutschland hat die Wissenschaft ganz brav das Spiel wider besseres Wissen mitgemacht

#477431

baeuchlein

14.01.2026, 16:02:16

@ DUMIAU

OT: Corona, Wissenschaft, Politik

> Dafür sitzen dann im Beraterkreis Germanisten und Personen die man
> höflich ausgedrückt als Befangen bezeichnen könnte.

Hat mir nie einer bewiesen.

> In Deutschland hat die Wissenschaft ganz brav das Spiel wider besseres
> Wissen mitgemacht

Meines Wissens ist diese Behauptung so nicht richtig. Was sollte "die Wissenschaft" auch tun, wenn sie nun mal beraten darf, aber nicht entscheiden? Es haben durchaus einige (z.B. Alexander Kekule) recht deutlich kritisiert, was in "der Politik" dann anders als von Beratern empfohlen entschieden wurde, andere (z.B. Christian Drosten) haben weniger dazu gesagt. Außerdem: Mancher Rat hat sich auch als Irrtum entschieden - hat "die Politik" den ignoriert, dann hat es hinterher keinen mehr gejuckt, auch wenn es nur Zufall war, dass dann die bessere Wahl von politischer Seite getroffen wurde.

Aber ich schätze, es läuft nun drauf hinaus, dass ich dir deine Angaben jetzt einfach mal nicht glaub', du mir meine Postings auch nicht, und damit hat es sich dann. :sleeping:

#477432

DUMIAU

14.01.2026, 16:30:18

@ baeuchlein

OT: Corona, Wissenschaft, Politik

> > Dafür sitzen dann im Beraterkreis Germanisten und Personen die man
> > höflich ausgedrückt als Befangen bezeichnen könnte.
>
> Hat mir nie einer bewiesen.
https://www.focus.de/gesundheit/coronavirus/corona-strategiepapier-auf-twitter-preist-er-mao-an-wie-fachfremder-china-fan-zum-deutschen-pandemie-berater-wurde_id_13008614.html
Und Drosten hat mit höchster Wahrscheinlichkeit an den Tests mitverdient, geh mal davon aus, das er seinem Kumpel den von ihm entwickelten Test nicht kostenlos überlassen hat, damit der Kohle machen kann

>
> > In Deutschland hat die Wissenschaft ganz brav das Spiel wider besseres
> > Wissen mitgemacht
>
> Meines Wissens ist diese Behauptung so nicht richtig. Was sollte "die
> Wissenschaft" auch tun, wenn sie nun mal beraten darf, aber nicht
> entscheiden? Es haben durchaus einige (z.B. Alexander Kekule) recht
> deutlich kritisiert, was in "der Politik" dann anders als von Beratern
> empfohlen entschieden wurde, andere (z.B. Christian Drosten) haben weniger
> dazu gesagt. Außerdem: Mancher Rat hat sich auch als Irrtum entschieden -
> hat "die Politik" den ignoriert, dann hat es hinterher keinen mehr gejuckt,
> auch wenn es nur Zufall war, dass dann die bessere Wahl von politischer
> Seite getroffen wurde.

Und was ist mit den Kritikern passiert? Die durften Hausdurchsuchungen und teilweise Berufsverbote erdulden

> Aber ich schätze, es läuft nun drauf hinaus, dass ich dir deine Angaben
> jetzt einfach mal nicht glaub', du mir meine Postings auch nicht, und damit
> hat es sich dann. :sleeping:
Man könnte sich ja auch einfach mal informieren, aber das könnte ja das Weltbild erschüttern

#477437

baeuchlein

14.01.2026, 19:31:43

@ DUMIAU

OT: Informationsbeschaffung

> https://www.focus.de/gesundheit/coronavirus/corona-strategiepapier-auf-twitter-preist-er-mao-an-wie-fachfremder-china-fan-zum-deutschen-pandemie-berater-wurde_id_13008614.html
> Und Drosten hat mit höchster Wahrscheinlichkeit an den Tests mitverdient,
> geh mal davon aus, das er seinem Kumpel den von ihm entwickelten Test nicht
> kostenlos überlassen hat, damit der Kohle machen kann

Wer soll dieser obskure "Kumpel" von Drosten sein? Der China-Freund vielleicht?

Wo ist denn in deiner Quelle irgendwo was davon zu lesen, dass Drosten wem-auch-immer Geld zugeschanzt hätte? Der ganze Text enthält nicht mal das Wort "Drosten"! Du begehst hier möglicherweise üble Nachrede - das würd' ich mir an deiner Stelle mal gut überlegen, ob das so eine tolle Idee ist!

Warum meinst du, dass Drosten, der mit seinem Institut wesentlich den "Goldstandard-Test" (PCR) entwickelt hat, nicht dran mitverdienen soll? Arbeitest du vielleicht gerne "für lau"?

Der komische Typ (Otto Koelbl), dessen Verhalten da IMHO an der Grenze zum Betrug lavierte, wurde im Übrigen zwar gehört (die Politik soll sich doch auch "informieren", gelle? Und nicht nur eine Meinung hören, sondern mehrere verschiedene?!), aber spätestens Merkel und Spahn haben ihn dann wohl de facto "abgesägt", bei denen hat er keinen Fuß auf die Erde gekriegt. Warum das Innenministerium den Typen unüberprüft "ausgegraben" hat, verstehe ich zwar nicht, aber Betrüger und Ähnliche schaffen es leider in ziemlich hohe Kreise - siehe Karl Theodor zu Guttenberg & Konsorten. Sie fliegen aber auch oft auf, wie diese beiden Fälle und viele andere zeigen.

Aber so läuft das ansonsten halt: Der "China-Freund" wurde angehört, aber seinem Vorschlag wurde nicht entsprochen. Übrigens haben auch andere lang gebraucht, bis sie gegenüber China offen misstrauischer wurden - z.T. hofften sie wohl, bei geringer zur Schau gestelltem Argwohn noch mehr Informationen aus Wuhan zu kriegen. Strategie gescheitert, aber das weiß man auch erst hinterher.

> Und was ist mit den Kritikern passiert? Die durften Hausdurchsuchungen und
> teilweise Berufsverbote erdulden

Das ist meines Wissens ausschließlich bei Verdacht auf Betrug (gefälschte Impfzertifikate, gefälschte Testergebnisse) so in Gang gesetzt worden, und dann auch IMHO richtig.

> Man könnte sich ja auch einfach mal informieren, aber das könnte ja das
> Weltbild erschüttern

Ich habe mich in der Corona-Zeit sehr wohl informiert, zeitintensiv und aus verschiedenen Quellen. Mit der Zeit konnte ich auch die glaubwürdigen und unglaubwürdigen ganz gut unterscheiden. Da hat's das Weltbild nicht sehr erschüttert.

Bei dir habe ich dagegen einen sehr schlechten Eindruck, was das Sich-informieren und den Umgang mit ungewöhnlichen Nachrichten angeht. Vielleicht solltest du erst mal lernen, das Informieren kompetent zu erlernen. Irgendwelche obskuren Einzelberichte von nicht so gut beleumundeten Quellen wie "Focus" und "Welt" sind weniger glaubhaft als von vielen verschiedenen Quellen stammende, nicht absolut gleiche, aber nahe beieinander liegende Berichte.

#477436

Timbatuku

14.01.2026, 18:56:42

@ baeuchlein

OT: Corona, Wissenschaft, Politik

> Aber ich schätze, es läuft nun drauf hinaus, dass ich dir deine Angaben
> jetzt einfach mal nicht glaub', du mir meine Postings auch nicht, und damit
> hat es sich dann. :sleeping:

Darauf läuft es eigentlich IMMER hinaus. Schon deshalb, weil Klugscheißer, Besserwisser, Krakeeler und Aluhüte retrospektiv mit der Messlatte des heutigen Wissensstands herangehen und auf dieser Basis angeblich oder tatsächlich gemachte Fehler beklagen. Das ist aber falsch. Man kann das Handeln seinerzeit nur dann fair und gerecht beurteilen, wenn man den damaligen Wissensstand zugrunde legt. Wer etwas Neuartiges und Tödliches unter Zeitdruck bekämpfen muss, der macht natürlich auch den einen oder anderen Fehler. Trotzdem meine ich auch heute noch, dass unser Land sich im internationalen Vergleich ganz gut dabei geschlagen hat. An einem Lockdown zu viel ist jedenfalls niemand gestorben. Am Virus hingegen mehrere.

#477438

baeuchlein

14.01.2026, 19:45:44

@ Timbatuku

OT: Nachbetrachtungen

> [...] weil
> Klugscheißer, Besserwisser, Krakeeler und Aluhüte retrospektiv mit der
> Messlatte des heutigen Wissensstands herangehen und auf dieser Basis
> angeblich oder tatsächlich gemachte Fehler beklagen. Das ist aber falsch.
> Man kann das Handeln seinerzeit nur dann fair und gerecht beurteilen, wenn
> man den damaligen Wissensstand zugrunde legt.

Man muss unterscheiden zwischen den Motivationen derer, die nur den damaligen Wissensstand hatten und denen, die mit heutigem Wissen 'rangehen. Wer damals falsch entschied, weil die für korrektes Entscheiden notwendigen Informationen nicht vorlagen, hat vermutlich nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt und sollte dann auch in keiner Weise "bestraft" werden. Heute hingegen sollten wir aus den (unwissentlich gemachten) Fehlern lernen - aber eben nicht nach dem Motto, "wer war die Sau?" (also: Wer hat den Fehler gemacht und ist vermeintlich schuld?), sondern nach der Richtschnur, "was können wir in Zukunft mit dem heutigen Wissen besser machen als damals?" Leider wurde das beim Geschrei nach Untersuchungsausschüssen & Co. oft nicht beachtet.

> Trotzdem meine ich auch heute noch, dass
> unser Land sich im internationalen Vergleich ganz gut dabei geschlagen hat.
> An einem Lockdown zu viel ist jedenfalls niemand gestorben. Am Virus
> hingegen mehrere.

Na ja, an den psychischen Folgen von Lockdowns könnten schon Leute gestorben sein, aber es dürften viel weniger Menschen sein als die, die sonst an Corona gestorben wären. "Tot aber glücklich" wäre ansonsten nicht nur ein Film mit Leslie Nielsen gewesen. :devil:

Wie gut sich Deutschland gegenüber anderen geschlagen hat, wird meines Wissens unterschiedlich bewertet. "Immens schlecht" lautet aber nur selten das Urteil, soweit ich weiß. Ich persönlich glaube, dass es akzeptabel gut gelaufen ist.

#477441

Timbatuku

15.01.2026, 13:56:49

@ baeuchlein

OT: Nachbetrachtungen

> Ich persönlich glaube, dass es akzeptabel
> gut gelaufen ist.

Dann sind wir in dieser Sache doch einig. In allen Punkten eigentlich.

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