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#444846

sansnom

19.03.2021, 10:43:47
(editiert von sansnom, 19.03.2021, 10:45:51)

der deutsche Michel hat Geld zuviel......... (ed) (ot.politik)

Warum günstig, wenn es auch teuer geht:
Geld zum Fenster rauswerfen

und dafür noch:
teure Berater beauftragen

#444849

RoyMurphy

Tübingen,
19.03.2021, 14:52:49
(editiert von RoyMurphy, 19.03.2021, 15:01:02)

@ sansnom

der deutsche Michel hat Geld zuviel......... (ed)

> Warum günstig, wenn es auch teuer geht:
> Geld
> zum Fenster rauswerfen
>
> und dafür noch:
> teure
> Berater beauftragen

... und soll vor allem von Auslandsreisen abgehalten werden. Alle Rückkehrer aus Mallorca sollten testlos in 14 Tage Quarantäne geschickt und kostenpflichtig von "Essen auf Rädern" versorgt werden, damit sie endlich kapieren, woher die zweite und jetzt die dritte Infektionswelle samt den merkwürdigerweise aus Brexitannien unzensiert einreisenden supertödlichen Mutant*innen (  :confused: ) stammen.
Mir stehen jedenfalls unsere im Moment brachliegenden Kulturbetriebe, Einzelhändler und die Gastronomie näher als Strand, antike Ruinen, Abenteuer = die Touristik mit ihren Hotelkonzernen und Fernreise-Kapital- und -Naturschädigern.

Zum ersten Link: Angebot und Nachfrage bestimmen vor allem in Notzeiten den Preis besonders massiv, vgl. auch Wohnungsmarkt (Immobilienhype und Mietwucher). Dem Staat ist's gerade recht, denn seine (Gebühren- und Steuer-) Kassen klingeln einträglich weiter. Wenn's nicht reicht, werden einfach neue Beutelschneider erfunden, wie es der Soli war und wie es die Sektsteuer immer noch ist.

Zum zweiten Link: Mindestens während der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde gefordert, dass politische Ämter nicht nur mit Berufsrhetorikern und weiblichen ArgumenTanten aus den Parteien, sondern mit fürs jeweilige Ressort ausgebildeten Fachleuten besetzt werden sollten.
Zum besten Brauchtum gehört aber nach wie vor entweder das Abschieben, z.B. nach "Brassels", oder das Hochloben verdienter Parteisoldat*innen (  :confused: ) auf Posten mit viel Vitamin "B".

--
--------------------------------------------------------------------------
 :-) Grüße aus Tübingen

Reinhard


"Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt,
aber vielen bleibt es erspart."
Curt Goetz, dt. Schauspieler

#444851

vordprefect

wo karl ruht..,
19.03.2021, 15:11:02
(editiert von vordprefect, 19.03.2021, 15:16:03)

@ sansnom

der deutsche Michel hat Geld zuviel......... (ed)

Hi

> Warum günstig, wenn es auch teuer geht:
> Geld
> zum Fenster rauswerfen
>
> und dafür noch:
> teure
> Berater beauftragen

Wir habens ja  :crying:

Aber Hamburg stampft 300.000 Masken ein, die vom Bund gekauft wurden.. Waren die von Ernst&Young daran auch beteiligt?

Und die Provisionen der ehrenwerten Abgeordneten noch nicht mitgerechnet.. mal kurz 250.000 (Löbel) und 600.000 (Nüßlein) verdient.

--
lg,
volker
(derzeit in HH)

so long and thank you for the fish >~°>

Meine Fotos

#444855

sansnom

19.03.2021, 16:28:05

@ vordprefect

der deutsche Michel hat Geld zuviel.........

Bei "Lanz" gestern wurde es zugespitzt gesagt, dass bei "Ernst+Young"
eigentlich auch nur "gegoogelt" wurde und Angebote bei den bekannten
Preisportalen verglichen haben.
Es ist doch einfach absolut ernüchternd, dass eine Regierung nicht mal
direkte Kontakte nach China hat, um diese Sachen selbst zum Einkaufspreis
zu kaufen.
Denn eines ist klar, alle Masken kommen ausnahmslos aus China !

#444856

sansnom

19.03.2021, 16:37:00

@ RoyMurphy

der deutsche Michel hat Geld zuviel.........

die Reisen in der jetzigen Situation nach Mallorca verstehe ich auch nicht,
muss aber dazusagen, dass ich ein Reisemuffel bin.

Mit Angebot und Nachfrage hatte das m.E. und auch was in dem Artikel
steht, nichts zu tun.
Es ist eine Verschwendung von Steuergeld im Milliardenbereich und
reiht sich ein in andere Geldverbrennung wie u.a. "Stuttgart21(!)",
"BER", "Elbphilarmonie", um nur ein paar zu nennen.
Dazu indirekte Geldverbrennung, die letztlich auch wir alle zu spüren
bekommen wie Milliardenverluste von "Bayer", wg. Monsanto,
"Wirecard" und die Verfehlungen der Automobilindustrie.
Man kann langsam zu dem Schluss kommen, ein Glück dass man schon
ein bestimmtes Alter erreicht hat, damit man den ganz grossen Knall
nicht mehr hören muss................

#444857

vordprefect

wo karl ruht..,
19.03.2021, 16:49:36
(editiert von vordprefect, 19.03.2021, 16:52:43)

@ sansnom

der deutsche Michel hat Geld zuviel......... (ed)

Hi
> Bei "Lanz" gestern wurde es zugespitzt gesagt, dass bei "Ernst+Young"

Den Typ gucke ich höchst ungern..

> eigentlich auch nur "gegoogelt" wurde und Angebote bei den bekannten
> Preisportalen verglichen haben.

Ernst&Young kann halt den Google Translator besser bedienen und kennen Alibaba..  :devil:
Internet ist eben Neuland.

> Es ist doch einfach absolut ernüchternd, dass eine Regierung nicht mal
> direkte Kontakte nach China hat, um diese Sachen selbst zum Einkaufspreis
> zu kaufen.
Es gibt doch einige Abgeordnete die sehr wohl Kontakte hatten.. nur haben Sie das zum eigenen Vorteil genutzt und hatten weniger Skrupel  :devil: .

> Denn eines ist klar, alle Masken kommen ausnahmslos aus China !

Nö - das stimmt nicht unbedingt - aber die Chinesen haben wohl mehr davon ;).
Hersteller von FFP2 Masken

edit: halbsatz geändert.

--
lg,
volker
(derzeit in HH)

so long and thank you for the fish >~°>

Meine Fotos

#444858

sansnom

19.03.2021, 17:00:13
(editiert von sansnom, 19.03.2021, 17:01:12)

@ vordprefect

der deutsche Michel hat Geld zuviel......... (ed)

Was Lanz angeht, war der mir bislang auch zu hektisch.
Aber jetzt, wo es meistens um Corona geht, redet er
zwar selbst genausoviel wie seine Gäste, aber er stellt
auch unangenehme Fragen und hakt nach.

Bei deinem Link steht bei einigen "Herstellern" auch "China-Export".
Da wo nichts steht, kann man sich seinen Teil denken.
Ich würde das auch nicht abwertend sehen, sondern es ist
einfach Fakt.
Vielleicht kann man sich auf 99 % einigen................ ;-)

#444865

zack

19.03.2021, 20:02:53

@ sansnom

der deutsche Michel hat Geld zuviel.........

Ja gut, irgendwohin muss man das "nachgedruckte" Geld ja schmeißen.

Die Leute glauben immer noch an Kosten, dabei gibt es im Kapitalismus nur Umsätze.

Manchmal geht es eben nicht ohne Unternehmensberater. Air Liquide verkaufte 2020 die Tochterfirma Schülke&Mayr (Stammhaus Norderstedt bei Hamburg). Die stellen Desinfektionsmittel her. Air Liquide stellt Industriegase her. Die Begründung für den Verkauf nach Jahren war, dass das nicht zum Produktportfolio pasen würde. Die Beratung dazu muss Millionen gekostet haben.

Ich hätte das nach 10 Sekunden feststellen können, die ich dazu verwendet hätte, nachzudenken, ob das eine Scherzfrage ist.

Ich verstehe den Verkauf auch nicht. Bekannte Marke(n), billige Rohstoffe, wenig Personal bzw. Lohnabfüller - das ist ein Dukatenesel, nur halt kontinuierlich, nicht gestückelt.

--
Der Kapitalismus kennt keine Kosten - nur Umsätze.


Man kann hinkommen, wo immer man will - egal wie lange es dauert.

#444867

sansnom

19.03.2021, 21:22:39
(editiert von sansnom, 19.03.2021, 21:25:55)

@ zack

der deutsche Michel hat Geld zuviel......... (ed)

Wahrscheinlich hatte die Firma "Bayer AG" auch "Berater",
als sie die Giftmischerfirma "Monsanto" für insgesamt
63 Milliarden erworben haben...................um damit
10 Milliarden Verlust (2020) zu machen.
Letztendlich wird diese unsägliche Dummheit
wieder die Allgemeinheit in irgendeiner Form ausbaden müssen,
woher soll sonst die Kohle kommen.
Ähnliches auch bei den Energieunternehmen, die jetzt Milliarden
wg. Atomausstieg kassieren, aber vorher Milliardengewinne gemacht
haben.
Das Unangenehme, nämlich jahrzehntelanger Abbau der Anlagen und
Endlagerung hat aber die Allgemeinheit zu tragen unter dem Motto:
Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren !

#444871

zack

20.03.2021, 10:13:10

@ sansnom

der deutsche Michel hat Geld zuviel.........

> Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren !


So sieht das aus in der sozialen Marktwirtschaft. Viel anders lief es in der Planwirtschaft auch nicht.

Hier vor Ort hatte im August ein großes Fitnessstudio neu aufgemacht ... steckte dahinter ein sehr starker Glaube? Die Aussicht auf Hilfszahlungen? Oder die pure Leichtgläubigkeit aka Dummheit?

--
Der Kapitalismus kennt keine Kosten - nur Umsätze.


Man kann hinkommen, wo immer man will - egal wie lange es dauert.

#444896

DUMIAU

21.03.2021, 13:51:41

@ vordprefect

der deutsche Michel hat Geld zuviel.........

> > Denn eines ist klar, alle Masken kommen ausnahmslos aus China !
>
> Nö - das stimmt nicht unbedingt - aber die Chinesen haben wohl mehr davon
;).
> Hersteller
> von FFP2 Masken

Nur das deutsche Hersteller bei der Regierung nicht zum Zug kamen. Ein Hersteller dessen Angebot dem Ministerium nicht mal eine Antwort wert war bekam auf Nachfrage die Antwort das sich die Regierung auf China als bevorzugtes Lieferland festgelegt habe.
Die Frage ist dabei wer da alles geschmiert wurde wenn man sich weigert einheimische Lieferanten auch nur zu berücksichtigen aber gleichzeitig Preise zahlt für die auch europäische Hersteller problemlos hätten liefern können, bzw die Preise unterboten hätten. Oder wollten Sie nur gewisse "Formalitäten" nicht erfüllen? Fragen über Fragen die wohl erst Historiker beantworten können. Aber auffällig ist das EY praktisch bei allen Schweinereien der letzten Jahre eine wichtige Rolle spielte. Ob sie beim aktuellen Skandal Spahns wieder dabei sind, der Vergabe von Aufträgen zu insgesammt 4,6 Milliarden ohne Ausschreibung.

#444897

DUMIAU

21.03.2021, 14:10:09

@ zack

der deutsche Michel hat Geld zuviel.........

> Manchmal geht es eben nicht ohne Unternehmensberater. Air Liquide verkaufte
> 2020 die Tochterfirma Schülke&Mayr (Stammhaus Norderstedt bei Hamburg).
> Die stellen Desinfektionsmittel her. Air Liquide stellt Industriegase her.
> Die Begründung für den Verkauf nach Jahren war, dass das nicht zum
> Produktportfolio pasen würde. Die Beratung dazu muss Millionen gekostet
> haben.
>
> Ich hätte das nach 10 Sekunden feststellen können, die ich dazu verwendet
> hätte, nachzudenken, ob das eine Scherzfrage ist.
>
> Ich verstehe den Verkauf auch nicht. Bekannte Marke(n), billige Rohstoffe,
> wenig Personal bzw. Lohnabfüller - das ist ein Dukatenesel, nur halt
> kontinuierlich, nicht gestückelt.


Bekannter erzählte vor wenigen Jahren von den Erfahrungen die sein AG mit Betriebsberatern machte. Sein AG hatte seit Jahren im Kerngeschäft Verluste zu beklagen da der Markt schrumpfte und gleichzeitig neue Konkurrenen aus Asien auf den Markt drängten die praktisch keine Umweltauflagen erfüllen mussten. Die Firma gab es nur noch weil die Gründer-und Nachfolgergeneration Firmen in komplett anderen Bereichen übernommen oder aufgebaut hatten die mit dem Kerngeschäft nichts zu tun hatten, aber dafür genügend Gewinn abwarfen um die Verluste der Kernfirma (noch) auffangen zu können. Rat der Betriebsberater war diese Firmen zu verscherbeln und das Geld in das Kerngeschäft zu stecken. Mit der eigenen Buchhaltung und dem Steuerberater hat er dieses Ergebnis der renommierten Beratungsfirma durchgerechnet. Ergebnis war das sie wenn sie nichts tun in 15 Jahren Insolvent sind, wenn sie die Ratschläge der Beratungsfirma umsetzen aber schon in maximal 5 Jahren da dann immer noch Verluste auflaufen aber gleichzeitig massive Investitionen in ein auslaufendes Produkt nötig wären. Seltsamerweise hatten die Berater auch einige Wochen später Angebote von asiatischen Firmen unterbreitet die den ganzen Laden aufkaufen würden. Die Chefs haben sich dann mit einigen Angestellten , der Bucchhaltung und dem Steuerberater zusammengesetzt und das Ganze durcchgesprochen. Ergebnis war das sie das Kerngeschäft an einen nahen Konkurrenten günstig abgeben und sich komplett auf die rentablen Firmenteile konzentrieren und das nun freiwerdende Geld für Investitionen in neue Produkte nutzen. Um es deutlich zu sagen, das Ergebnis der Betriebsberater hätten das Ende der Firma und damit ca 500 Arbeitsplätzen bedeutet. Die Umsetzung des hauseigenen Plans hat dazu geführt das nicht nur kein Arbeitsplatz verloren ging sondern die Firma mittlerweile bei 700 Lohnempfängern steht, bei steigender Tendenz und steigender Rendite. Man muss aber auch dazu sagen das die Berater vom Alten geholt wurden der an der Kernfirma hing die sein Großvater gegründet hatte. Die Junioren die aber ziemlich ungeplant die Firma kurz vor Abschuss der Arbeit der Berater wegen dem Tod ihres Vaters übernehmen mussten hatten da weniger sentimentale Gefühle, denen ging es um die ganze Firma und nicht um Teilbereiche und mit Mitte/ Ende 20 hatten sie auch einen anderen Blick auf das Ganze. Wie dem auch sei, die Meinung die sie gegenüber Beratungsfirmen haben ist nicht gerade druckreif.

#444908

neanderix

22.03.2021, 13:43:28
(editiert von neanderix, 22.03.2021, 13:47:51)

@ DUMIAU

der deutsche Michel hat Geld zuviel......... (ed)

> Historiker beantworten können. Aber auffällig ist das EY praktisch bei
> allen Schweinereien der letzten Jahre eine wichtige Rolle spielte.

Wie auch Roland Berger, BCC (Boston Consulting Group) oder PWC (Price Waterhouse Coopers)

--
Exil-Spotlighter

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Probleme mit Unix? Be root

#444917

DUMIAU

22.03.2021, 15:18:23

@ neanderix

der deutsche Michel hat Geld zuviel.........

> > Historiker beantworten können. Aber auffällig ist das EY praktisch bei
> > allen Schweinereien der letzten Jahre eine wichtige Rolle spielte.
>
> Wie auch Roland Berger, BCC (Boston Consulting Group) oder PWC (Price
> Waterhouse Coopers)

Vor einigen Jahren las ich mal einen passenden Kommentar zum Thema Kompetenz in diesen Beratungsfirmen. Wesentliche Kernkompetenz die als Berater gefordert ist sei Selbstsicheres Auftreten bei absoluter Ahnungslosigkeit. Kam von einem Unternehmensberater der alten Schule und der hat sich auch gewundert wie frischgebackene Uniabsolventen Unternehmen beraten sollen.

Das Hauptproblem der Beratungsfirmen bei der Beratung unserer Politiker ist das sie auch in den Unternehmen stecken die von der Politik kontrolliert werden sollten.

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