#478493 Timbatuku
28.03.2026, 08:59:40
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Ehegattensplitting (ot.politik) |
Im Moment nimmt die Debatte über die Abschaffung des Ehegattensplittings wieder Fahrt auf. Wie es aussieht, ist nur noch die CSU dagegen. Ich hoffe, sie bleibt stark. Aber am Ende, so meine Befürchtung, ziehen die das durch. Dann bin ich mal gespannt, wer von den beiden bei der Bundestagswahl 2029 die größeren Verluste hinnehmen muss, Union oder SPD. Naja, bei den Sozen geht ja nicht mehr viel in Richtung unten.
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#478497 sansnom
28.03.2026, 09:09:46
@ Timbatuku
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Ehegattensplitting |
Wenn dem so ist, dass selbst die CDU dafür wäre (?), dann
kannst du sehen, wie verzweifelt die sein müssen, irgendwoher
ans Geld zu kommen.
Die CSU aus dem "schönen Bayernland" ist ohnehin
lediglich an Bayern interessiert, der Rest san "Breiss'n",
also vollkommen wurscht !
Deine Freude hinsichtlich 2029 kann ich so ganz nicht
nachvollziehen .
Jede(r) kann sich ausmalen, was dann passiert..................
dann sind wir richtig am A**** !
Da winkt schon eine gewisse Person aus der Schweiz !
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#478498 Johann
28.03.2026, 09:28:20
@ Timbatuku
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Ehegattensplitting |
Weisst Du, was ich kurios finde? Die Wurzel des sog. Ehegattensplitting ist ja die 1934 vom NS-Regime eingeführte Zusammenveranlagung von Ehepaaren, um Frauen vom Arbeitsmarkt in die Rolle als Hausfrau zu drängen.
Zwar funktioniert das heute steuerrechtlich anders aber der ursprüngliche Ansatz besteht ja im Kern weiterhin.
Und wie ich diese Woche beim lateralen Betrachten von Bundestags-TV mitbekam, ist ausgerechnet Die Linke gegen die Abschaffung. O tempora o mores
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Lass die Leute reden, die Hühner können's nicht.
(Alpöhi, Heidi 1952)
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#478499 Timbatuku
28.03.2026, 09:39:09
@ sansnom
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Ehegattensplitting |
> Wenn dem so ist, dass selbst die CDU dafür wäre (?), dann
> kannst du sehen, wie verzweifelt die sein müssen, irgendwoher
> ans Geld zu kommen.
Stimmt. Die ebenfalls bereits diskutierte Mehrwertsteuererhöhung spricht dieselbe Sprache.
> Die CSU aus dem "schönen Bayernland" ist ohnehin
> lediglich an Bayern interessiert, der Rest san "Breiss'n",
> also vollkommen wurscht !
Auch dabei stimme ich dir zu. Aber wenn's sich mit meinen eigenen Interessen deckt, kann ich auch der Söder-Truppe mal applaudieren. Da schäme ich mich nicht.
> Deine Freude hinsichtlich 2029 kann ich so ganz nicht
> nachvollziehen .
Worauf basiert deine Annahme, ich würde mich über irgendwas "freuen"?
> Jede(r) kann sich ausmalen, was dann passiert..................
> dann sind wir richtig am A**** !
> Da winkt schon eine gewisse Person aus der Schweiz !
Da ist was dran! Aber wenn's so kommt, dann ist auch unser aktueller Bundeskanzler mit schuld, der einst versprach, die AfD halbieren zu können.
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#478500 tacky 
28.03.2026, 09:44:34 (editiert von tacky, 28.03.2026, 09:45:00)
@ Timbatuku
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Ehegattensplitting (ed) |
Na, endlich!
Das Ehegatttensplitting dient nur dazu Frauen in Abhängigkeit zu halten.
Ist klar, dass die meist besser verdienenden Männer diese Machtposition nicht aufgeben wollen.
Objektiv betrachtet fällt mir kein Argument dafür ein, aber so viele Argumente dagegen:
- Erwerbsarbeit von Frauen oder die Ausweitung der Arbeitszeit und die Gleichstellung wird behindert
- Teilzeitfalle: viele Mütter verbleiben in Teilzeit
- Frauen zahlen weniger in die eigene Renten- und Sozialversicherung -> Altersarmut
- größere Abhängigkeit im Krisenfall (z. B. Scheidung)
Viele Grüße
T@cky
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#478501 Timbatuku
28.03.2026, 09:57:40
@ Johann
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Ehegattensplitting |
> Die Wurzel des sog. Ehegattensplitting ist
> ja die 1934 vom NS-Regime eingeführte Zusammenveranlagung von Ehepaaren,
> um Frauen vom Arbeitsmarkt in die Rolle als Hausfrau zu drängen.
Es ist zwar "en vogue", die Nazis für alles mögliche verantwortlich zu machen, aber diese Aussage ist nicht so ganz zutreffend. Das Ehegattensplitting (die steuerliche Zusammenveranlagung von Ehepaaren) wurde schon 1891 mit dem preußischen Einkommensteuergesetz eingeführt. Da hieß es noch nicht so, war aber de facto dasselbe.
> Zwar funktioniert das heute steuerrechtlich anders aber der ursprüngliche
> Ansatz besteht ja im Kern weiterhin.
Mit "ursprünglichem Ansatz" meinst du, das Splitting hindert Frauen am Zutritt zum Arbeitsmarkt? Das wird ja von vielen Seiten immer wieder mal in die Diskussion geworfen, meiner Meinung nach hält das Argument aber einer Realitätsprüfung nicht stand. Richtig ist eher, dass durch die Abschaffung für manche der Verlust so hoch sein wird, dass die Frauen gezwungen werden, ganztags zu arbeiten. Arbeitszwang durch die Hintertür, so weit sind wir. Ich bin in dieser Sache eher liberal eingestellt. Jedes Paar und jede Familie sollte ihren Alltag so gestalten können, wie es ihnen gefällt. Ein Festhalten an der Zusammenveranlagung begründe ich damit, dass Eheleute rechtlich eine Erwerbs- und Wirtschaftsgemeinschaft darstellen. Ob beide Vollzeit arbeiten oder einer viel und der andere weniger oder gar nicht ist alles egal - sie wirtschaften zusammen und sollten deshalb auch zusammen besteuert werden. Unternehmen werden doch auch in Gänze besteuert und nicht jede Abteilung für sich.
> Und wie ich diese Woche beim lateralen Betrachten von Bundestags-TV
> mitbekam, ist ausgerechnet Die Linke gegen die Abschaffung. O tempora o
> mores
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#478502 Timbatuku
28.03.2026, 10:08:45
@ tacky
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Ehegattensplitting |
> Objektiv betrachtet fällt mir kein Argument dafür ein, aber so viele
> Argumente dagegen:
> - Erwerbsarbeit von Frauen oder die Ausweitung der Arbeitszeit und die
> Gleichstellung wird behindert
Inwiefern? Keiner einzige Frau wird verboten, eine Arbeit aufzunehmen.
> - Teilzeitfalle: viele Mütter verbleiben in Teilzeit
Das ist ihre eigene, freie Entscheidung. In Fällen, wo die familiären Umstände es nötig machen, dass ein Elternteil halbtags daheim ist (Kinderbetreuung), kann man auch jetzt schon für sich ein Modell finden, indem man sich diese Aufgabe teilt. Wie auch immer, durch die Abschaffung des Ehegattensplitting ändert sich da ja nichts. Die familiären Umstände bleiben dieselben. Nur ist deutlich weniger Netteoeinkommen verfügbar. Tolle Familienförderung!
> - Frauen zahlen weniger in die eigene Renten- und Sozialversicherung ->
> Altersarmut
> - größere Abhängigkeit im Krisenfall (z. B. Scheidung)
Du hast noch keine Scheidung durchmachen müssen. Sonst wüsstest du, dass bei einer Scheidung die während der Ehe aufgebauten Rentenanwartschaften hälftig geteilt werden (Versorgungsausgleich!). Wenn die Frau nach der Scheidung nicht selbst für sich aufkommen kann, bekommt sie Ehegattenunterhalt zugesprochen. Ich möchte meinen, während der Ehe war sie da stärker abhänging als nach der Scheidung.
Aber an all den Punkten, die du aufzählst, ändert die Abschaffung des Ehegattensplittings nichts! Die Frauen werden zur längeren Arbeit in schlecht bezahlten Jobs gezwungen, auf dass die Unternehmen und deren Besitzer noch besser prosperieren.
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#478507 Hey_Joe 
71229 Leonberg, 28.03.2026, 10:24:30
@ Timbatuku
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Don´t feed the troll |
bitte!
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#478509 tacky 
28.03.2026, 11:06:29
@ Hey_Joe
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Ja, Du hast Recht, da helfen ja wie man sieht keine Argumente ;-)! (kT) |
| [ kein Text ] |
#478510 sansnom
28.03.2026, 13:15:04
@ Timbatuku
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Ehegattensplitting |
> Worauf basiert deine Annahme, ich würde mich über irgendwas "freuen"?
Habe ich reininterpretiert (dein letzter Satz über die "Sozen").
Aber letztlich stimmt es ja, leider........
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#478511 fuchsi 
Niederösterreich, 28.03.2026, 13:41:54
@ Timbatuku
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Ehegattensplitting |
Was bitte ist Ehegattensplitting?
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mein privates Hobby. www.ffzell.at
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#478514 Pahoo
bei Ingelheim, 28.03.2026, 16:04:54 (editiert von Pahoo, 28.03.2026, 16:05:55)
@ fuchsi
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Ehegattensplitting (ed) |
> Was bitte ist Ehegattensplitting?
So etwa ... 
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Wenn du etwas so machst, wie du es seit zehn Jahren gemacht hast, dann sind die Chancen groß, dass du es falsch machst. (Charles Kettering)
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#478515 fuchsi 
Niederösterreich, 28.03.2026, 16:15:19
@ Pahoo
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Ehegattensplitting |
> So etwa ... 
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> ![[image]](https://web73.webclient1.de/pics/splitting2.png)
Und die CSU ist gegen die Abschaffung?
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mein privates Hobby. www.ffzell.at
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#478516 df_doris
Frankreich, 28.03.2026, 18:30:53
@ fuchsi
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Ehegattensplitting |
> Was bitte ist Ehegattensplitting?
Danke, dass du fragst, wollte ich nämlich auch.
Wer nicht in D Steuern zahlt sondern z.B. in Österreich, wie du oder in Frankreich wie ich, kann nicht so recht nachvollziehen, welch heilige Kuh des deutschen Steuerrechts da zur Debatte steht und warum die angedachte Abschaffung zu solch einem kollektiven Aufschrei führt.
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#478517 Hey_Joe 
71229 Leonberg, 28.03.2026, 18:50:03
@ tacky
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Ja, Du hast Recht, da helfen ja wie man sieht keine Argumente ;-)! |
da regen sich im Moment ziemlich viele hier auf...aber der Typ will das nicht wahrhaben.
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