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#442200

vordprefect zur Homepage von vordprefect

wo karl ruht..,
13.11.2020, 11:44:06

Steuer aufs HomeOffice (nt.netz-treff)

Hi,

das könnte fast vom Postillion sein...

die Deutsche Bank (die mit den Peanuts, Geldwäsche, Libor/Euribor, Epstein) hat ne tolle Idee.

Alle wettern gegen eine Internetsteuer, aber jetzt ne tolle Idee, einfach die HomeOffice Leute mal zu besteuern,
weil sie weniger zum Wirtschaftskreislauf beitragen? Achso, der Verfasser schlägt ne Steuer von 5% vor.
Das soll der Arbeitgeber zahlen und wenn es einen permanenten Arbeitsplatz gibt und der Arbeitnehmer sich fürs HomeOffice entscheidet, der Angestellte.

Gibts bei heise.de

Das Original (in Englisch als PDF) :

"The sudden shift to WFH means that, for the first time in history, a big chunk of people have disconnected themselves from the face-to-face world yet are still leading a full economic life. That means remote workers are contributing less to the infrastructure of the economy whilst still receiving its benefits.
That is a big problem for the economy as it has taken decades and centuries to build up the wider business and economic infrastructure that supports face-to-face working. If a great swathe of assets lie redundant, the economic malaise will be extended."

--
lg,
volker

so long and thank you for the fish >~°>

me@PPG
Meine Fotos

#442202

Johann

13.11.2020, 12:25:08

@ vordprefect

Steuer aufs HomeOffice

Die Argumentation des Autors ist nachvollziehbar. Allerdings ist genau das, was er da als zu versteuernden Vorteil vorschlägt, genau der Vorteil, weswegen ich z.B. schon seit vielen Jahren WFH mache. Ich benötige die Pendler-Infrastruktur nicht und will auch nicht daran mitbezahlen. Aus sozialer Gerechtigkeit sollen WFH Personen dies laut ihm aber nun tun.
Da sage ich: Arschlecken, Infrastruktur anpassen und nicht indirekt durch eine Steuer abstrafen. Außerdem argumentiert er weiter, dass ja auch allerlei Geschäfte zu dieser Infrastruktur zählen wie Brötchen-Liesel oder Kaffee-August am Bahnhof. Die soll die Steuer dann gleich mitfinanzieren.
Für meine Begriffe kann er gut rechnen, aber auf den Trichter kam ja auch schon so manchen WFH‘ler selbst, dass das ja weniger Aufwand ist, wenn man Zuhause wurschtelt. Ist ja der Sinn der Sache.

--
Alles ist einfach, leider ist das Einfache schwierig. (Clausewitz)

#442203

fuchsi zur Homepage von fuchsi

Niederösterreich,
13.11.2020, 12:49:56

@ Johann

Steuer aufs HomeOffice

Ich fahre im Sommer mit dem Rad in die Firma. Soll ich deswegen auch Steuern zahlen, weil ich da keine Infrastruktur benutze?

--
mein privates Hobby. www.ffzell.at

#442213

RoyMurphy

Tübingen,
13.11.2020, 18:00:18

@ fuchsi

Steuer aufs HomeOffice

> Ich fahre im Sommer mit dem Rad in die Firma. Soll ich deswegen auch
> Steuern zahlen, weil ich da keine Infrastruktur benutze?

Gibt's in Austria kein Kilometergeld fürs Radlfahren zum Arbeitsplatz und heimwärts?

Unser Sohn war in der Hochzeit der 1. Coronawelle wochenlang im Home-Office und ist es pünktlich zum Auftakt der 2. Virenparade wieder. Er erspart sich während diesen Zeiten zwar die Fahrt- und Verpflegungskosten außer Hauses, aber die Nutzung meines früheren Arbeitszimmers incl. anteiliger Miet-, Energie-, Internet- und Reinigungskosten wird er dem Finanzamt in Rechnung stellen. Die Ausrüstung für den Arbeitsplatz besteht aus einem Laptop mit Bluetooth Headset und Intranetverbindung zur Firma über unseren Kabelanschluss. Alle Aufgaben und Aufträge kann er papierlos erledigen. Die manuellen Arbeiten in der Firma übernimmt derweil ein Kollege, mit dem er sich abwechselt.
Und diese geniale Organisation soll nun noch mit einer "Straf- oder Faulensteuer" belegt werden? Das wäre wie Maut für Radfahrer in der Fußgängerzone.

--
--------------------------------------------------------------------------
 :-) Grüße aus Tübingen

Reinhard


"Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt,
aber vielen bleibt es erspart."
Curt Goetz, dt. Schauspieler

#442313

neanderix

21.11.2020, 15:48:44

@ Johann

Steuer aufs HomeOffice

> Die Argumentation des Autors ist nicht nachvollziehbar.

Du hast da ein Wort vergessen, ich habs mal eingefügt.
Was der Autor vorschlägt, schlägt dem Faß den Boden aus und die Argumentation ist schlicht Humbug in Tüten.

> was er da als zu versteuernden Vorteil vorschlägt, genau der Vorteil,
> weswegen ich z.B. schon seit vielen Jahren WFH mache. Ich benötige die
> Pendler-Infrastruktur nicht und will auch nicht daran mitbezahlen. Aus
> sozialer Gerechtigkeit sollen WFH Personen dies laut ihm aber nun tun.
> Da sage ich: Arschlecken, Infrastruktur anpassen und nicht indirekt durch
> eine Steuer abstrafen.

1. was verstehst du unter "Pendler-Infrastruktur"
2. wie stellst du dir ein "anpassen" vor?

> Außerdem argumentiert er weiter, dass ja auch
> allerlei Geschäfte zu dieser Infrastruktur zählen wie Brötchen-Liesel
> oder Kaffee-August am Bahnhof. Die soll die Steuer dann gleich
> mitfinanzieren.
> Für meine Begriffe kann er gut rechnen, aber auf den Trichter kam ja auch
> schon so manchen WFH‘ler selbst, dass das ja weniger Aufwand ist, wenn
> man Zuhause wurschtelt. Ist ja der Sinn der Sache.

Dabei unterschlägt er völlig, das WFH-Arbeiter auch zusätzliche Ausgaben haben, zum Beispiel steigt der Strombedarf, steigt der Wassserverbrauch, steigen die Heizkosten. Kosten für mahlzeiten füge ich mal nicht ein, weil selbstgekochte mahlzeiten, wenn man es richtig ansgtellt,sogar billiger sind, als das 'kantinenessen.

--
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