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#441855 ot Planungskatastrophen (ot.politik)

verfaßt von Johann, 03.11.2020, 10:43:10
(editiert von Johann, 03.11.2020, 10:54:58)

Stuttgart21 ist von meiner laienhaften Warte aus schwer zu beurteilen. Da soll ein Großbahnhof an geografisch und geologisch ungünstiger Stelle errichtet werden. Nun verstehe ich von Geologie soviel wie die Kuh vom Gitarre spielen, kann mir jedoch vorstellen, daß das zumindest ein architektonisches Husarenstück werden könnte. Erfolg 50/50... vor allem, wenn man da nicht wirklich jedes Fitzelchen an Eventualität bedenkt, daß da auftreten könnte. Auch in paar Jahren, bestimmungsmässig, infrastrukturell so wie auch technisch. Da gilt es die Wirtschaftlichkeit ob der möglichen Aufwände und Risiken wohl abzuwägen.

BER ist halt drei mal so teuer wie geplant, ärgerlich aber nicht peinlich. Peinlich und beschämend war der gesamte Prozeß von der Planung zur Fertigstellung und die unfassbaren Fehlleistungen der involvierten Verantwortlichen und Ausführenden - in _allen_ Bereichen. Vom Architekten über den Bauherren bis herunter zum ausführenden Unternehmen. Alles Versager. Vierzehn Jahre für ein Rollfeld mit Abfertigungshalle, ohne Worte.
Das muß ich so flapsig sagen, weil ein Flughafen zwar im Grunde sehr komplex in Planung und Errichtung ist aber es dennoch nachweislich zack zack mit so etwas geht. Vierzehn Jahre vom Spatenstich bis zum ersten Flug. Im 21. Jahrhundert. Das glaube ich immer noch nicht... :gaga:

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Alles ist einfach, leider ist das Einfache schwierig. (Clausewitz)

 

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