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#434667

RoyMurphy

Tübingen,
03.11.2019, 11:10:38

Jules Verne: Wasserstoff - Antriebsmittel der Zukunft? (verkehr.kfz)

Damit keine unendliche Geschichte daraus wird, eröffne ich einen neuen Thread zum Thema "Energieträger der Zukunft" mit einer historischen Wurzel:

Wasserstoffantrieb – die Lösung für unbegrenzte Mobilität?

Zitat: "Wasserstoff als Energieträger für Autos hat einige faszinierende Eigenschaften. Leider kann aber auch eine Wasserstoff-Strategie auf absehbare Zeit keine Lösung für die Energie- und Umweltproblematik des Individualverkehrs bieten."

Und was hat Jules Verne damit zu tun?

Zitat: "Im Jahr 1874 veröffentlichte Jules Verne seinen Roman „Die geheimnisvolle Insel“, in dem er Ingenieur Cyrus Smith diese Sätze (in der Einleitung) in den Mund legt. Smith hatte sogar eine Antwort auf die Frage, wie man das Wasser in seine Elementarbestandteile zerlegen sollte, nämlich per Elektrolyse, die Wasser mittels Strom in Sauerstoff und Wasserstoff spaltet. Diese Vision war Smiths Antwort auf die Frage, wie die Menschheit zurechtkommen sollte, wenn die Kohle aufgebraucht sei. Wahr geworden ist sie bis heute nicht."

Am Ende kommt der Wasserstoff

Wie sehen die NT-Spezialisten für stationären Einsatz und mobile Antriebe diese Problematik?

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 :-) Grüße aus Tübingen

Reinhard


> Hoffnung ist ein Mangel an Information
Zitat aus: "Stendal" (Krimiserie)

#434678

Manfred H

03.11.2019, 16:35:13

@ RoyMurphy

Jules Verne: Wasserstoff - Antriebsmittel der Zukunft?

> Am Ende kommt der Wasserstoff.

Am Ende sollten alle/die meisten Energieträger im für sie optimalen Einsatzbereich nebeneinander exsitieren.
Und am besten mit bereits ausgebauter Infrastruktur ohne zusätzliche "idiotisch" überdiminsionierete Ausgaben für "Fehlgeburten".

#434680

RoyMurphy

Tübingen,
03.11.2019, 17:26:38

@ Manfred H

Jules Verne: Wasserstoff - Antriebsmittel der Zukunft?

> > Am Ende kommt der Wasserstoff.
>
> Am Ende sollten alle/die meisten Energieträger im für sie optimalen
> Einsatzbereich nebeneinander exsitieren.
> Und am besten mit bereits ausgebauter Infrastruktur ohne zusätzliche
> "idiotisch" überdiminsionierete Ausgaben für "Fehlgeburten".

Letzteres läuft ja bereits in voller Fahrt - dank Scheuer und "Fachgenoss*innen" - unter Einsatz der Steuergeldschleuder (vgl. auch "Maut für Alle": Vertrag perfekt für den Anbieter, aber ohne (europäische) Rechtsgrundlage). Bei soviel "Salat" werde ich bestimmt kein Vegetarier  :-P

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 :-) Grüße aus Tübingen

Reinhard


> Hoffnung ist ein Mangel an Information
Zitat aus: "Stendal" (Krimiserie)

#434689

fuchsi zur Homepage von fuchsi

Niederösterreich,
04.11.2019, 07:53:24

@ RoyMurphy

Jules Verne: Wasserstoff - Antriebsmittel der Zukunft?

Also dass Brennstoffzellen im Teillastbetrieb wirkungsvoller sein sollen als Verbrenner, habe ich anders gehört.

Meines Wissensstandes nach, benötigen Brennstoffzellen einen möglichst kontinuierlichen Stromverbrauch, und möglichst kein Stop and Go.

--
mein privates Hobby. www.ffzell.at

#434691

Johann

04.11.2019, 09:43:07
(editiert von Johann, 04.11.2019, 09:48:17)

@ RoyMurphy

Jules Verne: Wasserstoff - Antriebsmittel der Zukunft? (ed)

Die momentanen, technischen Herausforderungen kehrt der FAZ Artikel gut heraus. Wasserstoff ist, wenn die u.a. im Artikel aufgeführten Hürden in industriellem Maßstab genommen sind, sicherlich eine für etliche Szenarien geeignete Möglichkeit der Energiedistribution und eventuell in stationärem Kontext sogar revers als Energie-Puffer/Speicherkonzept machbar.
Allerdings möchte ich beim Thema "Geschätzte Künstler und deren technische Visionen" dem verstorbenen Alt-Kanzler Helmut Schmidt bezüglich "Visionen" beipflichten.
Genau wie Leonardo Da Vinci oder populäre Sci-Fi Autoren hat Verne zwar künstlerisch sehr wohlgefällige, jedoch von der tatsächlichen Machbarkeit weit entfernte Konzepte erdacht.
Alles was denkbar ist ist nicht automatisch auch möglich. Vor allem, wenn man es nicht grundlegend und umfassend durchdenkt.
Mit simplen Geistesblitzen wurde in der Menschheitsgeschichte selten etwas bewegt. Erst wenn sich jemand genauer darüber Gedanken machte führte es zu verwertbaren Ergebnissen.

--
Alles ist einfach, leider ist das Einfache schwierig. (Clausewitz)

#434692

fuchsi zur Homepage von fuchsi

Niederösterreich,
04.11.2019, 10:12:14

@ Johann

Jules Verne: Wasserstoff - Antriebsmittel der Zukunft?

> Erst wenn sich jemand genauer darüber Gedanken machte führte es
> zu verwertbaren Ergebnissen.

Oder es zum Krieg tauglich war....

--
mein privates Hobby. www.ffzell.at

#434697

Johann

04.11.2019, 13:16:39
(editiert von Johann, 04.11.2019, 13:17:56)

@ fuchsi

Jules Verne: Wasserstoff - Antriebsmittel der Zukunft? (ed)

> Oder es zum Krieg tauglich war....

Gerade da sind undurchdachte Handlungen oder Lösungen fatal. Wortwörtlich.

--
Alles ist einfach, leider ist das Einfache schwierig. (Clausewitz)

#434712

Johann

05.11.2019, 09:10:57
(editiert von Johann, 05.11.2019, 09:17:19)

@ RoyMurphy

Jules Verne: Nachtrag (ed)

Habe gestern bei der Suche nach einem Hörspiel zum eindösen „Reise zum Mond“ gefunden. Original Jules Verne Text. In dem Roman will er Personen mit einer gigantischen Kanone auf den Mond schießen. So weit so gut, die ballistischen Formeln Isaac Newtons waren ihm bekannt.
Dessen erstes Gesetz, ein Körper verharrt in seinem Zustand bis eine Kraft auf ihn einwirkt, hat er dabei nicht durchdacht.
Ich dachte bei der Erklärung, wie er die auf die Astronauten wirkende Abschußenergie zu kompensieren gedachte nur: „Arme Putzfrau. Die muss nachher die Passagiere mit der Zahnbürste aus den Ecken scheuern...“

#434713

fuchsi zur Homepage von fuchsi

Niederösterreich,
05.11.2019, 09:13:25

@ Johann

Jules Verne: Nachtrag

Du liest zu wenig SciFi Romane. Dazu gibt es doch Andruck Absorber, Künstliche Schwerkaft uvm...

--
mein privates Hobby. www.ffzell.at

#434717

Johann

05.11.2019, 11:12:14
(editiert von Johann, 05.11.2019, 11:21:15)

@ fuchsi

Jules Verne: Nachtrag (ed)

> Du liest zu wenig SciFi Romane. Dazu gibt es doch Andruck Absorber,
> Künstliche Schwerkaft uvm...

Ich war vor allem in jungen Jahren und ziemlich lange ein großer Fan von Star Trek und ähnlichem. Als ich dann mein Astronomiehobby fundierte und dabei immer mehr über Physik lernte fiel mir auf, was das doch teilweise für ein Quatsch ist, der da den Dingen zugrunde liegt.
Einerseits schade, dass es mir dadurch die Lust auf derlei Unterhaltung nahezu verdirbt, andererseits habe ich gelernt, dass die Realität viel bizarrer und geheimnisvoller ist als ich es vorher für möglich gehalten habe. Die Natur schlägt nahezu jeden SciFi Autor um Lichtjahre, sofern das überhaupt ausreicht und der Autor nicht zufällig ein renommierter Physiker ist oder derlei konsultierte.

--
Alles ist einfach, leider ist das Einfache schwierig. (Clausewitz)

#434724

MaPa

06.11.2019, 13:28:33

@ Johann

Jules Verne: Nachtrag

Hallo Johann,
Aber du musst zugeben das einige der utopischen Sachen von damals heutzutage alltagsgegenstände geworden sind.
Mein Sohn wird in zwei Jahren mit seinem Physikstudium anfangen.
Und irgendwie erkenn ich ihn in deiner Aussage ein bisschen wieder.
Wir streiten immer weil ich die These aufgestellt habe das viele Erungenschaften nur deswegen erreicht wurden weil irgendwann mal ein Autor darüber gesponnen hat. Und hätte er nicht darüber gesponnen, sich niemand die Mühe gemacht hätte dieses Ersponnene weiter zu spinnen.
Netter Gruß von MaPa

#434727

neanderix

06.11.2019, 18:51:21

@ MaPa

Jules Verne: Nachtrag

> Hallo Johann,
> Aber du musst zugeben das einige der utopischen Sachen von damals
> heutzutage alltagsgegenstände geworden sind.

siehe die Klapp-Mobiltelefone. Vorbild: Kommunikatoren aus der ersten Star Trek Reihe (mit Kirk, Pille, Spock)

> Wir streiten immer weil ich die These aufgestellt habe das viele
> Erungenschaften nur deswegen erreicht wurden weil irgendwann mal ein Autor
> darüber gesponnen hat. Und hätte er nicht darüber gesponnen, sich
> niemand die Mühe gemacht hätte dieses Ersponnene weiter zu spinnen.

Aber genau so ist es.

Volker

--
Exil-Spotlighter

Probleme mit Windows? Reboot
Probleme mit Unix? Be root

#434728

neanderix

06.11.2019, 18:54:44

@ fuchsi

Jules Verne: Wasserstoff - Antriebsmittel der Zukunft?

> Also dass Brennstoffzellen im Teillastbetrieb wirkungsvoller sein sollen
> als Verbrenner, habe ich anders gehört.
>
> Meines Wissensstandes nach, benötigen Brennstoffzellen einen möglichst
> kontinuierlichen Stromverbrauch, und möglichst kein Stop and Go.

Und können keine hohen Ströme abgeben.

Deswegen werden sie immer mit einem Akku kombiniert. BZ lädt Akku, Akku speist Verbraucher.

--
Exil-Spotlighter

Probleme mit Windows? Reboot
Probleme mit Unix? Be root

#434757

Johann

08.11.2019, 14:42:12
(editiert von Johann, 08.11.2019, 14:44:29)

@ MaPa

Jules Verne: Nachtrag (ed)

Hallo Mapa,

> Aber du musst zugeben das einige der utopischen Sachen von damals
> heutzutage alltagsgegenstände geworden sind.

Mehr oder weniger. Beim "Enterprise Kommunikator" hat die Wirklichkeit die Fiktion bereits überholt.

> Wir streiten immer weil ich die These aufgestellt habe das viele
> Erungenschaften nur deswegen erreicht wurden weil irgendwann mal ein Autor
> darüber gesponnen hat. Und hätte er nicht darüber gesponnen, sich
> niemand die Mühe gemacht hätte dieses Ersponnene weiter zu spinnen.

Ich erachte es auch als eher unwahrscheinlich, dass z.B. Galilei, Newton, Humboldt, Hahn, Meitner etc. p.p. sich von zeitgenössischen Romanen inspirieren liessen. Wenn, dann lagen da meist Aufzeichnungen eines vorherigen Forschers zugrunde.
Beispielsweise Wernher von Braun, der u.a. die Saturn V Raketen für die Apollo Missionen baute, wurde als Kind vom Buch "Die Rakete zu den Planetenräumen" inspiriert. Autor war ein Forscher, ein Physiker.
Carl Friedrich Gauss, ein bekannter Mathematiker, wurde als Kind von einem Mathebuch inspiriert.

--
Alles ist einfach, leider ist das Einfache schwierig. (Clausewitz)

#434769

MaPa

08.11.2019, 22:57:12

@ Johann

Jules Verne: Nachtrag

> Hallo Mapa,
>
> > Aber du musst zugeben das einige der utopischen Sachen von damals
> > heutzutage alltagsgegenstände geworden sind.
>
> Mehr oder weniger. Beim "Enterprise Kommunikator" hat die Wirklichkeit die
> Fiktion bereits überholt.
>
> > Wir streiten immer weil ich die These aufgestellt habe das viele
> > Erungenschaften nur deswegen erreicht wurden weil irgendwann mal ein
> Autor
> > darüber gesponnen hat. Und hätte er nicht darüber gesponnen, sich
> > niemand die Mühe gemacht hätte dieses Ersponnene weiter zu spinnen.
>
> Ich erachte es auch als eher unwahrscheinlich, dass z.B. Galilei, Newton,
> Humboldt, Hahn, Meitner etc. p.p. sich von zeitgenössischen Romanen
> inspirieren ließen. Wenn, dann lagen da meist Aufzeichnungen eines
> vorherigen Forschers zugrunde.
> Beispielsweise Wernher von Braun, der u.a. die Saturn V Raketen für die
> Apollo Missionen baute, wurde als Kind vom Buch "Die Rakete zu den
> Planetenräumen" inspiriert. Autor war ein Forscher, ein Physiker.
> Carl Friedrich Gauss, ein bekannter Mathematiker, wurde als Kind von einem
> Mathebuch inspiriert.

Hallo Johann,
ja genauso bzw. ähnlich laufen diese Gespräche zwischen uns ab.  :-D
ich die hoffnungslos romantische Fantasy und Fiction Seele und er der realistische faktische Pragmat  :-)
Netter Gruß von MaPa

#434876

Johann

10.11.2019, 18:29:27
(editiert von Johann, 10.11.2019, 18:40:25)

@ MaPa

Jules Verne: Nachtrag (ed)

> ich die hoffnungslos romantische Fantasy und Fiction Seele und er der
> realistische faktische Pragmat  :-)

Das ist ja auch ok, da trifft man sich am besten in der Mitte irgendwo  :-)
Ich mag SciFi ja auch jetzt nicht komplett nicht mehr, nur so paar Sachen hat es mir da verleidet.
Z.B. so Geschichten wie in der Star Trak TNG Folge „The inner light“ finde ich grandios. Da, wo Picard von so ner Sonde ohnmächtig wird und in seinem Kopf ein ganzes Leben von jemand der schon lange tot ist nachlebt.
Wenn‘s allerdings an das „beamen“ oder Zeitreisen, in Echtzeit quer durch die Galaxis reisen und dabei Videokonferenzen abhalten und so Scherze geht, da bin ich dann raus.
Nebenbei, fällt mir gerade ein, SciFi-Hörspiel Tipp, hab ich kürzlich im Radio gehört.
„Ausbruch“

https://m.youtube.com/watch?v=KuffpQPUQR0

Ist irgendwie aus den 60/70ern die Story. Sehr interessante Geschichte.

--
Alles ist einfach, leider ist das Einfache schwierig. (Clausewitz)

#434988

MaPa

13.11.2019, 23:17:45

@ Johann

Jules Verne: Nachtrag

> > ich die hoffnungslos romantische Fantasy und Fiction Seele und er der
> > realistische faktische Pragmat  :-)
>
> Das ist ja auch ok, da trifft man sich am besten in der Mitte irgendwo  :-)
>
> Ich mag SciFi ja auch jetzt nicht komplett nicht mehr, nur so paar Sachen
> hat es mir da verleidet.
> Z.B. so Geschichten wie in der Star Trak TNG Folge „The inner light“
> finde ich grandios. Da, wo Picard von so ner Sonde ohnmächtig wird und in
> seinem Kopf ein ganzes Leben von jemand der schon lange tot ist nachlebt.
> Wenn‘s allerdings an das „beamen“ oder Zeitreisen, in Echtzeit quer
> durch die Galaxis reisen und dabei Videokonferenzen abhalten und so Scherze
> geht, da bin ich dann raus.

Hmmm, bin kein Trekkiefan eher ein Star Warser  ;-)
> Nebenbei, fällt mir gerade ein, SciFi-Hörspiel Tipp, hab ich kürzlich im
> Radio gehört.
> „Ausbruch“
>
> https://m.youtube.com/watch?v=KuffpQPUQR0
>
> Ist irgendwie aus den 60/70ern die Story. Sehr interessante Geschichte.
Danke werde ich mir im Urlaub anhören dann habe ich mehr Muße zu Hörspielen.

Im Moment lese ich das Buch Hier Boy in a white Room läuft zwar unter Thriller aber ich finde schon sehr viel Fiction darin.
Netter Gruß von MaPa

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